REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Hier könnt ihr euch über bekannte Bands, ihre neuen Alben, ihre Fehltritte ... auslassen
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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 27 Mär, 2019 06:10

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Band: Cirith Gorgor (NL)
Genre: Black Metal
Label: Hammerheart Records
Album Titel: Souvereign
Spielzeit: 44:30
VÖ: 05.04.2019

Die Niederländer Cirith Gorgor präsentieren uns Anfang April ihre siebte Full-Length mit dem Titel "Souvereign".

Nach einem uninteressanten Intro, welches man auch locker hätte weglassen können, geht das Album mit dem ersten richtigen Track los. "Hellbound" haut auch gleich alles raus, was die Band so zu bieten hat und bleibt nicht der einzige Song, auf den diese Beschreibung zutrifft, denn bis auf "Legio Luporum", der etwas aus der Reihe fällt, rauschen alle Titel auf der Scheibe mit Höchstgeschwindigkeit vorbei. Leider rauschen sie auch an mir vorbei, ohne Eindruck hinterlassen zu können.

Der eben angesprochene Titel "Legio Luporum" legt schleppend los, während der Songtitel öfter als nötig wiederholt wird. Erst nach zwei Dritteln kommt etwas Fahrt auf, aber das rettet den Song auch nicht mehr. Interessanterweise klingt dieses Lied sehr nach einer Mischung der Landsmänner Legion of the Damned mit den Kanadiern Ex Deo, die aber beide dem Death Metal zugeschrieben werden. Zwar gibt es auch in diesem Song Blastbeats und Black Metal Geschrei, aber es wirkt eher uninspiriert als innovativ.

Was die anderen Lieder angeht, so klingt eines wie das nächste. Der Gesang wird schreiend mit ein wenig Hall unterlegt vorgetragen, bleibt aber variationslos, was leider auch die restliche Musikerschaft betrifft. Ich möchte auf der anderen Seite aber klarstellen, sowohl die Produktion, als auch die Musiker selber arbeiten auf einem hohen Niveau, doch der Funke will einfach nicht überspringen. Die meisten Lieder wirken zerfahren. Mehr kann und muss ich zu der Platte dann auch schon nicht mehr sagen.

Fazit:
Ich hatte vorher noch keine Berührungspunkte mit dieser Band und ich fürchte, viele wird es auch in Zukunft nicht geben, denn dafür ist das, was man auf diesen Tonträger gepresst hat, zu gewöhnlich und zu plakativ auf "Böse" und "Hass/Wut" gekrempelt.

Punkte: 5/10

Anspieltipps: Dominion

Tracklist:

01. Funeral March For Modern Man
02. Hellbound
03. Sovereign
04. Luciferian Deathsquad
05. Deathcult
06. Legio Luporum
07. Dominion
08. Manifestation Of Evil
09. Blood And Iron

Lineup:

Satanael - Vocals
Marchosias - Guitars
Valefor - Guitars
Waldtyr - Bass
Levithmong - Drums, Vocals

https://www.facebook.com/cirithgorgorofficial
http://www.cirithgorgor.nl

Autor: Godshand

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 03 Apr, 2019 05:33

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Band: Scarcrow (D)
Genre: Hard Rock / Heavy Metal
Label: Scream
Album Titel: Beyond The Black Rainbow
Spielzeit: 45:35
VÖ: 06.04.2019

Die 2015 gegründete Band aus Baden Württemberg blickt auf eine veröffentlichte EP zurück, und nun liegt mir der erste vollwertigen Silberling vor. Laut Band-info orientiert man sich an Größen wie Dio und Alice Cooper.

Nach dem kurzen Intro geht’s los mit "S.W.T.W.C." (steht für Something Wicked This Way Comes) und die Vergleiche mit den Vorbildern hinken trotz des druckvollen Sounds dann doch ein wenig. Dies soll aber nicht negativ gemeint sein, denn die Songs rocken wirklich ordentlich. Die knackigen Riffs erinnern spontan an Glanztage der NWOBHM, gepaart mit klassichen Hard Rock-Elementen, die Refrains werden mit wuchtigen Gangshout-Chören angereichert und gesanglich liegt das Ganze irgendwo zwischen Sinner und Demon, in den ruppigeren Momenten gar mit einem Hauch Lemmy.

