REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Hier könnt ihr euch über bekannte Bands, ihre neuen Alben, ihre Fehltritte ... auslassen
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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 17 Jan, 2018 07:52

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Band: Anguish (S)
Genre: Doom Metal
Label: High Roller Records
Album Titel: Magna Est Vis Suignah
Spielzeit: 51:52
VÖ: 26.01.2018

Ein weiteres "Schmankerl Of Doom" erscheint aus dem Hause High Roller Records. Mit dem neuen Album "Magna Est Vis Suignah" von Anguish veröffentlichen die schwedischen Jungs Ende Januar 2018 ihren dritten Silberling. Nachdem ich schon mit den chilenischen Labelkollegen Procession mehr als begeistert wurde, schnappte ich mir nach ersten Hörproben diese Kapelle auch gleich zur Review.

Gleich zu Beginn erklingt ein unheilvoll verkündendes Röcheln von Sänger J. Dee als Einstimmung auf die kommenden 51 Minuten. Schwermütig und scheppernd legt die restliche Truppe auch kurz darauf los. Die tiefer gestimmten, schrabbeligen Saiteninstrumente brennen sich wie geschmolzener Stahl sofort in die Ohren. Häufig übernimmt einer der beiden Klampfer Linus und/oder David einen Melodieauftrag und setzt Akzente durch Soli oder zweistimmige Gitarrenriffs. Diese wabernde musikalische Masse wird von Rasmus an der Schießbude mit groovigem Rhythmus untermalt. Die Vocals sind eine Mixtur aus kehlig-rauem Gesang und leicht gutturalem Geröchel. Dennoch ist die Stimme verständlich aufgenommen worden. Hin und wieder wird auch an einigen Stellen mit Hall und choralen Effekten gearbeitet.

Auch wenn die Geschwindigkeit eher gemächlich ist, wie bei diesem Genre üblich, so werden doch Taktwechsel gekonnt eingesetzt und die Akzentuierung des Schlagzeugs variiert. Beispielhaft hierfür sind unter anderem meine aufgeführten Anspieltipps. Bei Letzterem bilde ich mir sogar ein, am Anfang eine Art Orgelsound zu vernehmen. Auch wenn die Tracks relativ lang ausgefallen sind, so können die Schweden doch durch die aufgeführten Variationen im Songwriting immer wieder gelungene Abwechslung entstehen lassen. Ebenso weht ein leichter Hauch von Todesblei durch den gesamten Silberling, was ich persönlich als äußerst positiv empfinde.

Fazit:
Klassisch doomiger Metal mit einer Portion Melancholie und Morbidität wird einem auf "Magna Est Vis Suignah" serviert. Mit ihrem wabernden Klanggewand und schön schrabbelig wiederkehrenden Abschnitten, wie auch mit einigen kleinen Überraschungen in einzelnen Kompositionen wissen die Schweden zu überzeugen. Die überwiegend kalte und düstere Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch das Gesamtwerk. Wer sich bei Candlemass und Konsorten aufgehoben fühlt, wird auch mit den schwedischen Jungs von Anguish seine wahre Freude haben.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Magna Est Vis Suignah, Our Daughters Banner

Tracklist:

01. Blessed Be The Beast
02. Magna Est Vis Suignah
03. Of The Once Ravenous
04. Requiescat In Pace
05. Elysian Fields Of Fire
06. Our Daughters Banner

Lineup:

J.Dee - Vocals / Bass
David - Guitars
Linus - Guitars
Rasmus - Drums

https://www.facebook.com/Anguishdoom

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 17 Jan, 2018 07:53

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Band: Revenge (CO)
Genre: Speed / Heavy Metal
Label: Iron Shield Records
Album: Spitting Fire
Spielzeit: 32:39
VÖ: 26.01.2018

Neues Jahr, neues Glück? Nee, aber neue Scheibe von Revenge, die ich mir gleich voller Vorfreude unter den Nagel gerissen habe. Die im Jahr 2002 gegründete Truppe aus Kolumbien bringt ihr bereits siebtes Studioalbum an den Start. "Spitting Fire" wird am 26.01.2018 über Iron Shield Records veröffentlicht. Bereits die Vorgänger schafften es in mein Plattenregal, daher bin ich umso gespannter, was mich nun erwartet.

"Heavy Metal Friends" nennt sich der Opener, der durch seinen simplen, ohrwurmartigen Refrain zum Mitgröhlen animiert und einfach Laune macht.
Das dynamische Klampfen-Duo Esteban "Hellfire" M. und Esteban "Night Crawler" G. versteht sein Handwerk und haut ein feuriges Riff nach dem anderen raus. Herr "Hellfire" schlägt aber nicht nur in die Saiten, sondern darf sich auch am Mikro ordentlich austoben. Einen gewissen Charme erlangt er durch den leicht südamerikanischen Akzent in seiner angerauten Stimme, die sich auch in etwas höheren Tonlagen treffsicher zeigt.

Zackige Drums und druckvolle Bassläufe, die auch immer wieder schön hervorstechen dürfen, wie auch eingebaute Rhythmuswechsel geben dem Sound den letzten Schliff. Klassische Heavy Metal Soli, wie u.a. im Titeltrack "Spitting Fire", dürfen natürlich auch nicht fehlen und verführen unweigerlich zum Headbangen. Das Gaspedal wird größtenteils bis zum Anschlag durchgetreten, aber auch mit leicht gedrosseltem Tempo können die Mannen mühelos etwas hermachen.

Was mir an Revenge besonders gut gefällt, ist die große Leidenschaft und Spielfreude der Musiker, die in jedem ihrer Werke spürbar und präsent ist. Es wird Speed Metal nicht nur zelebriert, sondern auch gelebt!

Zum krönenden Abschluss beglücken uns die vier Herren noch mit einer neuen Version von "Infernal Angels", welches bereits auf ihrem Demo 2003 und ihrem Debütalbum "Metal Warrios" von 2005 zu hören war. Hammer Song, der all die Nuancen ihres Könnens vereint!!!

Nach einer knappen halben Stunde sind wir am Ende angelangt und der ganze Spaß ist vorbei. Die Vinyl-Version von "Spitting Fire" enthält allerdings noch als Bonus die komplette "Die Hard" EP von 2016 und somit knapp 18 Minuten mehr Stoff!

