REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Hier könnt ihr euch über bekannte Bands, ihre neuen Alben, ihre Fehltritte ... auslassen
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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 16 Jul, 2019 06:30

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Band: The Trigger (SRB)
Genre: Hard Rock / Heavy Metal
Label: Massacre Records
Album: The Time Of Miracles
Spielzeit: 61:05
VÖ: 26.07.2019

Die Serben The Trigger sind eine seit 2005 aktive Female-fronted Heavy Metal Band, welche allerdings ihre ersten drei Alben offiziell nur auf den heimischen Markt geworfen haben. Diese Alben haben auch alle muttersprachliche Lyrics und somit ist das neue Album "The Time Of Miracles" nicht nur das erste außerhalb Serbiens veröffentlichte, sondern auch das erste Album mit englischen Lyrics.

Musikalisch bewegt sich der 5er in einer Schnittmenge aus Hard Rock und Heavy Metal, wobei die meiste Zeit der Metal die Oberhand hat. Dabei scheut man sich allerdings auch nicht, andere Elemente beizufügen und z.B. mit elektronischen Samlples zu arbeiten. Da dies nicht übertrieben wird, läuft man allerdings nicht Gefahr, ein klangliches Durcheinander zu erzeugen.

Was direkt bei den ersten Tönen vom Opener "Pray" hörbar ist und sich auch über die ganze Platte hinzieht, ist die kernig dunkle Rhythmusfraktion und der pumpende Bass. Die Vocals von Fronterin Milena, welche sich eher in mittlerer Tonlage bewegen, passen gut dazu, auch wenn sie hin und wieder etwas "theatralisch" klingen. Die Leadgitarre steuert immer wieder mal mehr, mal weniger feine Melodien und Soli bei und sorgt somit auch für einen gewissen Grad Eingängigkeit. Für den nötigen Groove, welcher dich immer wieder zum Mitwippen animiert, sorgt in sehr solider Art und Weise Schlagwerker Petar.

Ab und an verleiht man dem Ganzen auch einen fast schon progressiven Touch, was die Eingängigkeit etwas rausnimmt und auf der anderen Seite auch für Abwechslung sorgt. Dies tut dem Album auch gut, da die Songs alle eher im gemäßigten Mid-Tempo gehalten sind und manchmal etwas Monotonie aufkommen lassen. Am besten weiß die Band zu überzeugen, wenn wie z.B. in "Don't Feed The Cannibals", "Boom" und "Reality" Gast-Vocalisten am Start sind und z.B. mit Growls und Shouts aufwarten. Diese Vocals stehen dann schön im Kontrast zur Sängerin, die im Großen und Ganzen fast immer gleich klingt.

Die Produktion ist schön fett, druckvoll und transparent ausgefallen, klingt erdig ohne zu "dreckig" zu sein und sauber, ohne steril zu wirken. Besser kann man das, glaube ich, kaum umsetzen. Lobenswert ist auch die Spielzeit von über einer Stunde. Da das Album kein Direktzünder ist, fällt es allerdings beim ersten Mal nicht so leicht, diese Stunde auch durchzuhalten.

Fazit:
"The Time Of Miracles" ist ein nicht leicht zugängliches Album zwischen Hard Rock und Heavy Metal, was hin und wieder einen progressiven und alternativen Touch bekommt und durch elektronische Samples aufgelockert wird. Leider fehlt irgendwie der letzte Kick, der zwar immer wieder aufblitzt, aber leider zu oft ausbleibt. Dass die Musiker ihr Handwerk verstehen, reicht allein halt nicht aus, um aus der Masse herauszustechen. Auch wenn sie einen gewissen Wiedererkennungswert haben, da die Songs nur selten wirklich im Hirn hängenbleiben, ist auch dieser relativ schnell wieder weg.

Punkte: 7/10

Anspieltipp: Don't Feed The Cannibals, Boom, Reality

Tracklist:

01. Pray
02. Don't Feed The Cannibals
03. Ashes And Bones
04. Kingdom Will Never Come
05. What Have We Become
06. Out Of Clay
07. Boom
08. Use Up And Dead
09. Good Dog
10. Happy New Year
11. Reality
12. Abyss

Lineup:

Milena Brankovic - Vocals
Božidar Mladenovic - Guitars, Backing Vocals
Dušan Svilokos Ðuric - Guitars
Petar Popovic - Bass
Zoran Jovic - Drums

Guest Musician:

Darko Živkovic (Downstroy) - additional Vocals on Don't Feed The Canibals
Marko Matijevic Sekul (Manntra) - additional Vocals on Boom
Vladimir Lalic (Organized Chaos) - additional Vocals on Reality
Billy Bandx (Mooncage) - Backing Voclas on What Have We Become
Emit Hot - Guitar-Solo on Reality
Marko Živanovic (Devotion Studios) - Spoken Words on Abyss

https://www.facebook.com/bandtrigger
https://bandtrigger.com

Autor: Thomas

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 16 Jul, 2019 06:30

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Band: Hatriot (USA)
Genre: Thrash Metal
Label: Massacre Records
Album: From Days Unto Darkness
Spielzeit: 52:42
VÖ: 26.07.2019

Thrash Metal von der US-amerikanischen Westküste. Ich habe richtig Bock drauf! Mit Album Nummer 3 und zahlreichen Auftritten gemeinsam mit Bands wie zum Beispiel Exodus oder Testament sind Hatriot auch absolut keine Unbekannten mehr. Mal schauen, ob die fünf Jahre lange Pause seit dem vorangegangenen Album genutzt wurde.

Bei der Produktion gibt es absolut nichts zu bemängeln. Durch die Bank klingen alle neun Songs verdammt stark und unter den Instrumenten angenehm ausgewogen. Die Drums bilden ein sattes Fundament, die Gitarren können sowohl mit hartem Riffing, als auch mit verspielteren Licks aufwarten. Dies gestaltet sich manchmal als ein Gewirr aus Noten mit irrer Geschwindigkeit, dem aber niemals die Präzision abhandenkommt. Der Bass ist eher unterstützend dabei, um dem ganzen die Extra-Portion an Wucht zu geben, die ein ordentliches Thrash-Album haben sollte. Der Gesang klingt vor allem giftig, was ausgesprochen gut passt und darüber hinaus wird auch immer wieder unter Beweis gestellt, dass auch kräftige Growls drin sind.