So stampft das Album solide und eingängig aus den Boxen und verwöhnt den Hörer sowohl mit gelungenen Riffs, als auch mit melodischen Soli.
Hervor stechen hier das atmosphärische "Children of the Crow" mit Kinderchoreinsatz, die düstere Halbbalade "Mr. Lee", das im Duett mit einer mir nicht weiter bekannten Dame vorgetragene "It Can't Rain all the Time" und der treibende Rocker "Blood Brother".

Fazit:
Scarcrow machen im Grunde alles richtig. Der Mix aus druckvollem und rauhem Hard Rock und kernigem Heavy Metal ist zu keiner Zeit langweilig, sondern wuchtig und saumässig eingängig. Sowohl in den ruhigen, als auch in den härteren Momenten kann die Truppe überzeugen.
In der zweiten Hälfte fällt das Album in puncto "Mitgröhlbarkeit" und Choruseinsatz zwar ein wenig ab, das ist aber Meckern auf extrem hohem Niveau. Dafür gelingt es Scarcrow, einen irgendwie eigenen Charakter zu behalten. Da kann man wohl noch einiges erwarten in Zukunft.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: Blood Brother, Children of the Crow, Mr. Lee

Tracklist:

01. Beyond The Black Rainbow
02. S.W.T.W.C.
03. Blood Brother
04. Stagefryght
05. Children Of The Crow
06. Wolf In Sheep's Clothin'
07. Jezebel
08. Mr. Lee
09. Born Guilty
10. From The Ashes
11. It Can't Rain All The Time
12. Scars Behind The Mask

LineUp:

Damon Fry - Vocals
Matthias Schorp - Guitars, Backing Vocals
Simon Schorp - Bass, Backing Vocals
Tobias Wehrle - Drums

https://www.facebook.com/scarcrowband
https://www.scarcrow.de

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 03 Apr, 2019 05:33

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Band: Waldgeflüster (D)
Genre: Black Metal
Label: Nordvis Production
Album Titel: Mondscheinsonaten
Spielzeit: 64:18
VÖ: 12.04.2019

Gegründet 2005, haben es die Münchener Waldgeflüster seitdem bereits auf 4. Langeisen gebracht. Dass man seit 2014 ein beständiges Lineup hat, hört man dem 5. Album "Mondscheinsonaten" an. Alles klingt sehr stimmig und ausgereift.

Das Album startet mit der "Einleitung", welche den Hörer, der die Band noch nicht kennt, erahnen lässt, mit was für einer Ausrichtung er es zu tun bekommt. Sollte er dies nicht bereits beim Albumtitel vermutet haben. Das Stück kommt nur mit Akustikgitarre, Windgeräuschen und "Ahh-Gesang" daher und leitet den zweiten Titel "Der Steppenwolf" ein. Bereits hier kommen die Trademarks Waldgeflüsters zum Tragen. Nämlich das Verschmelzen von traurig-schöner Atmosphäre und kaltem, klagendem Black Metal, was im weiteren Verlauf des Albums noch spürbarer wird.

Ähnlich wie auch die Landsmänner Nocte Obducta, schaffen es Waldgeflüster eine emotionale Atmosphäre aufzubauen, mit blackmetallischer Härte und Kälte zu verbinden und damit eine Geschichte zu erzählen, welche den Hörer einfach mitnimmt und berührt. Schönes Beispiel dafür sind "Gipfelstürmer", "Rotgoldene Novemberwälder" und "Und Der Wind".

Die Stücke sind alle gekonnt arrangiert und verlieren selbst bei Längen von über 12 Minuten nichts von ihrer Kraft, dich vor den Boxen verharren zu lassen. So wird geschickt mit Tempo und Intensität variiert, um den Hörer bei der Stange zu halten.

Auf BM-Seite gibt es sägendes Riffing, aber auch feine Melodielinien, der Gesang kommt genretypisch geschrien, aber relativ verständlich rüber und Bass und Schlagzeug treiben diese Parts sehr schön an bzw. geben ihnen die nötige Tiefe. Auf der atmosphärischen Seite stehen dann Melodien, Klargesang und Sprachsamples im Vordergrund, lassen aber die schwarze Seite dennoch nicht untergehen.