Fazit:
Revenge liefern hier verdammt geilen Speed Metal ab, der von den Klassikern des Schwermetalls geprägt ist, aber trotzdem genug Eigenständigkeit besitzt. Dass das Feuer noch brennt, können die Jungs hier wieder beweisen und überzeugen mit einer kurzen, doch überaus gelungenen Scheibe.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Thirst Of Avenge, Will Till Death, Infernal Angels (2017 Version)

Tracklist:

01. Heavy Metal Friends
02. Thirst Of Avenge
03. Rise Of The Braves
04. Spitting Fire
05. Thy Axes Scream
06. Will Till Death
07. Sadistic Cruelty - The Revengeance
08. Infernal Angels (2017 Version)

Lineup:

Esteban "Hellfire" Mejia - Vocals, Guitars
Esteban Munoz "Night Crawler" Garcia - Guitars
Jorge "Seth" Rojas - Bass
Daniel "Hell Avenger" Hernandez - Drums

https://www.facebook.com/revengespeed
http://www.revengespeedmetal.com

Autor: Eva

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 17 Jan, 2018 07:53

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Band: Rebellion (D)
Genre: Heavy / Power Metal
Label: Massacre Records
Album Titel: A Tragedy In Steel Part II: Shakespear's King Lear
Spielzeit: 65:46
VÖ: 26.01.2018

Sechzehn Jahre nach Release des Debütalbums "Shakespeare's Macbeth - A Tragedy In Steel" liefert die deutsche Heavy/Power Metal Band Rebellion den Nachfolger ab. Auf den sieben vorangegangenen Studioalben haben die Frankfurter Teutonen-Metaller immer wieder ein gesundes Gespür für gelungene Konzeptalben bewiesen.

Nach einem Dreiteiler über die Wikinger, einem Ausflug ins alte Rom und zuletzt zu den Sachsen im 9. Jahrhundert geht es nun zurück zu den Wurzeln und zum guten alten Shakespeare. Allerdings sind erwähnte Wurzeln nur thematisch zu sehen, denn musikalisch wurden Rebellion zusehends heavier und vor allem düsterer.

So ist auch das neue Album erneut weit entfernt von fröhlichem Tralala-Gedudel oder kitschig-klebrigem Keyboardmatsch, an dem sich ja mancher Metalhead gern stört. Rebellion sind da roher, direkter und vor allem rauer. Dies zeigt sich in erster Linie an den düsteren, schweren Riffs und vor allem an Michael Seiferts rotzig kratzigen Vocals, die vor allem in den tieferen Tonlagen herrlich episch klingen. Da dürfte selbst ein Herr Boltendahl vor Neid erblassen.

Natürlich fehlt es dennoch nicht an der nötigen Hymnik und auch jede Menge gekonnte Soli sind zwischen manchem traditionellen Heavy Metal-Riff auszumachen. Abwechslung bietet die Scheibe auch ausreichend. Von stampfend schwer daherrollenden Nummern über treibende Nackenmuskeltrainingssitzungen bis hin zu fast balladesk düsteren Anflügen wie in "Thankless Child" wird alles geboten.

Besondere Glanzpunkte auf dem Album sind der absolut traditionelle Heavy Metal Stampfer "Stand Up For Bastards", der beinahe wie eine düstere Version eines Accept-Klassikers anmutet, und die beiden nahezu doomig schleppenden Stücke "Black Is The World" und das abschließende "Farewell", das mit heroisch balladesken Elementen punktet.

Wenn ich nun unbedingt was zum Meckern finden wollte, dann höchstens, dass manche Nummer den typischen "Killer Refrain" ein wenig vermissen lassen. Meist entschädigen diese Nummern dafür aber absolut mit ihren packenden instrumentalen Elementen.

Fazit:
Rebellion folgen ihrem dunklen Pfad konsequent weiter und liefern erneut ein tonnenschweres Stück Teutonen-Stahl ab, das sich gewaschen hat.
Knackig und druckvoll produziert, großartig gespielt und musikalisch immer zwischen hymnisch traditionell und düster. Hart und teils fast leicht thrashig pendelnd, sollte jeder True Metal Freak hier ein gefundenes Fressen vor sich haben.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: Thankless Child, Stand Up For Bastards, Farewell

Tracklist:

01. A Fool's Tale
02. Dowerless Daughter
03. Thankless Child
04. Stand Up For Bastards
05. Storm And Tempest
06. Demons Of Madness
07. The Mad Shall Lead The Blind
08. Black Is The World
09. Battle Song
10. Blood Against Blood
11. Truth Shall Prevail
12. Farewell

LineUp:

Michael Seifert - Vocals
Oliver Geibig - Guitars
Stephan Karut - Guitars
Tomi Göttlich - Bass
Tommy Telkemeyer - Drums

https://www.facebook.com/rebellionmetal
http://www.rebellion-metal.de

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 17 Jan, 2018 07:54

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Band: In Vain (N)
Genre: Progressive Death / Black Metal
Label: Indie Recordings
Album Titel: Currents
Spielzeit: 42:29
VÖ: 26.01.2018

Endlich ist es da, das neue Album der Norweger In Vain. 5 Jahre nach "Ænigma" präsentieren sie uns mit "Currents" eine wirkliche Sahnescheibe.

Mit dem für den Fünfer typischen Sound startet die Platte sofort los. "Seekers of the Truth" ist im klassischen Stil In Vains gehalten und besticht durch ausgeklügelte Arrangements und einem feinen Gespür für einzigartige Gitarrenarbeit. Der im Vergleich zu den anderen Liedern doch recht Death Metal-lastige Song kann sicher sogar Fans der alten In Flames-Schule überzeugen. Die harschen Vocals geben dem Lied noch zusätzliche Power und Überzeugungskraft.

Mit "Soul Adventurer" hört man erstmals auf diesem Album Klargesang, welcher sich bravourös in das Soundgeflecht einbindet und den Song insgesamt ruhig gehalten und melodisch klingen lässt. Die weiteren Songs bieten immer wieder verschiedene Facetten des Albums an und harmonieren auf der übergeordneten Ebene des Kontextes. "Currents", zu deutsch Ströme oder Strömungen, ist ein pars pro toto für die heutige Gesellschaft im Wandel der Zeiten und Generationen. Es kommt nicht oft vor, aber dieses Mal möchte ich zusätzlich zu der Review auch auf den Promotext verweisen, der die Idee hinter dem Album gut zusammenfasst.

Die Texte sind sowohl auf Englisch, als auch auf Norwegisch eingesungen und unterstreichen damit zusätzlich noch die Variabilität der Band.

Auffällig beim Line-Up ist, dass In Vain zwar über viele Sänger, aber über keinen festen Drummer verfügen. Für den aktuellen Release hat man sich die Dienste von Baard Kolstad gesichert, den man unter anderem von Rendezvous Point, God Seed und Borknagar kennt.

Von der Instrumentenseite her betrachtet, bietet das neueste Werk In Vains - wie schon seine Vorgänger - erneut metaltypische und -untypische Instrumente. Erneut kommt ein Saxophon zum Einsatz (u.a. im fantastischen "Standing On The Ground Of Mammoths") sowie vereinzelte Orgeleinsätze. Generell hat es mir der Rausschmeißer aber angetan. Im gediegenen Tempo angesiedelt, nimmt er alle Kraft aus den epischen Arrangements und kommt dank intensiven Leistungen an allen Fronten zu einem mehr als würdigen Abschluss für das Album.