Alleiniger Schwachpunkt ist die mangelnde Abwechslung. Das Album geht unglaublich gut ins Ohr, bleibt aber nicht unbedingt im Kopf. Da freut man sich umso mehr über das akustische Intro sowie Outro des Songs "One Less Hell" oder das Interlude im darauffolgenden "Daze Into Darkness". Aber vielleicht muss das ja auch gar nicht der Maßstab sein. Immerhin macht das komplette Album extrem viel Spaß und richtig Lust darauf, mal wieder ordentlich den Kopf zu schütteln. Dafür sprechen die gelungenen Riffs in "Carnival Of Execution" oder "In The Mind Of The Mad" sowie die aufpeitschenden Rhythmenwechsel, die über das komplette Album verstreut wurden. Besonders gut gefällt da auch das melodiösere "Ethereal Nightmare", welches das Album abschließt. Und so steht auch die Lyric-Zeile "Fuck you, you fucking fuck" aus dem Opener stellvertretend für die Aggressivität und Kraft, die "From Days Unto Darkness" mit sich bringt.

Fazit:
Es ist ein knallhartes Brett, das uns die Kalifornier da bieten. Absolut kompromisslos und aus diesem Grund hat der einzige erwähnte Kritikpunkt auch kaum Gewicht. Sauber gespielt, sauber verarbeitet, schmutzig wird es dann beim Hören und Abgehen.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: One Less Hell, Ethereal Nightmare

Tracklist:

01. One Less Hell
02. Daze Into Darkness
03. Carnival Of Execution
04. Organic Remains
05. World, Flesh & Devil
06. Frankenstein Must Be Destroyed
07. In The Mind Of The Mad
08. Delete
09. Ethereal Nightmare

Lineup:

Cody Souza - Vocals, Bass
Kosta Varvatakis - Guitars, Backing Vocals
Kevin Paterson - Guitars, Backing Vocals
Nick Souza - Drums

https://www.facebook.com/hatriot
https://www.hatriotofficial.com

Autor: Felix

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 23 Jul, 2019 07:02

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Band: Total Hate (D)
Genre: Black Metal
Label: Eisenwald Tonschmiede
Album: Throne Behind A Black Veil
Spielzeit: 42:35
VÖ: 02.08.2019

Das vierte Album der 2000 gegründeten fränkischen Black Metaller Total Hate macht dem Bandnamen alle Ehre, denn hier herrscht, zumindest akustisch, der totale Hass.

"Throne Behind A Black Veil" ist dabei Black Metal pur, wird bestimmt von einer schlagkräftigen Drum-Abteilung und sägenden Riffs. Schwere, schnelle bis rasende Blastbeats dominieren die Songs und die rauen Riffs der Rhythmusfraktion treiben geschickt im Fahrwasser mit. Da das Ganze schön dunkel aus den Boxen drückt, gehe ich davon aus, dass auch der Bass gut integriert ist, leider macht es die Produktion schwer, wirklich zu erkennen, wieviel Anteil dieser daran hat, da er sich zu sehr mit den dunklen Drumsalven vermischt. Trotz der finsteren und hasserfüllten Grundausrichtung der Musik gibt es immer wieder fein integrierte Melodien und kurze Soli der Lead-Fraktion, was das Ganze etwas auflockert, ohne dabei aber die tiefschwarze Stimmung zu zerreißen oder gar in eine melodische Richtung abzudrifften.

Die Vocals von Adrastos kommen dunkel und Old-School Black Metal-mäßig, natürlich meist unverständlich, durch die Boxen und passen genauso wie die Musik selbst ausgezeichnet zum Bandnamen. Die Songs sind alle ähnlich gestrickt, weshalb es auch keinen einzelnen Anspieltipp gibt, lassen aber dennoch keine Eintönigkeit aufkommen. Man versteht es, durch Tempowechsel, auch wenn diese nicht gravierend ausfallen, Abwechslung ins Album zu bringen. Auch die eine oder andere Melodie sowie die Soli oder auch mal Sprachsamples sorgen für Abwechslung.

Die Produktion ist, wie alles auf diesem Album, sehr Old-School mäßig ausgefallen. Etwas fetter, als es früher der Fall war, macht sie die Musik noch eine Spur bedrohlicher, als man es aus den frühen 90ern kennt. Sie würde aber auch dort ziemlich gut hinpassen, denn sie ist sehr roh und ursprünglich ausgefallen. Den einen oder anderen wird sicher stören, dass sich die Instrumente nicht gut differenzieren lassen, aber dann wäre der Old-School-Faktor natürlich deutlich geringer.

Fazit:
Total Hate haben mit "Throne Behind A Black Veil" einen tiefschwarzen Wutbatzen am Start, welcher dich in die 90er zurückversetzt und den Spirit dieser Zeit in sich trägt. Wer glatt gebügelten Black Metal möchte, ist hier falsch, alle anderen sollten das Teil unbedingt mal antesten.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Psychopath
02. Decline Of Human Life - Part II
03. Thou Shalt Kill (Killing Spree Unleashed)
04. Raven Wings & Witchcraft Spells
05. His Throne Behind A Black Veil
06. Death Raid Apocalypse
07. Lunatic Beast
08. Venomed Seed

Lineup:

Adrastos - Vocals
Aer - Guitars
Erebos - Guitars
Lycos - Bass
Serrator - Drums

https://www.facebook.com/totalhate666
http://www.totalhate.de

Autor: Thomas

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 23 Jul, 2019 07:02

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Band: Licence (D)
Genre: Glam / Hard Rock
Label: Metalapolis Records
Album Titel: N2O2R
Spielzeit: 47:11
VÖ: 02.08.2019

Griffiger 80er Hard Rock mit Glam Schlagseite aus Schwaben? Kann das funktionieren? Das wird das zweite Album der 2014 gegründeten female Fronted Truppe namens "N2O2R" (Never too Old to Rock) zeigen.

Recht schnell werden nach dem Opener "Line Of Fire" hier drei Dinge klar:
Erstens: Der Sound, in dem die Band ihren tatsächlich stilistisch an alte Glanzzeiten erinnernden metallischen Rock gebastelt hat, muss keine anderen aktuellen Produktionen scheuen. Zweitens: Die simpel aufgebauten, aber dafür umso eingängiger umgesetzten Songs funktionieren in diesem Genre sehr gut. Und drittens: Sängerin Jacky Coke hätte ich aufgrund ihrer (wie ihr Name ja verrät) whisk(e)ygeschwängerten Stimme mit dem nötigen Sleaze auf den Stimmbändern zunächst gar nicht als Mädel erkannt. Ihre Stimme in Kombination mit wuchtigen Männerchören ist dann auch das besondere Merkmal der Truppe. Irgendwo zwischen L.A. Guns, Faster Pussycat und W.A.S.P. mit einem Hauch Doro rotzt sie sich angenehm dominant durch sämtliche Stücke.

Sucht man nun auf Teufel komm raus direkte stilistische Bandvergleiche, dann würde ich das Ganze am ehesten als Melange aus Ratt, alten Mötley Crüe und Accept in ihren rockigeren Momenten bezeichnen. Das Ganze dann gewürzt mit der erwähnten Prise Sleaze/Glam - umrühren - fertig.
Das ist nun nichts neues und schon gar nicht innovativ, macht aber Spaß zu hören.