Eigentlich sagt die Genrebezeichnung Black Metal zu wenig über die Musik der Band aus. Denn Waldgeflüster sind mehr als das. Ähnlich wie bei den oben erwähnten Nocte Obducta, ist die Grundfarbe zwar schwarz, aber durch den hohen Akustik- und Atmosphärenanteil sowie den Gebrauch von Sprachsamples und Klargesang zu vielschichtig, um einfach nur Black Metal zu sein.

Ein kleines "Aber" liegt mir allerdings auf der Zunge. Nämlich das, so "schön" die Nummern auch sind und ohne Frage auch geschickt ausgefeilt wurden, sie vermögen es auch dich zu fesseln, aber wirklich im Kopf hängen bleiben sie nicht lange. Auch bei der Produktion ist mir aufgefallen, dass manchmal die Lautstärke etwas schwankt. Es kam mir zwar so vor, als sei dies beabsichtigt, um eventuell eine bestimmte Emotion deutlicher zu machen, aber ich empfand dies als störend.

Fazit:
"Mondscheinsonaten" ist ein starkes Album mit ausgefeilten Songs, die es vermögen, den Hörer zu fesseln und die trotz ihrer Längen nie langweilig werden. Am Ende also ein kurzweiliges Hörvergnügen bei einer sehr lobenswerten Spieldauer von über einer Stunde.
Fans, die Nocte Obducta und ähnliche Bands auf ihren Zetteln haben, sollten Waldgeflüster dazuschreiben.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Gipfelstürmer, Rotgoldene Novemberwälder, Und Der Wind

Tracklist:

01. Einleitung
02. Der Steppenwolf
03. Gipfelstürmer
04. Rotgoldene Novemberwälder
05. Und Der Wind
06. Von Winterwäldern Und Mondscheinsonaten
07. Staub In Der Lunge
08. Der Steppenwolf (Akustik Version) (Bonus)

LineUp:

Winterherz - Vocals,
Domi - Guitars
Markus - Guitars
Avagr - Bass
Tom - Drums

https://www.facebook.com/BlackMetalWaldgefluester
http://www.waldgefluester.com

Autor: Thomas

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Fr 12 Apr, 2019 05:34

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Band: Gods Forsaken (S)
Genre: Death Metal
Label: Soulseller Records
Album Titel: Smells Of Death
Spielzeit: 40:38
VÖ: 19.04.2019

Gods Forsaken melden sich zurück! Die Schweden bringen am 19. April ihr zweites Langeisen via Soulseller Records an den Start. "Smells Of Death" nennt sich das gute Stück und schon allein das ansprechende Cover-Artwork, das erneut von Patrik Tegnander stammt, weiß zu gefallen. Nachdem mich bereits das Debütalbum vollends überzeugen konnte, bin ich nun umso gespannter, was mich auf der neuen Scheibe erwartet.

Mit dem Titeltrack wird das Gaspedal sofort bis auf Anschlag durchgetreten. Die Klampfen preschen los und feuern ein Killer-Riff nach dem anderen raus, während die Schießbude im Akkord durchgeprügelt wird. Sänger Jonny Pettersson growlt gewohnt fies ins Mikro, während tief groovende Basslinien durch die Songs stampfen. In das brachiale, druckvolle Soundgewand werden immer wieder dezent-melodische Gitarrenparts eingebunden.
Treibende Rhythmen und eingesetzte Tempowechsel erzeugen eine dynamische Mischung, die einfach Spaß macht und den Tod sicherlich zum Lächeln bringt.

Mit "The Curse Of Matul" gibt es zum Schluss noch ein reines Instrumental auf die Ohren, das zur Abwechslung etwas gemächlicher ausfällt und den rasenden Puls zur Ruhe kommen lässt.

Es fällt mir sehr schwer, mich auf einzelne Anspieltipps festzulegen, da hier wirklich jeder Track für sich eine Death Metal-Granate par excellence darstellt. Dennoch habe ich mich für die unten genannten entschieden, die sich mir besonders tief ins Hirn gebrannt haben.