Ein letztes Wort noch. Die beiden Bonustracks, die auf der Special Edition zu finden sind und die Tracklist verändern (anstatt dass man sie einfach hinten angefügt hat), standen mir nicht zur Verfügung. Die Entscheidung, so etwas zu tun, kann nur mit der restlichen Tracklist zu tun haben, damit das Gesamtkonzept im Einklang bleibt. Aber ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass bei den sieben Songs, die ich zur Review zur Verfügung hatte, die beiden Bonuslieder ein Schlag ins Wasser sein sollen.

Fazit:
Wieder mal ein Geniestreich der fünf Jungs aus dem hohen Norden. Auf dem gesamten Werk herrscht eine intensive Stimmung, die dank der perfekten Arbeit aller Beteiligten hervorragend eingefangen wurde. "Currents" steht sowohl seinen Vorgängern, als auch anderen Progressive Death Metal-Veröffentlichungen in nichts nach. Also ich hatte beim Hören Gänsehaut.

Punkte: 10/10

Anspieltipps: Soul Adventurer, Standing On The Ground Of Mammoths

Tracklist:

01. Seekers Of The Truth
02. Soul Adventurer
03. Blood We Shed
04. En Forgangen Tid (Times Of Yore Pt. II)
05. Origin
06. As The Black Horde Storms
07. Standing On The Ground Of Mammoths

Bonus Tracks:

And Quiet Flows The Scheldt
Ghost Path

Lineup:

Andreas Frigstad - Vocals
Johnar Håland - Guitars, Backing Vocals
Kjetil Pedersen - Guitars
Sindre Nedland - Clean Vocals, Piano, Organs and Backing Vocals
Kristian Wikstøl - Bass, Hardcore Vocals

https://www.facebook.com/InVainOfficial
http://www.invain.org

Autor: Godshand

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 24 Jan, 2018 07:56

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Band: Secret Illusion (GR)
Genre: Power Metal
Label: Lion Music
Album Titel: Awake Before The Dawn
Spielzeit: 59:45
VÖ: 01.02.2018

Die Athener Jungs von Secret Illusion bringen im Februar 2018 ihre nunmehr dritte Scheibe unter die Leute. Gönnen wir den Griechen mal einen kurzen Moment, um zu überzeugen.

Beim Blick auf die Laufzeit wird einem ja schon wohlig warm ums Herz. Doch die Freude ist zu früh und man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben. Schon beim ersten Hören der neuen Platte tauchen viele negative Kritikpunkte auf, die man beachten sollte, bevor man hier zuschlägt.

Zum Einen stört der dünnhäutige Gesang von Vasilis Axiotis, der - ähnlich wie sein Vorgänger Dimitris Giannakopoulos – nicht in den hohen Gefilden zu Hause ist, in denen er die Texte eingesungen hat. Wenn man halt eher der "erdennahe" Sänger ist, sollte man nicht direkt unter der Wolkendecke singen ("Kings And Pawns (Napoleon)"). Zum anderen sind die Kompositionen Durchschnittsware, die ohne illustre Ideen, ohne großartige Abwechslung und scheinbar auch ohne Bass aufs Album gepresst wurden. Diese Kombination führt dazu, dass man sich beim Hören fühlt, als hätte man Demoaufnahmen von Tobias Sammet in den Ohren, die über das Stadium des Rehearsals nicht hinausgekommen sind. Irgendwie ausgehöhlt, ohne Tiefe eben, daher ist das Lineup auch symptomatisch in meinen Augen.

Das unoriginelle Album erscheint einem auf einmal ewig lang. Viel Keyboardgeklimper führt zwar dazu, dass man sich an die guten, alten Zeiten von Rhapsody, Nightwish, Sonata Arctica und ähnliche Truppen erinnert fühlt, doch liegen deren ähnlich (aber besser) klingende Auskopplungen um die 20 Jahre zurück.

Vielleicht liegt dem Sänger auch die englische Sprache nicht? Ich denke aber, dass es "Awake Before The Dawn" besser bekommen wäre, einen Sänger zu haben, der auch mal Bass in den Gesang bringen kann.

Leider bringen auch die Drums keine neuen Elemente ins Spiel. Standardstangenwarengeboller eben. Die kurzen Soli haben durchaus ihren Charme, können aber über den durchschnittlichen Gesamteindruck nicht hinwegtäuschen.

Fazit:
Mit "Awake Before The Dawn" gibt es eher ein böses Erwachen. Wie viel vom Sänger kaputt gemacht werden kann, können sich manche Leute gar nicht vorstellen. Als instrumentale Platte (und mit Bass!) hätte es mir wohl sogar noch mehr Spaß gemacht.

Punkte: 5/10

Anspieltipp: keinen

Tracklist:

01. Curtain Falls (Intro)
02. Neverland
03. Fall Of Human Kind
04. Sailing The Open Sea
05. Hope Is Lost
06. Kings And Pawns (Napoleon)
07. Winds Of Tomorrow
08. Falling
09. Eerie
10. Awake Before The Dawn

Lineup:

Vasilis Axiotis - Vocals
Philip Papakyriakou - Guitars, backing Vocals
Evmenios Poulias - Keyboards

https://www.facebook.com/secretillusionofficial
http://www.secret-illusion.com

Autor: Godshand
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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 30 Jan, 2018 08:18

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Band: Atomwinter (D)
Genre: Death Metal
Label: Trollzorn
Album Titel: Catacombs
Spielzeit: 40:01
VÖ: 09.02.2018

Diese finstere Horde gibt es seit 2010 und bedachte die (Unter-)Welt schon mit zwei diabolischen Langeisen, nämlich "Atomic Death Metal" (2012) und "Iron Flesh" (2015).

Und die Jungs haben die echten Death Metal Bands gut studiert. Selten ein solch geiles Geschoss gehört, welches sich bei den besten Zutaten bedient, was der Death Metal Garten hergibt. Somit folgen nun zwar ständige Vergleiche mit bekannteren Bands, jedoch handelt es sich bei Atomwinter nicht um ein Plagiat, sondern um eine Band, die durchaus ihren eigenen Sound hat, diesen jedoch aus vielen Einflüssen zusammenmischt.

Da gibt es "Carved In Stone" mit seiner Death-Schlagseite, in "Dark Messiah" findet sich Obituary-Geröchel und Master findet man im prächtig stumpfen "Ancient Rites" wieder, wobei bei den schnelleren Parts auch Unleashed durchschimmern. Natürlich kommen auch die obligatorischen Bolt Thrower nicht zu kurz. Das beweisen die schleppenden Teile von "Necromancer".