Titel, wie der erwähnte Opener, der rockige Titeltrack oder nette, stampfende Mid-Tempo-Kracher wie "Loud 'n' Proud" und "Make Some Noise" sind allesamt sauber gespielt, verfügen über gekonnte Soli und bieten eine Menge rockigen Spaß, vor allem beim gemütlichen Cruisen auf der Autobahn, da bin ich ziemlich sicher. Allerdings ist das alles, wie erwähnt, eben nichts Neues und schon gar nichts Besonderes. Wer die zum vergleich herangezogenen Bands liebt, findet hier zwar kein überraschendes Highlight, aber dennoch guten Stoff zum Rocken. Irgendwann fühlen sich zwar alle Songs ein wenig gleich an, dies fällt allerdings nicht schlimm ins Gewicht, wenn man mit den ersten, simpler gehaltenen Nummern schon seinen Spaß hatte. Dennoch kann man den Silberling durchaus seiner Sammlung hinzufügen, denn allein die Tatsache, eine deutsche Band mit rotziger Dame am Mikro im 80er Hair Metal-Milieu vorzufinden, ist schon igendwie angenehm speziell.

Als besonderen Bonus gelingt der Truppe dann gegen Ende noch ein formidables Cover zum Pat Benatar Klassiker "Hit Me With Your Best Shot", der durch Jackys Stimme trotzdem den angenehm schmierigen Licence-Charme aufgebügelt bekommt.

Fazit:
Ich finde es löblich, wenn eine Band in heutiger Zeiten mit derart viel Spielfreude an die simplere Seite des Glam-lastigen Hard Rocks der 80er anzuknüpfen versucht und diese legendären Zeiten mit knackigen Songs würdigt. Auch wenn hier nichts als "Killer Song" hervorsticht oder den Originalitätspreis gewinnt, geht das Album gut rein, wenn man das Genre liebt. Aber ich glaube, Licence wollten auch nie den Innovations-Thron erklimmen, sondern einfach die "Scheiße" rocken - und das tun sie!

Punkte: 8/10

Anspieltipp: N.2.O.2.R., Loud 'n' Proud, Hit Me With Your Best Shot (Pat Benatar Cover)

Tracklist:

01. Line Of Fire
02. From Hell
03. Hot4Ever
04. Hell Freeze Over
05. Rise Up
06. Turn Around
07. N.2.O.2.R.
08. Loud 'n' Proud
09. Make Some Noise
10. House Of Pain
11. Never Let You Die
12. Hit Me With Your Best Shot (Pat Benatar Cover)
13. The Rich Should Pay

LineUp:

Jacky Coke - Vocals
Steam Thiess - Guitars
Pappe - Bass
Sammy Sin - Drums

https://www.facebook.com/Licence.band
https://www.licence-band.com

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 06 Aug, 2019 06:08

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Band: Fretless (S)
Genre: Hard Rock / Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
Album Titel: Damnation
Spielzeit: 53:36
VÖ: 16.08.2019

Nach dem 2011 erschienenen Debütalbum "Local Heroes" war es lange ruhig um die Schweden, die unter dem Namen Fretless seither ihren klassischen Heavy Metal verbreiten. Nun, acht Jahre später, melden sich die Jungs mit 13 brandneuen Songs und ihrer aktuellen Scheibe "Damnation" zurück.

Nachdem im Intro von einer Computerstimme die Band kurz angekündigt wird ("are you ready for some heavy metal?"), wird man mit "Burn" sofort von einer Wand an Riffs, Hammond-Klängen und einem hymnischen Refrain zurück in die 70er Jahre versetzt. Dieser Song soll jedoch nicht die Richtung angeben, in die das Album gehen soll.

Zwar stehen groovige Riffs, melodische Refrains, teilweise recht eingängige Melodien (allen voran der Refrain von "Let's Get High") sowie virtuos geschredderte Soli im Vordergrund, jedoch sind die meisten Titel eher einfach gestrickt. Am Anfang eines jeden Songs wird meist ein Riff vorgestellt, welches dann den ganzen Titel über kaum variiert und während der Strophen und teilweise sogar während des Refrains zu hören ist. Beispielsweise "Sweet Cherie" besteht sozusagen nur aus 4 Takten, die sich ständig wiederholen. Dies macht die Songs zwar unglaublich eingängig, jedoch auf Dauer auch einfach langweilig.

Was neben dem Opener "Burn" ansonsten noch heraussticht, ist zum einen der ruhigere Blues-Track "Black Moon", wo mit cleanen Gitarrenklängen und auch viel mit Dissonanzen experimentiert wird, sowie "This Is My Home", der durch ein unglaublich cooles Riff glänzt und während der Strophen klingt, als könnte er genauso von Alice Cooper geschrieben worden sein.

Dass die Herren Fretless ihr Handwerk verstehen, dürfte einem jeden schon nach den ersten Minuten des Albums klar sein, jeder Song und jedes Riff lädt zum Headbangen ein. Man spielt auf musikalisch recht hohem Niveau, jedoch fehlt der Truppe ein Alleinstellungsmerkmal, beziehungsweise der Wiedererkennungswert. Dies könnte auch der Tatsache geschuldet sein, dass bei 7 von 12 Songs Gastmusiker mit am Werk waren, sodass die Band ihren eigenen Stil gar nicht wirklich ausleben kann.

Der Sound lässt keine Wünsche offen, es ist jedes Instrument jederzeit klar zu hören, die Vocals (teilweise auch die hervorragend mehrstimmig eingesungenen Chöre wie im Refrain von "Freedom") sind deutlich zu verstehen und auch wenn mit orchestralen Klängen oder Keyboardsounds experimentiert wird, klingt es keineswegs überladen.

Fazit:
"Damnation" glänzt durch coole Riffs, hymnische Refrains und virtuose Soli, jedoch wirken die Songs in sich leider einfallslos und absolut nicht abwechslungsreich. Fretless liefern hier soliden Hard Rock / Heavy Metal-Stampf ab, aber große Überraschungen darf man auf dieser Scheibe leider nicht erwarten.