Fazit:
Gods Forsaken schaffen es erneut mit ihrem Old-School-lastigen Todesblei Ärsche zu treten und alles dem Erdboden gleich zu machen. Auch der zweite Silberling bietet eine gnadenlose Mischung aus tief-sägenden Gitarrenriffs, berserkerartigen Schlagzeuggeknüppel und garstigem Growling. Irrsinniges Headbangen ist hier definitiv vorprogrammiert!

Punkte: 9/10

Anspieltipp: From The Inside They Came, The Process Of Death, The Dead Laughed

Tracklist:

01. Smells Of Death
02. They Crawl
03. From The Inside They Came
04. In The Pit We Shall Gather
05. The Process Of Death
06. Dead And Buried
07. The Dead Laughed
08. Birth Of Insanity
09. The Curse Of Matul

LineUp:

Jonny Pettersson - Vocals
Alwin Zuur - Guitars
Gustav Myrin - Guitars
Anders Biazzi - Bass, Guitars
Brynjar Helgetun - Drums

https://www.facebook.com/godsforsakenSWE

Autor: Eva

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Fr 12 Apr, 2019 05:34

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Band: Thorondir (D)
Genre: Pagan Metal
Label: Trollzorn Records
Album Titel: Des Wandrers Mär
Spielzeit: 58:36
VÖ: 19.04.2019

Zwei Jahre nach Gründung haben die Bayern Thorondir 2009 bereits ihr Debüt "Düsterwald" unters Volk gebracht und weitere zwei Jahre später folge Album Nummer 2 "Aus Jenen Tagen". Für das dritte Album hat man sich dann aber deutlich mehr Zeit gelassen und so dauerte es fast 8 Jahre, bis "Des Wandrers Mär" das Licht der Welt erblickt.

Der abwechslungsreiche Pagan Metal, der uns auf der Scheibe geboten wird, verbindet geschickt verschiedene Genres des Metals. So gibt es neben den für Pagan typischen, epischen Melodien auch folkmäßige Rhythmen, tiefe Death Metal Growls und neben den kehlig-krächzenden Black Metal Vocals auch cleanen Gesang. Nicht zuletzt die Chor-artigen Female Vocals in Prolog und Epilog betonen den epischen Touch des ganzen Albums. Um mal bei den Vocals zu bleiben. Diese sind geschickt platziert und setzen in den Songs immer genau die richtigen Akzente, um die entsprechende Stimmung nochmal extra hervorzuheben.

Aber die Band versteht es nicht nur, mit den Vocals zu "spielen", um das Ganze abwechslungsreich zu gestalten. So gibt es immer wieder Tempowechsel, mit denen man es gut versteht, eine gewisse Emotionalität in die Nummern zu integrieren und immer wieder neue Spannung aufzubauen. Auf der einen Seite kommt eine große Aggressivität zum Vorschein, welche aber auch immer wieder von einer epischen Seite und fast schon "fröhlichen" Melodien unterbrochen wird, die dann schon fast sanft erscheint. Die "Ahhaahh" und "Ohhohh" Gesänge dürften da natürlich auch nicht fehlen.

Geprägt wird die Musik auf "Des Wandrers Mär" vor allem durch das Zusammenspiel von kernigen, knackigen Riffs und feinen Leads, die neben den Keys für einen großen Melodieanteil sorgen. Vor allem, dass die Keys so integriert sind, dass sie nie die Oberhand gewinnen, sondern einfach songdienlich sind, ist positiv aufgefallen. Auch der Bass ist sehr gut integriert und die Drums treiben die Nummern immer schön an oder verleihen ihnen einen gewissen Grad an Groove.

Hier einen der 10 vollwertigen Stücke hervorzuheben macht keinen Sinn, denn alle sind auf gleichem Niveau und jeder Hörer wird seinen eigenen Favoriten finde, was allerdings schwer sein wird.

Mir persönlich ist die Produktion eine Spur zu dunkel ausgefallen. Wenn ich in meiner Anlage den Subwoofer nicht ausschalte, ist das schon etwas zu fett, was ich da höre. Ansonsten gibt es da nichts auszusetzen. Die Platte hat natürlich aus besagtem Grund ordentlich Druck und auch die Feinheiten in der Musik lassen sich sehr schön ausmachen.