Das alles wird mit einer völlig humorlosen Hingabe dargeboten, wie es sie nicht oft gibt. Hier stimmen sowohl die Attitüde, als auch die Songs. Im Gegensatz zu Skeletal Remains oder Gruesome sind die Einflüsse zwar da, aber nicht so vordergründig. Es regiert einfach fieser Death Metal mit Stakkatoriffs aus der Hölle, fies schleifenden Parts und einem mal wild knüppelnden, dann wieder schleppenden Schlagzeug. Der Sänger growlt verständlich und kann sowohl ultratief klingen, wie auch manchmal spitz kreischend (allerdings eher selten).

Der Sound ist sehr natürlich, schön dunkel und fett, ohne dabei verwaschen zu klingen.

Fazit:
Ein richtig feines Brett ohne Firlefanz. Hier gibt es 100% Death Metal der reinen Lehre. Keine Keys, keine ausufernden Melodien, nur Tod, Verwesung und Gestank. Lecker!!!

Punkte: 9/10

Anspieltipp: Morbid Lies

Tracklist:

01. Intro
02. Catacombs
03. Dark Messiah
04. Sadistic Intent
05. Ancient Rites
06. Gathering of the Undead
07. Carved in Stone
08. Necromancer
09. Morbid Lies
10. Funeral of Flesh

Lineup:

O. Holzschneider - Vocals
B.Grapp - Guitars
M.Schulz - Bass
P.Walter - Drums

https://www.facebook.com/atomwinter

Autor: Possessed

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 05 Feb, 2018 07:23

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Band: Crucifyre (S)
Genre: Thrash / Heavy Metal
Label: Pulverised Records
Album Titel: Post Vulcanic Black
Spielzeit: 48:23
VÖ: 09.02.2018

Das dritte Album der Schweden von Crucifyre klingt im ersten Moment wie ein Sammelsurium an Metal-Genres. Mal klingt es wie eine Mischung aus Black Sabbath und Machine Head, dann ballern sie wie Slayer und im nächsten Augenblick kommt etwas Stoner und/oder Alternative Rock durch die Lautsprecher gesabbert. Einen leichten Black Metal Einschlag kann die Band auch vorweisen.

Und genau das macht Post Vulcanic Black zu einer eigentlich spannenden Angelegenheit. Eigentlich, denn durch das Mischen der verschiedenen Stile fehlt etwas der rote Faden, was den Wiedererkennungswert der Band etwas einschränkt.

Düster pumpende Klampfen á la Black Sabbath wechseln sich mit der leicht punkigen Attitüde mancher Black Metal Band ab, um dann in diese fast typischen NWOBHM-artigen Leads zu enden. Ab und an streuen die Jungs noch ein paar an Slayer erinnernde Riffs ein und variieren das Tempo, damit es nicht langweilig wird.

Der Gesang variiert zwischen böse, clean und fast schon psychedelisch. Dies bringt so zwar etwas Abwechslung und ist songdienlich, aber wirkt auch etwas unentschlossen.

Vom Grundtenor her muten die Arrangements etwas altbacken an und große Innovationen sollte man von dieser Scheibe eh nicht erwarten.

Fazit:
Eine etwas unentschlossene - aber durchaus gute - Scheibe, die zwar in den einzelnen Songs ihren Reiz hat, aber leider auch keine besondere Duftmarke im überfüllten Metal-Markt hinterlassen dürfte.

Punkte: 6,5/10

Anspieltipp: Post Vulcanic Black, Thrashing With Violence, Mother's Superior Eyes

Tracklist:

01. Post Vulcanic Black
02. Thrashing With Violence
03. Mother's Superior Eyes
04. War Chylde
05. Hyper Moralist (Deemed Antichrist)
06. 200 Divisions
07. Död Människa?
08. Murder And Sex And Self-Destruction
09. Copenhagen In The Seventies
10. Serpentagram

Line-Up:

Karl Buhre - Vocals
Patrick Nilsson - Guitars
Alex Linder- Guitars
Christian Canales - Bass
Yasin Hillborg - Drums

https://www.facebook.com/Crucifyre-164973910205853/

Autor: Steiff

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 05 Feb, 2018 07:24

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Band: THAL (USA)
Genre: Stoner / Doom Rock
Label: Argonauta Records
Album: Reach For The Dragon's Eye
Spielzeit: 38:21
VÖ: 16.02.2018

Die beiden amerikanischen Herren von THAL (The Heathens Are Loose) bringen zwei Jahre nach dem Erstlingswerk "Glitter" den Nachfolger heraus.
Auf dem genannten Debütalbum trat Multiinstrumentalist John "Vince Green" Walker noch solo in Erscheinung und produzierte dieses in Eigenregie.
Nun zum Duo gewachsen, veröffentlicht man am 16.02.2018 den Nachfolger "Reach For The Dragon's Eye" über Argonauta Records.

Der Opener "Rebreather" startet mit einem atmosphärischen Intro - der Wind rauscht und die ersten Töne der Gitarren erklingen - bevor es dann ab der zweiten Minute richtig losgeht. Sänger John "Vince Green" Walker, der auch noch die Klampfe und den Bass quält, überzeugt mit seiner kraftvollen, kernig-erdigen Stimme, mit der er überwiegend beim rauen Klargesang bleibt, aber auch gelegentlich den ein oder anderen "Schrei" erklingen lässt.

Mit "Her Gods Demand War" befindet sich ein kleines Juwel auf dem Silberling, das sich zu meinen persönlichen Favoriten zählen darf. Groovige, tief-dröhnende Gitarrenparts, die anfänglich sehr vom Blues inspiriert klingen und der fein dosierte weibliche Gesang von Sophie Steff verströmen einen betörenden Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann!

Aber keine Sorge - auch im weiteren Verlauf der Scheibe dürfen wir genialen Songs lauschen, die alle vor Energie strotzen. Die Chemie zwischen Instrumentierung und Gesang ist einfach in jedem Track stimmig und zeigt sowohl deutlich das Können, als auch das harmonische Zusammenspiel der beiden Musiker.

Einprägsame Rhythmusstrukturen, knackiges Riffing und das ausgefeilte Drumming von Kevin Hartnell ergeben eine erfrischend wohlklingende Mixtur aus doomigen Parts und der nötigen Portion "heaviness", die so den Sound spannend und abwechslungsreich gestalten. Die starken Einflüsse von Bands wie Kyuss, Clutch und Konsorten sind stark präsent und gut hörbar.

Nach knapp 38 Minuten endet das Album mit dem Titeltrack "Reach For The Dragon's Eye", der mit seinem eingängigen Refrain und experimentellen Klanggewand überzeugt.