Punkte: 6/10

Anspieltipp: Burn, Black Moon, This Is My Home

Tracklist:

01. Unholy War
02. Burn
03. Let's Get High
04. Higher Ground
05. Black Widow
06. Black Moon
07. Spread Your Wings
08. Damnation
09. No More
10. Sweet Cherie
11. This Is My Home
12. Spellbound
13. Freedom

LineUp:

Patte Carlsson - Vocals, Guitars
Linus Andersson - Guitars, Backing Vocals
Lasse Strand - Bass, Backing Vocals
Ludwig Tornemalen - Drums, Backing Vocals

Guest Musician:

Dennis Forsberg - Bass (Let's Get High, Spellbound)
Mattias Bergstedt - Drums (Black Moon, Feedom, This Is My Home, Sweet Cherie)
Per-Erik Eliasson - Hammond Organ (Burn)

https://www.facebook.com/fretlessband

Autor: Sepp

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 06 Aug, 2019 06:08

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Band: Repent (D)
Genre: Thrash Metal
Label: High Roller Records
Album Titel: Condemned To Fail
Spielzeit: 40:57
VÖ: 16.08.2019

Die mittelfränkischen Thrasher von Repent, welche bereits seit 1992 durch die Gegend lärmen, präsentieren der Headbangergemeinde Mitte August 2019 ihr viertes Studioalbum "Condemned To Fail" über High Roller Records. Die fünf Recken aus dem beschaulichen Lauf an der Pegnitz sind keine völlig Unbekannten mehr und haben schon mit Szenegrößen wie Extreme Noise Terror, Disbelief oder Slough Feg die Bühnenbretter geteilt.

Mit vier kurzen Schlägen auf der Snaredrum startet die Scheibe auch gleich ohne viel Schnickschnack durch. Es gibt stakkatoartige, schreddernde Gitarrenriffs mit einem knackig-hämmerden Schlagzeug auf die Lauscher. Vereinzelt gibt es auch immer wieder eingestreute Soli zu vernehmen, welche die Titel bereichern und auflockern.

Sänger Eumel brüllt mit seinem angerauten Stimmorgan alles nieder, als gäbe es keinen Morgen mehr. Der Schreihals war ja unter anderem auch schon bei den fränkischen Gruppen Final Breath, Soul Demise und The Crestfallen aktiv. Bei den Refrains wird die Betonungen einzelner Stellen mehrstimmig ins Mikro gesungen. Die gesamte Produktion drückt ordentlich ins Gesicht und ist klar und differenziert abgemischt worden.

Fazit:
Repent knüppeln erneut sehr soliden, schnörkellosen Thrash Metal im Stile der zweiten Welle durch den metallischen Äther. Kompromisslos und ohne Rücksicht auf aktuelle Trends und Modeerscheinungen drückt der vierte Silberling mit einer gewissen "Old-School-As Fuck-Attitüde" ins Gesicht. Damit ist "Condemned To Fail" aus musikalischer Sicht definitiv alles andere als zum Scheitern verurteilt!

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Pride Of Creation, Hypocrite's Tears, Wimpreaper

Tracklist:

01. Pride Of Creation
02. Progress Paradox
03. Theo-crazy
04. Hypocrite's Tears
05. Empires Of Evil
06. Mutilation Ritual
07. Scientific Ideals
08. Wimpreaper
09. The Worst Is Yet To Come

Lineup:

Jürgen "Eumel" Aumann - Vocals
Martin "Heusi" Heusinger - Guitars
Philip Rath - Guitars
Alex Raab - Bass
Andy Brandscher - Drums

https://www.facebook.com/Repentthrash
http://www.repent.de

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 06 Aug, 2019 06:08

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Band: Picture (NL)
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
Album Titel: Wings
Spielzeit: 40:23
VÖ: 16.08.2019

Die holländischen Urgesteine von Picture veröffentlichen ihr zehntes Studioalbum "Wings". Der neue Silberling wird über Pure Steel Records Mitte August 2019 erscheinen. Seit der Bandgründung 1979 rocken die Niederländer mit ihrer Mucke die Bühnen der Welt und stehen hierbei für ehrlichen Hard 'n' Heavy.

Klassisch angezerrte Gitarren im rockigen 80er Soundgewand sind neben der markant-angerauten Stimme von Ronald das beständige Markenzeichen von Picture. Die Klampfenfraktion versteht es gekonnt, ihre zweistimme Arrangements und Soli im perfekten Timing zu positionieren. Die Schießbude und der Viersaiter zementieren meisterhaft, aus musikalischer Sicht, das Fundament für jeden einzelnen Titel des neuen Silberlings.

Die größte Spannung wird kontinuierlich in Form von Tempo- und Riffwechseln erzeugt. Hier sei als Beispiel "Little Annie" genannt. Das Stück wird schön balladesk eingeleitet, um kurz darauf mit stampfigen Akkorden und Rhythmen ins Gesicht zu drücken. Dieser spannende Übergang verschafft einen positiven Überraschungsmoment. Solche Stellen finden sich immer wieder auf der Platte. Parallelen zu bekannten Szenegrößen lassen sich an zwei Liedern einfach nicht leugnen. Beim Titeltrack fühle ich mich durch den eingestreuten Orgelsound schon sehr deutlich an Deep Purple oder Uriah Heep erinnert. Bei "Still Standing" lässt wiederum ganz eindeutig die Nähe zu Saxon grüssen. Ich finde dies aber nicht störend oder negativ, sondern als Verneigung vor der alten Garde.

Fazit:
Das neue Album von Picture ist weit mehr als nur rein durchschnittlicher oder abgekupferter Hard 'n' Heavy. Es gibt viele kleine Feinheiten zu hören, welche sich im Laufe der Zeit entfalten. Damit ist "Wings" von der Zusammenstellung der Titel und deren markante Strukturen in der Gesamtheit ein fettes und abwechslungsreiches Brett geworden. Picture erheben hier abermals ihre Rock 'N' Roll Schwingen und punkten durch die ehrliche und kernige Mucke!

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Is It Real, Still Standing, Empty Room

Tracklist:

01. Line Of Life
02. Wings
03. Little Annie
04. Is It Real
05. Blown Away
06. No Place To Hide
07. Empty Room
08. Never Enough
09. Still Standing
10. Stroke

Lineup:

Ronald van Prooijen - Vocals
Jan Bechtum - Guitars
Appie de Gelder - Guitars
Rinus Vreugdenhill - Bass
Laurens "Bakkie" Bakker - Drums

https://www.facebook.com/PictureTheOnlyPage
https://www.pictureband.nl

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 06 Aug, 2019 06:09

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Band: Deadspace (AUS)
Genre: Black Metal
Label: Self-Release
Album: The Grand Disillusionment
Spielzeit: 47:53
VÖ: 15.08.2019

Der gemeine Schwarzmetaller lebt gemeinhin in Rudeln von drei bis fünf Mitgliedern und ist oft in den nordischen Wäldern beheimatet. In der Balzzeit trägt er ein kontrastreiches Corpsepaint zur Schau. Ist es artgerecht, ein solches Wesen im heißen "Down-Under" zu halten und kann dabei tauglicher Black Metal entstehen? Es folgt eine Einzelfallstudie anhand des kommenden Albums "The Grand Disillusionment" der Band Deadspace.