Fazit:
Auf diesem Longplayer wird doomiger Stoner Rock geboten, der mit energetischen, druckvollen Riffs und einer Portion Virtuosität aufwartet. THAL schaffen es gekonnt, Stimmungen musikalisch zu vertonen und in Szene zu setzen. Mal schlagen sie düstere Klänge an, zaubern dann aber mühelos verspielte Melodien hervor. Fans dieses Genres sollten unbedingt mehr als nur ein Ohr riskieren.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: Under Earth, Her Gods Demand War, Death Of The Sun

Tracklist:

01. Rebreather
02. Under Earth
03. Her Gods Demand War
04. Thoughtform
05. Soulshank
06. Death Of The Sun
07. Punish
08. Reach For The Dragon's Eye

Lineup:

John "Vince Green" Walker - Vocals, Guitars, Bass
Kevin Hartnell - Guitars, Drums, Synth

https://www.facebook.com/thalheavyband

Autor: Eva
Übersetzung: Dine

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 05 Feb, 2018 07:24

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Band: Harakiri For The Sky (A)
Genre: Post-Black Metal
Label: AOP Records
Album Titel: Arson
Spielzeit: 66:36
VÖ: 16.02.2018

Das Jahr 2018 ist schon in den ersten Wochen von zahlreichen äußerst interessanten Veröffentlichungen geprägt, wie beispielsweise der nun schon vierten Scheibe der österreichischen Post-Black Metal Pioniere Harakiri For The Sky. "Arson" heißt der Silberling und erscheint zwei Jahre nach seinem bockstarken Vorgänger.

Dass die Musik der beiden Wiener keine leichte Kost ist, ist ja inzwischen weitläufig bekannt und da machen M.S. und J.J. auch auf "Arson" keine Ausnahme.

Begrüßt wird man zunächst von einem leise einleitenden Intro, dessen Melodie in den verschiedensten Variationen die vollen 9 Minuten des Openers "Fire, Walk With Me" präsent ist. Dieser Song zeigt schon in den ersten Takten ziemlich eindrücklich, in welche Richtung das Album gehen wird.
Wo zunächst noch ruhige Klänge vor sich hinplätschern, sind plötzlich treibende Stakkato-Rhythmen, gepaart mit fetten Blastbeats, zu hören, die dann in sanften akustischen Passagen ausklingen.
Über die gesamte Spielzeit von über einer Stunde erklingen auf "Arson" so dauerhaft ausdrucksstarke Akkordwechsel, die dem Hörer, gepaart mit dieser ständig präsenten melancholischen Melodie, nicht nur einmal eine Gänsehaut über den Körper jagen.

Es ist meiner Meinung nach absolut unmöglich, einen einzelnen Song zu nennen, der besonders positiv heraussticht. Jedes einzelne Lied ist ein Kunstwerk für sich; sei es das abwechslungsreiche "The Graves We‘ve Dug", das emotionale "You Are The Scars" oder der "Heroin Waltz", der so depressiv klingt, aber dennoch zum Mitschunkeln einlädt…

Der einzige Song, der etwas aus der Reihe tanzt, ist auch gleichzeitig mein einziger (kleiner) Kritikpunkt: "Tomb Omnia" ist zwar ein relativ starker Titel, jedoch wirkt er im Vergleich zu den anderen vor allem durch seinen wenig mitreißenden Rhythmus und die omnipräsenten Quintsprünge in der Rhythmusfraktion eher langweilig.

Einen weiteren Titel, der sich vom Rest abhebt, bekommt man auf die Ohren, wenn man sich die Digipack- oder die LP-Version von Arson gönnt. Hierauf ist nämlich der Bonustrack Manifesto enthalten: ein fast folkig-tänzerischer Song, bei dem die bezaubernden Stimmen von Silvi Bogojevic und Leesa im Vordergrund stehen, die zum Abschluss des Albums nochmal einen sehr gelungenen Kontrast zum sonst ausschließlich gutturalen Gesang darstellen.

Ich muss ehrlich zugeben: beim ersten Hören war ich noch gar nicht auf diesen Überfluss an Emotionen gefasst, weshalb ich (wahrscheinlich aus Überforderung) das Gehörte erst mal sacken lassen musste. Aber als ich mir dann nach einer Weile mal die Zeit genommen hatte, das Album wirklich aufmerksam anzuhören und die Vielschichtigkeit der Kompositionen verstanden hatte, musste ich eingestehen, dass ich selten so ein Machtwerk gehört hatte.

Fazit:
"Arson" ist definitiv nichts, was man mal so nebenbei hören kann. Es ist auch definitiv kein fröhliches Album, aber wenn man sich die Zeit nimmt, sich die Scheibe konzentriert anzuhören, wird man umso mehr belohnt. Mit ihrem vierten Album haben Harakiri For The Sky (mal wieder) ein echtes Meisterwerk erschaffen und ich kann es kaum erwarten, die Jungs diesen Sommer live zu erleben!

Punkte: 9,5/10

Anspieltipps: alles

Tracklist:

01. Fire, Walk With Me
02. The Graves We‘ve Dug
03. Your Are The Scars
04. Heroin Waltz
05. Tomb Omnia
06. Stillborn
07. Voidgazer
08. Manifesto (Bonustrack)

Lineup:

M.S. - All Instruments
J.J. - Vocals

Guest Musician:

Silvi Bogojevic - Vocals on "Manifesto"
Leesa - Vocals on "Manifesto"
Bernth Brodträger - Classical Guitars
Kerim "Krimh" Lechner - Drums

https://www.facebook.com/HarakiriForTheSky

Autor: Sepp

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 06 Feb, 2018 07:09

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Band: Empiresfall (D)
Genre: Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
Album Titel: A Piece To The Blind
Spielzeit: 28:52
VÖ: 16.02.2018

Aus Hamburg flattert die zweite Scheibe von Empiresfall ins Haus und versucht uns, eine weitere Thrash Attacke in die Gehörgänge zu schrauben. Ok, die Mission der Band ist klar, die Ausführung ganz ordentlich, aber es fehlt - wie bei vielen Thrash Bands heutzutage - der Wiedererkennungswert.

Um in diesem Genre aus der Masse herauszustechen, reicht es halt nicht aus, die immer gleichen Songs zu kreieren, die Riffs von der Stange zu nutzen und so gar nix an Eigenständigkeit zu fabrizieren. Die Truppe versucht zwar, mit Anleihen beim US-Metal ihren Sound aufzuhübschen, aber Zucker und Mehl bleiben Zucker und Mehl; weil ohne Eier wird halt kein Teig daraus.

Dass die Jungs ihr Handwerk verstehen, ist unbestritten. Das Dargebotene klingt auch okay, alleine an Ideen fehlt es. So knattern die Klampfen in gewohnter, herkömmlicher und unaufgeregter Thrash-Art in einer Light-Version durch die Boxen. Abwechselnd bedient man sich der tausend Mal gehörten Metalriffs à la 08/15 und variiert vorhersehbar das Tempo.

Der Gesang ist typisch rau, wirkt etwas emotionslos und überhaupt fehlt das Räudige; der Rotz und Dreck. So klingt das Ganze nach ''wir spielen halt mal 'ne Thrash-Platte ein''.

Am Ende bleibt außer ein wenig Langeweile nichts, was diese Scheibe herausragend wirken lässt. Außerdem ist auch die Spielzeit mit nicht mal einer halben Stunde recht dürftig.

Fazit:
Hausaufgaben gemacht, handwerklich gut, aber mehr auch nicht. Ein zwar solides, aber etwas dröges Stück Thrash, dem die Ideen fehlen, um eine Duftmarke zu setzen.

Anspieltipp: keinen

Punkte: 5/10

Tracklist:

01. The Descendant
02. Betrayers
03. In Decay
04. Blood From The Sky
05. Bloodshed And Chaos
06. Wasteland
07. Enemy Of Mine
08. A Piece To The Blind

Line-Up:

Franky Chigetti - Vocals, Guitar

Alex "Mad" Bäm - Guitar
Dennis Gundelach - Bass
Nico Steffens - Drums

https://www.facebook.com/empiresfallmania

Autor: Steiff

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 06 Feb, 2018 07:09

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Band: Sainted Sinners (D)
Genre: Hard Rock
Label: El Puerto Records
Album Titel: Back With A Vengeance
Spielzeit: 50:44
VÖ: 16.02.2018

Die deutschen Hardrocker Sainted Sinners veröffentlichen nun, fast genau ein Jahr nach ihrem Debüt, den Nachfolger "Back With A Vengeance". Die Truppe besteht unter anderem aus den Bonfire Mitglied Frank Pané und Ex-Accept Sänger Dave Reece. Schon das Erstlingswerk hat viele positive Resonanzen einfahren und die Musikwelt überzeugen können.

Gleich der Opener und Titeltrack strotzt vor Kraft und Energie, welche diese Formation besitzen. Traditionelle, verzerrte Klampfen erschallen als eine Art Einleitung mit einer ausdrucksstarken Melodie, bevor diese in zackigen Riffings gipfeln und die Platte schwungvoll einleiten. Die Stimme von Frontmann Reece wirkt klar und zugleich voller Energie, die aber auch manchmal ganz leicht kratzt und dadurch etwas rauchig anmutet. Das Zusammenspiel der beiden Gitarristen verfeinert den rockigen Groove in perfekt abgestimmter Weise und die Soli fügen sich lockernd und gekonnt in die Strukturen ein. Der akzentuierte Bass und das Schlagzeug sorgen für einen gelungenen Rhythmus und treiben gerade in den schnelleren Songs das Geschehen gekonnt voran.

Auch ein paar ruhigere Momente gibt es auf dem aktuellen Silberling zu entdecken. Das balladeske "Tell Me I Was Wrong", oder auch "Gone But Not Forgotten", überzeugen durch ein gefühlvolles Songwriting, ohne aber kitschig oder schmalzig durch die Boxen zu schallen. Selbst die dezent eingesetzen Keyboardklänge im Hammondgewand wirken hier eher bereichernd als störend. Denn trotz viel Gefühl behält der Hardrock stets die Oberhand und schwingt kontinuierlich spürbar mit. Ab und an weht auch ein Hauch von groovig-anmutendem Southern Rock durch den Raum, wie beispielsweise bei "Back With A Vengeance" oder "Waitin 'Till The Countdown Begins"

Fazit:
Klassischer Hardrock aus einer Mixtur von Bonfire, Deep Purple, Whitesnake und Konsorten, welcher aber frisch und spielfreudig gezockt wird. Ehrliche und bodenständige Mucke kann auch 2018 ein Garant für diese Sparte sein, was Sainted Sinners erneut unter Beweis stellen. Ein gelungenes Werk, bei dem deutlich hörbar ist, dass hier keine unbedarften Musiker zu Werke gehen und desweiteren ein echtes Gespür für prägende Melodien und emotionale Eingängigkeit besitzen. Besonders lobenswert ist, dass hier kein einziger Lückenfüller zu finden ist. Dies macht die Platte zusätzlich sehr charmant und empfehlenswert.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Back With A Vengeance, Waitin 'Till The Countdown Begins, When The Hammer Falls

Tracklist:

01. Rise Like A Phoenix
02. Burnin The Candle
03. Back With A Vengeance
04. Tell Me I Was Wrong
05. Nothin Left To Lose
06. Waitin 'Till The Countdown Begins
07. Let It Go
08. When The Hammer Falls
09. Pretty Little Lies
10. Gone But Not Forgotten

Lineup:

David Reece - Vocals
Frank Pané - Guitars
Malte Frederik Burkert - Bass
Berci Hirleman - Drums

https://www.facebook.com/SaintedSinners
http://www.saintedsinners.com/

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 15 Feb, 2018 08:43

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Band: Squealer (D)
Genre: Thrash Metal / Power Metal
Label: Pride & Joy Music
Album Titel: Behind Closed Doors
Spielzeit: 51:00
VÖ: 23.02.2018

Meine Güte, 1984 haben sich Squealer schon gegründet, brachten es aber erst 1992 fertig, ihr Debüt "Make Your Day" zu veröffentlichen. Mittlerweile sind wir beim achten Longplayer angelangt, wobei zwischen Nummer 7 und Nummer 8 satte 10 Jahre liegen. Was aber nicht verwundert, schließlich mussten Squealer gleich zweimal von (Ex-)Sängern Abschied nehmen. 2005 verstarb der eigentliche Sänger Andy Allendörfer (auch Labelchef von AFM) und 2008 ging Gus Chambers, mit dem man 2006 ein Album unter dem Namen Squealer A.D. einspielte, auch der Metalwelt verloren. Somit wurde 2008 das vorerst letzte Album "The Circle Shuts" mit Norbert Vorman als Sänger eingespielt.

Stilistisch hat sich bei Squealer eigentlich nichts verändert. Von Beginn an spielte man diese Form von angethrashtem Power Metal bzw. gemäßigtem Thrash, ähnlich wie Vendetta oder S.D.I.

Natürlich fallen hier Parallelen zu anderen Bands mittlerweile viel mehr auf. So könnte der Mid-Tempo-Stampfer "Time Goes By" auch auf den aktuellen Scheiben von Iron Savior oder Sacred Steel stehen. Das Geschredder bei "Dream Shot" stünde Annihilator sicherlich ebenfalls gut zu Gesicht.
Aber wie schon geschrieben, die Band hatte diese Stilistik schon immer. Von daher muss es diese Anklänge auch geben und das ist vollkommen in Ordnung.