Hinter dem bereits vierten Album der Australier steht kein Label. Und obwohl es ein gängiges Klischee ist, dass Black Metal billig produziert klingen muss, wenn er richtig "true" sein will, haben Deadspace es doch geschafft, eine angenehme Balance zu halten. Sie klingen keineswegs stumpf oder flach und haben sich doch eine gewisse Authentizität erhalten. Sowas entsteht, wenn man sich eigenständig an ein Projekt heranwagt und Ahnung von dem hat, was man tut. Die kleineren Unausgewogenheiten hier mal beiseitegelassen.

Musikalisch klingt alles sehr versiert. Der Sänger beherrscht ein Spektrum von tiefen Growls über Screams bis hin zu horrendem Gekreische. Ebenso holen sich die Gitarristen beim Hämmern ihrer Sechzehntel-Noten bestimmt bald ein Karpaltunnelsyndrom und dennoch verlieren sie nie an Präzision. Der Bass läuft etwas unscheinbar mit den Gitarren mit, aber die Drums schaffen es dafür umso mehr, sich immer wieder in Szene zu setzen und tragen ganze Passagen durch kräftige Rhythmen mit.

Gerade die ersten Songs wie "Inhale The Slime", "As Time Moves Backwards" und "The Funeral March" empfangen den Hörer mit diabolischen Szenarien, in denen, von Synthiklängen unterstützt, Wehklagen, Peitschenknallen oder charismatische Propheten das Ambiente prägen. Mit z.B. "Masturbation Ritual" gibt es aber auch Songs, die direkt zur Sache kommen oder mit "Lungs" ein im Verhältnis fast schon poppiges Stück. Und so zeigen Deadspace hier ihre Vielfältigkeit, in die sie aber jedes Mal Aggressivität und abgrundtiefe Verzweiflung haben einbetten können. Die Keys seien an dieser Stelle auch noch erwähnt, die es zu Wege bringen, als Piano die Songs noch um einiges atmosphärischer klingen zu lassen. Beispielsweise die Notenläufe in "Inhale The Slime" tragen einen erheblichen Teil dazu bei.

Fazit:
Brutal, melancholisch, verzweifelnd, atmosphärisch und - vor allem - in sich selbst stimmig. So könnte "The Grand Disillusionment" zusammengefasst werden.
Um die eingangs erwähnte Frage zu beantworten: Es braucht die Wälder des Nordens nicht, um eine Black Metal Band gedeihen zu lassen. Deadspace bieten mit "The Grand Disillusionment" alles, was man sich nur von (Depressive) Black Metal wünschen kann. Definitiv eine Band, die von nun an auf meiner Liste steht. Aus diesem Grund darf eigentlich jeder Song als Anspieltipp gesehen werden. Ich habe aber drei besonders bemerkenswerte Stücke hervorheben wollen.

Punkte: 10/10

Anspieltipp: Inhale The Slime, As Times Moves Backwards, The Seventh Death Of A Fascist Sun

Tracklist:

01. Inhale The Slime
02. As Time Moves Backwards
03. The Funeral March
04. Horrors To Endure
05. Infliction
06. The Seventh Death Of A Fascist Sun
07. The Ashes Of The World
08. Masturbation Ritual
09. Lungs
10. Bones Beneath My Feet

Lineup:

Chris Gebauer - Vocals
Thomas Major - Guitars
Theuns Olckers - Guitars
Dan Jackson - Bass
John Pescod - Keys, Synths
Daniel Bennetts - Drums


https://www.facebook.com/deadspaceaus
https://www.deadspace.com.au

Autor: Felix

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Fr 09 Aug, 2019 22:01

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Band: Sorcery (S)
Genre: Death Metal
Label: Xtreem Music
Album Titel: Necessary Excess Of Violence
Spielzeit: 45:58
VÖ: 20.08.2019

Traditioneller, schwedischer Todesblei wird uns seit Anfang der 90iger von Sorcery beschert. Zwar waren die Jungs zwischenzeitlich mal eine Weile inaktiv, aber das hat sie dennoch nicht daran gehindert, nun im Jahre 2019 ein viertes Langeisen auf den Markt zu werfen. Der neueste Streich trägt den Titel "Necessary Excess Of Violence" und wird gegen Ende August über Xtreem Music erhältlich sein.

Tiefgestimmte Klampfen sägen herrlich schrabbelig durch die Boxen und werden von einem tighten und groovendem Schlagzeug begleitet. Herr Malmström brüllt in kehlig-heiser klingender Weise ins Mikrofon, ist aber textlich auch hierbei klar zu verstehen. Überwiegend stampfig und im Mid-Tempobereich angesiedelte Stücke erinnern an die glorreichen Tage der 90iger Schweden-Death-Ära. Das Riffing der Axtfraktion um Paul und Johan macht einfach gute Laune und geht sofort ins Ohr. In den 45 Minuten gibt es "Ärsche tretenden" und mitreißenden Todesblei, welcher Sorcery im Positiven sehr kauzig und urig erscheinen lässt.

Gerade in den gediegenen, langsameren und "wabernden" Strukturen, entfalten die Herren ihre musikalische Bissigkeit. So ist beispielsweise "Of Blood And Ash" ein echtes Brett an wuchtigen und fetten Melodieabfolgen geworden, gerade weil diese sich hier in der groovigen Art einbrennen. Aber auch wenn so richtig wildes Schlagzeuggeballer und schreddernde Akkorde durch den Raum tönen, macht das Quintett stimmungstechnisch alles richtig. Die düsteren Texte versprühen dann noch den letzten Hauch von morbider Todesromantik. Ausnahmslos jeder der zehn Tracks hat mich voll überzeugen und begeistern können. Dennoch haben sich nach mehrmaligen Durchläufen ganz klar drei Anspieltipps für mich herauskristallisiert.

Fazit:
Diese Platte hätte gefühlt auch Mitte oder Ende der Neunziger veröffentlicht werden können. Klassischer Death Metal im Geiste ihrer Landsleute Dismember, Grave und Co. ist Sorcery hier gelungen. Wer auf diesen Old School-Trip abfährt kann mit den Mannen aus Sandviken und ihrem neuesten Silberling mal so absolut gar nichts falsch machen!