Mich wundert es nur etwas, dass man gleich mit vier Tracks in sehr ruhiges Gewässer fährt. Diese sind dann auch ein bißchen der Schwachpunkt. So gefällt mir "Into The Past" mal gar nicht. Hier wird harter Gesang in der Strophe mit einem klebrigen Refrain kombiniert. Passt für mich nicht zusammen. Bei "Fate" wird es dann leicht AOR-lastig und "Worlds Collide" und "M:O:T:M" sind zum Abschluß arg ruhig geraten. Der Sänger experimentiert sehr viel, z. B. beim besagten "M:O:T:M" mit verzerrten Sprechgesang. Muss man nicht haben, da er eigentlich eine sehr gute Stimme hat, die viel öfter ohne harte Betonung oder Verfremdung eingesetzt werden sollte.

Technisch ist alles blitzsauber und sowohl die Gitarren, als auch die Rhythmusfraktion können schon richtig was. So gibt es schöne Harmonien beim bereits o. g. "Time Goes By" zu hören oder richtiges fettes Stakkatoriffing bei "Modern World Maniacs" bzw. etwas rockiger klingend bei "Brainwash". Der Schlagzeuger kann sowohl bolzen, als auch sehr filigran sein Schlagzeug streicheln. Auf jeden Fall hat er einen guten Punch. Der Bass ist zwar vorhanden, ist aber nicht mega präsent. Der Sound der Platte ist klar und differenziert.

Fazit:
Alles in allem nicht schlecht, da gibt es wesentlich Schlimmeres zum Anhören. Für meinen Geschmack werden die Stärken der Band aber nicht richtig herausgearbeitet. Da geht noch mehr, gerade bei dem variablen Sänger. Auch das Songwriting könnte eine Ecke zwingender werden.

Punkte: 6,5/10

Anspieltipp: Time Goes By

Tracklist:

01. Madnecessity
02. Behind Closed Doors
03. Time Goes By
04. Dream Shot
05. Foolish Man’s Invasion
06. Into The Past
07. Brainwash
08. Fate
09. Modern World Maniacs
10. Worlds Collide
11. M:O:T:M

Lineup:

Sebastian Werner - Vocals
Lars Döring - Guitars
Michael Schiel - Guitars
Manuel Roth - Bass

https://www.facebook.com/SquealerOfficial
http://www.squealer.de

Autor: Possessed

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 15 Feb, 2018 08:44

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Band: Desolation Angels (GB)
Genre: NWOBHM
Label: Dissonance Productions
Album Titel: King
Spielzeit: 45:59
VÖ: 23.02.2018

Tja, auch einem alten Hasen wie mir gehen manche uralte Bands völlig unterm Radar durch und verloren. So ist mir diese NWOBHM Legende komplett unbekannt gewesen, bis mir nun die neue Scheibe zur Begutachtung vorlag.
1981 gegründet und nun mit frischen Mitgliedern im Rhythmus und Gesangsbereich ausgestattet, veröffentlicht man dieser Tage mit "King" allerdings auch erst Album Nr. 3. Was nicht zuletzt auf die lange Pause zwischen 1990 und 2008 zurückzuführen ist.

Der Opener "Doomsday" knarzt dir um die Ohren und erinnert vom Riff her spontan erstmal an leicht gedrosselte Motörhead mit sehr klarem Gesang.
Die Stimme von Frontmann Paul Taylor passt gut zum klassischen Old School Flair, der hier versprüht wird, und liegt vom Sound her im klar gesungenen mittelhohen Bereich.

Direkt im zweiten Stück, dem rockigen "Another Turn of the Screw", klingt er dann sogar ein klein wenig wie ein junger Biff Byford, was natürlich hervorragend zur stilistischen Ausrichtung der Band passt. Dies verwundert aber nicht, wenn man mal den Hintergrund des Frontmannes durchleuchtet, denn auch er ist schon seit den 80ern aktiv und war zuvor bei Bands wie Elixir, Midnight Messiah und Midas, die sich im selben Genre bewegen, tätig.

Auf instrumentaler Seite kann man auch nicht allzu viel meckern. Es gibt viele klassische Riffs, ordentliche Soli und auch der Sound klingt gut und angenehm retro, ohne dabei an Dampf einzubüßen. Allerdings mag das Ganze dem einen oder anderen zu sehr nach "alte Männer Metal" stinken, denn insgesamt ist das Material schon ein wenig angestaubt, so vom Flair her.

Fans dieser alten Ära hingegen werden gerade das bejubeln, denn der Sound ist dennoch knackig und rockt ordentlich.

Und so knattert das Werk schön vor sich her und bietet zwar gute Unterhaltung, reißt mich aber zu keiner Zeit so sehr mit, dass ich mich in Euphorie versetzt fühle. Dabei sind Stücke wie das ordentlich rockige ″Rotten To The Core" oder das epische "Find Your Life" echt nett geraten und jedem Genre-Fan ans Herz zu legen.

Fazit:
Legendenstatus hin oder her, am Ende zählt bei mir die Qualität der Musik. Diese ist hier auf technischer Ebene zwar immens hoch, doch die Songs können nicht wirklich mitreißen. Wahrscheinlich braucht das Album bei mir noch einige Durchläufe und ich will auch beileibe nicht behaupten, das Album wäre Durchschnitt, denn dafür ist das Material qualitativ zu gelungen. Dennoch gibt es keine allzu hohe Note, da bei mir einfach nicht wirklich viel hängen blieb. Trotzdem empfehle ich ein Antesten für Genre-Fans.

Punkte: 7/10

Anspieltipp: Another Turn of the Screw, Rotten To The Core, Find Your Life

Tracklist:

01. Doomsday
02. Another Turn Of The Screw
03. Devil Sent
04. Rotten To The Core
05. Your Blackened Heart
06. Find Your Life
07. Hellfire
08. Sky Of Pain
09. My Demon Inside

LineUp:

Paul Taylor - Vocals
Keith Sharp - Guitars
Robin Brancher - Guitars
Clive Pearson - Bass
Chris Takka - Drums

https://www.facebook.com/DesolationAngels
http://www.desolationangels.co.uk/

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 15 Feb, 2018 08:44

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Band: Vojd (S)
Genre: Heavy Metal
Label: High Roller Records
Album Titel: The Outer Ocean
Spielzeit: 42:25
VÖ: 23.02.2018

Wer erinnert sich nicht gerne an Black Trip aus Schweden, die mit zwei Longplayern die Metalwelt mit ihrem Old-School Metal begeisterten? Nun, diese Black Trip haben sich 2016 in das ungeschicktere Vojd umbenannt und mit dem Namen auch die Stilistik etwas verändert.