Punkte: 9/10

Anspieltipp: The Stellar Circle, Of Blood And Ash, Death Is Near

Tracklist:

01. The Stellar Circle
02. Where We Were Born We Will Demise
03. The Darkest Part Of You
04. Of Blood And Ash
05. I'll Be Gone In The Dark
06. Death Is Near
07. Illuminate
08. King Of Nothing
09. Year Of The Plague
10. Language Of The Conqueror

Lineup:

Ola Malmström - Vocals
Paul Johansson - Guitars
Johan Vikholm - Guitars
John Falk - Bass
Tommy Holmer - Drums

https://www.facebook.com/sorcerydeathmetal
http://www.sorcery.se

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 12 Aug, 2019 08:19

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Band: Illdisposed (DK)
Genre: Groove / Melodic Death Metal
Label: Massacre Records
Album Titel: Reveal Your Soul For The Dead
Spielzeit: 42:48
VÖ: 23.08.2019

Bereits seit 1991 zelebrieren die Dänen von Illdisposed melodischen Todesblei der alten skandinavischen Schule. Das kommende, fünfzehnte Studioalbum "Reveal Your Soul For The Dead" erscheint Ende August 2019 über Massacre Records. Die Jungs blicken neben etlichen Veröffentlichungen auch auf unzählige Konzert- und Festivalauftritte zurück und haben sich im Laufe der Zeit ihren festen Platz in der Death Metal Szene erspielt.

Tiefer gestimmte und schreddernde Gitarrenriffs nebst schön gefidelten Soli gibt es auch auf dem neuen Silberling zu lauschen. Die groovigen Klampfen werden vom Schlagzeug gekonnt begleitet. Hämmernde Double-Bass-Attacken gibt es ebenso zu hören, wie auch getragenere Fill-Ins und Breaks. Gesanglich gibt es abermals schön kraftvolle Growls von Sänger Bo Summer, der mit aller Macht das Mikrofon malträtiert und foltert.

Die Arrangements der einzelnen Titel zeichnen sich durch passende Tempowechsel und rhythmische Variationen aus. Besonders die Schießbude mit ihren facettenreichen Taktgefügen und die Klampfe, welche mit viel Hall in den Solopassagen agiert, erzeugen immer wieder gelungene und energiegeladene Stimmungsmomente. Besonders im Mid-Tempo-Bereich entfalten Illdisposed ihre musikalische Bissigkeit. Die druckvolle und klare Produktion haben die Herren keinem geringeren als Dan Swanö zu verdanken, welcher für den Endmix verantwortlich ist. Meine persönlichen Highlights im Bezug auf die genannten Dinge habe ich mal in den Anspieltipps vermerkt.

Fazit:
Illdisposed haben hier mal wieder eine absolut bodenständige und solide groovende Melodic Death Scheiblette eingetrümmert. Wer die Dänen bereits kennt, kann und muss hier bedenkenlos zugreifen. Für alle anderen Liebhaber von Melo-Death-Klängen kann ich diese Scheibe mit gutem Gewissen empfehlen.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: For The Dead, This Is Our Calling For The End, Drink It All

Tracklist:

01. Reveal Your Soul...
02. ...For The Dead
03. With Hate
04. This Is Our Calling For The End
05. What Will I Become?
06. We Must Endure
07. To Sail You Away
08. We Are One
09. Drink It All
10. She’s Not In Our Way
11. All Is Sworn

Lineup:

Bo Summer - Vocals
Jakob "Batten" Hansen - Guitars
Onkel Kussen Jensen - Bass
Rasmus Schmidt - Drums

http://www.facebook.com/illdisposed1
http://www.illdisposed.dk

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 12 Aug, 2019 08:19

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Band: Isole (S)
Genre: Epic / Doom Metal
Label: Hammerhearts Records
Album: Dystopia
Spielzeit: 48:28
VÖ: 23.08.2019

Das letzte Isole-Album "The Calm Hunter" ist nun schon fast 5 Jahre alt. Seitdem ist die Band aber alles andere als untätig gewesen. So hat man nicht nur zahlreiche Gigs gespielt, sondern auch einen neuen Label-Deal und Album Nr. 7 eingetütet.

Der Albumtitel "Dystopia" tauchte in den nicht mal 20 Jahren dieses Jahrhundert wohl schon gefühlte 50 Mal auf. Aber sei es drum, die Scheibe heißt nun mal so und ehrlich gesagt ist mir der Titel auch völlig egal, wenn man so ein Brett geliefert bekommt.

Isole legen ohne lange Einleitung los und servieren mit "Beyond The Horizon" gleich mal eine Nummer mit kernigen, verzerrten Riffs der Rhythmusabteilung und feiner Arbeit der Leadfraktion. Die Nummer hat einen progressiven Touch und ist ziemlich variabel gestaltet. Dies macht den Einstieg in die Scheibe ziemlich leicht und sorgt dafür, dass man auch an den Boxen bleibt. Die schweren Drums und der Bass sorgen für einen ordentlichen dunklen Touch und die cleanen Vocals für den Epic-Faktor.

Im zweiten Stück "Written In The Sand" kommt man dann so richtig schwer und träge um die Ecke. Diese Nummer bedient den klassischen Doom bestens und kratzt stellenweise schon fast an der Funeral Doom Grenze. Auch hier sorgen die cleanen Vocals für eine Stimmung, wie man sie wohl nur im Doom erzeugen kann.

Das ganze Album strotzt nur so vor Energie, egal ob man schwer und schleppend daherkommt oder das Tempo angezogen wird, die Scheibe macht einfach ordentlich Druck und lässt dich immer die dunkle Seite des Dooms spüren. Dabei sorgen progressive Dissonanzen genauso wie Tempowechsel oder fein eingestreute Soli immer für Abwechslung. Selbst wenn man mal so richtig träge wird, bleibt ein gewisser Spannungsbogen erhalten. In "You Went Away" bekommt man dann fast schon einen "Wutausbruch" serviert, gibt zwischenzeitlich richtig Gas und schiebt ein paar Growls mit ein. Allerdings klingt mir das Schlagzeug beim "Gasgeben" ein wenig getriggert, was den Hörgenuss aber nicht wirklich schmälert. Der Schluss von "Forged By Fear", in dem ebenfalls Growls auftauchen, ist etwas abrupt, was dich ein wenig aus dem Konzept reißt. Mit "Galenskapen Lands" gibt es auch eine Nummer auf dem Album mit muttersprachlichen Lyrics, welche sehr interessant klingt.

Aufgenommen im Studio Apocalypse und gemastert in den Finnvox Studios, ist das Album schön fett geworden, erzeugt ordentlich Druck und lässt Instrumente und Gesang richtig gut zur Geltung kommen. Besser kann man eine Epic Doom Platte wohl kaum klingen lassen.

Fazit:
Isole melden sich mit "Dystopia" eindrucksvoll, wenn nicht stärker als je zuvor, zurück. Hier wird alles aufgeboten, was epischen Doom Metal ausmacht, was dieses Album zu einem wahren Doom Leckerbissen macht. Fans von Candlemass und Solitude Aeternus dürfen hier direkt zuschlagen und Isole Fans werden eh begeistert sein.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Beyond The Horizon
02. Written In The Sand
03. The Beholder
04. You Went Away
05. Forged By Fear
06. Galenskapen Lands
07. Nothingness

Lineup:

Crister Olsson - Vocals, Guitars
Daniel Bryntse - Guitars, Vocals
Jimmy Mattsson - Bass, Backing Vocals
Victor Parri - Drums

https://www.facebook.com/Isoleofficial
http://forevermore.se

Autor: Thomas

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 12 Aug, 2019 08:19

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Band: Eternal Storm (E)
Genre: Melodic Death Metal
Label: Transcending Obscurity Records
Album: Come The Tide
Spielzeit: 59:06
VÖ: 23.08.2019

Die Todesmetaller Eternal Storm, die sich 2009 in Madrid gegründet haben, bringen sechs Jahre nach ihrer EP "From The Ashes" das Debütalbum an den Start. Am 23.08. wird "Come The Tide" via Transcending Obscurity Records veröffentlicht. Vorab sorgt schon das starke Albumcover für einen Augenschmauß und spiegelt perfekt den vertonten Inhalt wider.

Der erste Track "Through The Wall Of Light Pt. I (The Strand)" lässt mich bereits nach kurzer Zeit die Lautstärke aufdrehen und erklärt sich geradewegs zu einem meiner Favoriten. Packende, atmosphärische Melodieläufe, gnadenlos-zackige Gitarrenparts und tiefe Growls schaffen eine kontrastreiche, intensive Klangdichte, die sich in geradezu epische Höhen aufschwingt und für wohlige Schauer sorgt. Gekonnt meistern die Spanier den Spagat zwischen feinen Nuancen Melancholie und stählerner Härte. Die Drums rumpeln druckvoll, halten sich aber bei den ruhigeren Passagen auch gerne mal zurück. Gleiches gilt für die tiefen, dezent eingesetzten Basslinien, die durch die Songs grooven und den dynamischen Sound komplettieren.

Im weiteren Albumverlauf zeigen diverse Gastmusiker in Gesang und Instrumentierung ihr Können, wie z.B. die verträumte Saxophon-Einlage von Manuel Mendoza in "Through The Wall Of Light Pt. II (Immersion)". Tempo- und Rhythmuswechsel, wie auch Wechsel von Cleangesang und Growling, schaffen Spannung und Lebendigkeit und sorgen so für eine variantenreiche Sammlung an musikalischen Kunstwerken.

Mit dem letzten Titel "Embracing Waves" verhallen nach knapp einer Stunde Spielzeit die letzten Klänge und das Meeresrauschen trägt den Hörer mit sich fort.

Fazit:
Die Spanier hauen uns ein starkes Erstlingswerk um die Ohren, das mit facettenreichen, tiefgründigen Melodien und kraftvollen Gitarrenparts direkt unter die Haut geht! Ein wundervolles Stück Tonkunst, das sich einen festen Platz im Plattenregal sichern sollte.

Punkte: 9,5/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Through The Wall Of Light Pt. I (The Strand)
02. Through The Wall Of Light Pt. II (Immersion)
03. Detachment
04. The Mountain
05. Of Winter And Treason
06. Drifters
07. The Scarlet Lake
08. Embracing Waves

Lineup:

Kheryon - Vocals, Bass
Daniel Maganto - Guitars
Jaime Torres - Guitars
Mateo Novati - Drums

https://www.facebook.com/eternalstormofficial

Autor: Eva

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 20 Aug, 2019 05:56

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Band: Ice Vinland (CDN)
Genre: Progressive Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
Album Titel: Asgard Steel
Spielzeit: 56:21
VÖ: 30.08.2019

Die 2011 gegründete kanadische Truppe Ice Vinland, die mir musikalisch bislang komplett entgangen ist, blickt auf drei Alben sowie zwei Demos zurück.
Das dritte Werk wurde 2018 in Eigenregie veröffentlicht und nun offiziell von Pure Steel Records den Fans zugänglich gemacht.

Nach einem etwas mehr als 2 Minuten laufenden Intro, das aus majestätischen Klängen mit folkloristischem Einschlag und epischen Chorälen besteht, brettert die Band mit "Asgard's Hymn" aus den Boxen. Recht schnell fragte ich mich hier, warum diese Band wohl "progressive" sein soll, denn der episch angehauchte Power Metal mit teils klassischen Elementen des Heavy Metals, plus kleiner Folkeinsprengsel, ist recht geradlinig und dennoch abwechslungsreich geraten, aber alles andere als verkopftes Gestolper. Die folkigen Elemente weichen nach dem Opener aber und werden durch fast thrashige Einlagen ersetzt. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil laut ihres Facebook Accounts dann auch passender als "Pure Classic Melodic Metal".

Der Sound ist ordentlich, aber auch nicht perfekt, was das Hören für mich zu einem umso stärkeren Vergnügen macht. Ich mag es, wenn man die Band noch als solche heraushört und das Werk nicht zu glattgebügelt und überproduziert wirkt. Dennoch kommt der Silberling nicht ohne seine Problemchen daher.

So klingt manches Solo manchmal etwas "unrund" und es fehlen meist mitreißende Refrains, was zulasten der Eingängigkeit geht. Das größte Problem dürfte aber die Stimme von Sänger Damian Leif Thorson sein, denn sein teils extremes Vibrato in der Stimme könnte manchem Hörer schnell auf die Nerven gehen. Am ehesten erinnert mich seine Stimme an den Shouter der italienischen CENTVRION. Daher rate ich zu einer Hörprobe und rate von einem Blindkauf ab. Mir persönlich wiederum gefällt genau dieser spezielle Charme, der seine Stimme von zahllosen anderen (besseren?) abhebt.

Höhepunkte findet das Album dann in Stücken wie "All Together" mit seinem interessanten Riff, das einen so schnell nicht loslässt, dem traditionell klingenden "Patriot's Song", dem Thrash-lastigen "Age of Steel" und dem überlangen "One Day We Shall Be Free", der sich als angenehmer Stampfer entpuppt. Doch keiner dieser Songs ist ein Killer, irgendwie fehlt mir komplett irgendetwas.

Fazit:
Ice Vinland machen viel richtig, und ebenso viel falsch. Das vollständige Fehlen passabler Refrains und eingängiger Momente macht das Gesamtwerk für mich eher sperrig. Dennoch mag ich den Sound (auch beim Gesang) und ebenso gefallen mir die epischen Elemente sehr gut. Man sollte definitiv ein Ohr riskieren und sich am besten ein eigenes Bild machen.
Mir persönlich sind die Jungs ein wenig zu schwierig.