Vojd werden also das Problem haben - trotz Namenswechsel - zumindest aktuell mit den wirklich sehr guten Vorgängeralben verglichen zu werden. Und da beginnt die Geschmackssache: Der eine wird meinen, so weit weg sind die doch gar nicht vom alten Sound, andere werden überzeugt sein, etwas komplett anderes vorgesetzt zu bekommen. Und es ist tatsächlich so, dass der Sound sich stark Richtung Classic Rock verschoben hat. Bevor nun das Gestöhne losgeht, weil der Markt ziemlich übersättigt ist, vorab die Info, dass Vojd das wirklich gut umsetzen.

Die Stimme wirkt für mich wesentlich präsenter als damals. Irgendwie ist sie mehr im Vordergrund und klingt schneidender und bluesiger als früher. Hört dazu mal "Dream Machine" oder "To The Light". Dafür sind die Gitarren halt von Metal auf Rock umgestellt worden. Somit gibt es eher selten härteres Geschrubbe und Maiden-Doppelläufe, dafür sehr melodische, nicht zu harte angezerrte Riffs mit vielen kurzen Soloparts. Der Bass und das Schlagzeug sind auf jeden Fall ansprechende Rhythmustreiber. Dann kommt dabei so etwas Geiles raus wie "Secular Wire". Da erreichen Vojd für mich das Niveau von meinen Lieblingen Horisont.

Was man mögen muss, sind halt die ruhigeren Sachen wie "The Outer Ocean" oder die o. g. Bluesschlagseite. Und das ist vielleicht der größte Unterschied zu Black Trip. Es ist einiges an Energie und Frische verloren gegangen. Man rockt so vor sich hin und hat den einen oder anderen Track, der aufhorchen lässt (neben "Secular Wire" ist das "Heavy Skies"). Der Rest ist kompetent gezockt und macht Laune beim Hören. Auch der Sound ist schön transparent und klar.

Fazit:
Mit "The Outer Ocean" ist man schon gut dabei. Die Vorgänger waren aber mitreißender und hatten das gewisse Etwas. Als Benotung bleibe ich bei dem Vergleich zu Black Trip. Ohne dieses Erbe kann man gerne einen halben Punkt mehr draufrechnen. Steht man auf guten und durchaus kraftvollen Classic Rock, ist man hier auf jeden Fall richtig.

Punkte: 7,5/10

Anspieltipp: Secular Wire

Tracklist:

01. Break Out
02. Delusions In The Sky
03. Secular Wire
04. The Outer Ocean
05. Vindicated Blues
06. On An Endless Day Of Everlasting Winter
07. Heavy Skies
08. On The Run
09. Dream Machine
10. Walked Me Under
11. To The Light

Lineup:

Joseph Tholl - Vocals, Bass
Peter Stjärnvind - Guitars
Linus Björklund - Guitars
Anders Bentell - Drums

https://www.facebook.com/vojdofficial

Autor: Possessed

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Re: REVIEWS 2018 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 15 Feb, 2018 08:44

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Band: Sacred Leather (USA)
Genre: Heavy Metal / Thrash Metal
Label: Cruz Del Sur Music
Album Titel: Ultimate Force
Spielzeit: 41:29
VÖ: 23.02.2018

Die Headbanger von Sacred Leather aus den vereinigten Staaten haben es geschafft! Seit ihrer ersten Veröffentlichung, einer Single im Jahre 2014, drei Releases 2015 in Form von Live-Alben, einer weiteren Single und einer Split mit Kvlthammer sowie einer EP in 2016, lassen sie nun ihr Full-Length-Debüt auf die metallische Gemeinde los. Verheißungsvoll wird der Silberling mit dem Titel "Ultimate Force" angepriesen und verspricht feinste Kost.

Das Werk wird über das Label Cruz Del Sur Music veröffentlicht, welches bereits in der Vergangenheit einige gute Neuerscheinungen und junge Bands hervorgebracht hat. Gespannt hab ich mir das Erstlingswerk unter die Nägel gerissen. Das Titelstück eröffnet die Platte auch ohne größere Einleitung und Umschweife. Der Gitarrensound ist im klassischen, Old School-lastigen Gewand gespielt. Rhythmus-, Lead- und Solo-Fraktion wechseln sich traditionell ab oder werden parallel vermischt. Hier weht ein typisches 80er Jahre Feeling durch die Boxen, kraftvoll und eingängig.

Die cleanen, im oberen Stimmbereich angesiedelten Vocals von Dee Wrathchild sind druckvoll, mit ein wenig Hall unterlegt worden und äußerst markant. Stellenweise werden einige Worte in einer Art mehrstimmigen Chor eingestreut und nicht selten wird auch vom Frontmann mit Screams gearbeitet. Das melodische, aber doch ehrlich rockende Songwriting harmoniert perfekt im Einklang mit der Stimme und wirkt zu keinem Zeitpunkt weichgespült oder langweilig.

Einen ebenso gelungenen Beitrag zum groovigen Gesamteindruck leisten die betonende Schießbude und der Viersaiter. Viele Breaks und Tempowechsel werten die Spielweise der Formation zusätzlich auf. Ich kann zwar nicht wirklich einen Einfluss von Thrash erkennen, welcher hier in den Infos angegeben wurde, aber in Bezug auf die coole Mucke stört das auch nicht wirklich.

Mit "Dream Searcher" ist ein balladesker und gefühlvoller Longplayer komponiert worden, welcher sich perfekt ins Geschehen einfügt und in gelungener Weise einen Kontrast zu den anderen Nummern darstellt. Den würdigen Abschluss macht das über neunminütige Stück "The Lost Destructor / Priest Of The Undoe". Hier vermischen sich noch einmal der rockende und ruhige Anteil der Truppe.

Fazit:
Traditioneller Schwermetall mit einer guten, modernen Produktion, die den Geist vergangener Zeiten einfangen kann. So kann und sollte diese Art Metal im Jahre 2018 klingen. Typisches Riffing mit viel Solo-Gefrickel, abwechslungsreichen Rhythmen und einer druckvollen Stimme machen hier alles richtig und erschaffen vielseitige Musik. Nicht nur die True Metal-Fraktion und Old School-Metalheads werden dieses Werk mögen. Wer auf die Mucke von Night Demon, Stallion und Konsorten abfährt, wird auch mit den Jungs vom geheiligten Leder definitiv seine Freude haben.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Ultimate Force, Master Is Calling, Prowling Sinner

Tracklist:

01. Ultimate Force
02. Watcher
03. Power Thrust
04. Dream Searcher
05. Master Is Calling
06. Prowling Sinner
07. The Lost Destructor / Priest Of The Undoe

Lineup:

Dee Wrathchild - Vocals
JJ Highway - Guitars
Carloff Blitz - Guitars
Magnus LeGrand - Bass
Jailhouse - Drums

https://www.facebook.com/leathersacredleather

Autor: Blacky

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