Punkte: 7/10

Anspieltipp: All Together, One Day We Shall Be Free

Tracklist:

01. Reign Of Gods
02. Asgard's Hymn
03. All Together
04. Devilish Road
05. Patriot's Song
06. The Greek Present
07. Age Of Steel
08. Valhalla Gates
09. One Day We Shall Be Free

LineUp:

Damian Leif Thorson - Vocals
Richie Blacksmith - Guitars
Loiss Darkstorm - Guitars
Yvin Baldrick - Bass
Wolf fenrir - Keyboards
Sven Raudi - Drums

https://www.facebook.com/siteofficielicevinland

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 20 Aug, 2019 05:57

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Band: Witch Vomit (USA)
Genre: Death Metal
Label: 20 Buck Spin
Album: Buried Deep In A Bottomless Grave
Spielzeit: 27:47
VÖ: 30.08.2019

Die seit 2012 aktiven Witch Vomit kommen dieser Tage mit ihrem dritten Todesblei-Geschütz über den großen Teich geschwappt. Einen Longplayer würde ich die Scheibe ob einer Spielzeit unter 28 Minuten nicht gerade nennen, gibt es doch schon EPs, die diese Länge erreichen. Aber gut, "Buried Deep In A Bottomless Grave" wird als Full-Length ins Getümmel geworfen, also kümmern wir uns darum.

Die neue "Full-Length-EP" bietet von der ersten Sekunde an das, was man am ehesten von einer amerikanischen Death Metal Kapelle erwartet. Druckvollen, tiefgestimmte Gitarren, ein Schlagwerk auf der Überholspur, einen jederzeit präsenten Bass und tiefste Growls und Grunts.

Doch neben den erwähnten typischen Ami-Death-Elementen weben Witch Vomit auch eher europäische Death-Elemente, was sich vor allem im Melodieanteil widerspiegelt, mit ein. Ein ums andere Mal kommt schon die skandinavische Schule durch. Sehr schön wahrnehmbar im Instrumental "Squirming In Misery".

Witch Vomit spielen ihren Death Metal sehr versiert und verbinden die rohe und melodische Seite des Deaths geschickt, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu vernachlässigen. Der Haken an der Sache ist, es fehlen auf der Scheibe einfach die Überraschungsmomente. Lediglich im bereits erwähnten Instrumental gibt es am Ende ein paar Samples, die man nicht auf'm Zettel hat. Ansonsten klingen die Songs alle sehr ähnlich, was die Scheibe ein wenig langweilig macht.

Die Produktion hingegen ist ziemlich gut gelungen und lässt die Scheibe schön fett und druckvoll durch die Boxen rauschen.

Fazit:
Handwerklich gut gemachter Death Metal, der leider etwas zu eintönig und für einen Longplayer zu kurz ausgefallen ist.

Punkte: 7/10

Anspieltipp: Squirming In Misery (Instrumental)

Tracklist:

01. From Rotten Guts
02. Despoilment
03. Buried Deep In A Bottomless Grave
04. Dead Veins
05. Dripping Tombs
06. Squirming In Misery (Instrumental)
07. Fumes Of Dying Bodies

Lineup:

T.T. - Vocals, Guitars
C.L. - Guitars
J.G. - Bass
V.V. - Drums

https://www.facebook.com/WebsOfHorror

Autor: Thomas

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 20 Aug, 2019 05:57

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Band: Warcrab (GB)
Genre: Sludge / Death Metal
Label: Transcending Obscurity Records
Album Titel: Damned In Endless Night
Spielzeit: 52:06
VÖ: 30.08.2019

Wieder eine Band, die ich noch nicht kannte. Aber ich glaube, davon gibt es noch ein paar Zehntausend. Wir haben dieses Mal Warcrab am Start, die mich vor allem wegen ihres Genremixes interessieren. Was sich hinter dem Titel des dritten Albums verbirgt, was laut Infozettel das bisher beste Album der Band sein soll, werden wir herausfinden.

Mit "Perpetua" wird "Damned In Endless Night" sehr ruhig und melodisch, fast schon ein bisschen traurig, eingeleitet. Der nachfolgende Track "Halo Of FLies" beginnt ebenfalls sehr ruhig und mit langsamem Tempo. Mit Death Metal-typischen Growls versehen, gestaltet sich die zweite Hälfte des Songs wesentlich schneller, was vor allem durch die schnelleren Drums und durchgängigeres Gitarrenspiel erreicht wird. Ein guter erster Song, um in das eigentliche Album einzutauchen.

Die einzelnen Stücke haben alle etwas Einzigartiges, was sie von ihren Brüdern und Schwestern auf dem Album unterscheidet. So muss ich bei der gothic-mäßig gehaltenen Gitarrenarbeit in "Abyssal Mausoleum" an Paradise Lost denken, während der Sludge im folgenden "Magnetic Fields Collapse" sehr schön durchkommt und dem Titel einen angenehmen Groove gibt. Generell sind die Lieder alle recht gediegen, was das Tempo betrifft (mit ganz wenigen halben Ausnahmen) und folgen so einem roten Faden, der sich durch das Gesamtwerk zieht. Auch gibt es etwas puristischer gehaltene Deathnummern mit aggressiveren Vocals und brummigen Gitarren und Bässen ("Kraken Arise"). Das ganze Album geht gut ins Ohr und macht Spaß zu Hören. Hin und wieder bedient man sich auch am Doom Metal, was der Platte gut zu Gesicht steht.

Als Outro gibt es wieder ein Instrumentalstück, was "Damned In Endless Night" passend abschließt und fein mit dem Intro harmoniert. Hört man sich die Scheibe in Dauerschleife an, was man durchaus machen kann, so bilden diese beiden Stücke ein schönes Paar.

Fazit:
Es mag vielleicht nicht der aller größte Wurf der Musikgeschichte sein, aber Warcrab haben mich positiv überrascht und mit schönem Sludge Death Metal mitgenommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es das bisher beste Album der Band ist, aber ich bin ebenso überzeugt, dass die Herren ihren Zenit noch nicht erreicht haben und da noch immer was geht. So gestaltet sich dann auch die Punkteausbeute.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Unfurling Wings Of Damnation, Abyssal Mausoleum, In The Arms Of Armageddon

Tracklist:

01. Perpetua
02. Halo Of Flies
03. In Tthe Arms Of Armageddon
04. Blood Of The Blood God
05. Abyssal Mausoleum
06. Magnetic Fields Collapse
07. Kraken Arise
08. Unfurling Wings Of Damnation
09. Swords
10. Damnati

Lineup:

Martyn Grant - Vocals
Geoff Holmes - Guitars
Paul "Budgie" Garbett - Guitars
Leigh Jones - Guitars
Dave "Guppy" Simmonds - Bass
Rich Parker - Drums

https://www.facebook.com/WarCrab666

Autor: Godshand

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