Fazit:
Das dritte Thorondir-Album ist ein ganz starkes Pagan-Album, welches mit epischen Melodien und abwechslungsreichen Arrangements zu begeistern weiß. Das Integrieren von Elementen verschiedener Genre macht ihre Musik zusätzlich interessant. Pagan Fans werden begeistert sein.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Prolog
02. Rache Durch Das Schwert
03. Fenriswolf
04. Dunkle Zeichen
05. Thoron
06. Tiefe Narben
07. Den Göttern Zu Ehr (Zwischenspiel)
08. In Der Weite Ein Licht
09. Das Totenheer Von Barathir
10. Durch Des Adlers Augen
11. Schwarze Flut
12. Berserkerwut
13. Epilog

LineUp:

Kevin Wienerl - Vocals, Growls
Michael Ney - Guitars, clean Vocals
Dominik Hauptmann - Guitars, clean Vocals
Florian Striegl - Bass
Fabian Wienerl - Keys
Alexander Göhl - Drums

https://www.facebook.com/THORONDIRofficial

Autor: Thomas

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 15 Apr, 2019 05:28

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Band: Whiskey Ritual (I)
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Folter Records
Album Titel: Black Metal Ultras
Spielzeit: 34:07
VÖ: 26.04.2019

Die aus Italien stammenden Whiskey Ritual veröffentlichen Ende April 2019 ihr viertes Studioalbum "Black Metal Ultras". Bereits die Vorgänger haben mich schon überzeugt. Daher war ich gespannt und voller Erwartungen, ob dies erneut der Fall sein wird.

Auch auf der neuesten Platte gibt es wieder herrlich schrabbelige Klampfen, die roh und ungeschliffen im Soundgewand erschallen. Die Keif-Stimme von Schreihals Dorian klingt herrlich kratzig und verraucht. Das Schlagzeug rumpelt meist heftig drauf los, kann aber auch durchaus mal einen Gang zurückschalten, wenn es das Geschehen erfordert. Stilistisch erinnert das Songwriting ein wenig an die Speed-Black Granaten von der neueren Darkthrone-Ära. Dennoch bleibt ein Hauch an morbider Finsternis an den Arrangements haften.

Häufig schon leicht punkig wirken etliche der Titel ebenfalls, was ich aber als willkommene Abwechslung empfinde. Die überwiegend blackmetal-lastigen Stücke geben sich mit den etwas punkigeren Songs fast durchgehend auf der Platte die Klinke in die Hand. Diese Form der Zusammenstellung wertet das Hörerlebnis in spannender Weise auf. Den Abschluß bildet mit "Denim Demon" noch ein gut gemachtes Turbonegro Cover.

Als Hörbeispiele habe ich bewusst die überwiegend groovigen und stampfenden bis leicht punkig anmutenden Tracks angegeben, da mich diese am meisten gepackt haben. Dies soll aber die schwärzeren Kompositionen nicht herabwürdigen.

Fazit:
Bodenständigen und ehrlichen Black 'N' Roll gibt es auch auf "Black Metal Ultras" zum Lauschen. Whiskey Ritual setzen ihren Weg konstant fort und überzeugen durch Beständigkeit und eine herrliche Mischung aus Black Metal und einem großen Anteil an punkigen Rock 'N' Roll.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Knockout, 666 Problems, Die Hard

Tracklist:

01. Black Metal Ultras
02. In The Army Of Hell
03. Knockout
04. Death Comes By Limo
05. 666 Problems
06. Streets And Liers
07. Die Hard
08. Manifesto
09. Denim Demon (Turbonegro Cover)

Lineup:

Dorian Bones - Vocals
A. - Guitars
H. Desecrator - Guitars
Plague - Bass
Asher - Drums

https://www.facebook.com/whiskeyritualofficialpage

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 15 Apr, 2019 05:29

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Band: Chevalier (FIN)
Genre: Heavy / Speed Metal
Label: Gates Of Hell Records
Album Titel: Destiny Calls
Spielzeit: 45:40
VÖ: 26.04.2019

Female-Fronted Heavy/Speed Metal aus Finnland präsentieren uns Chevalier mit ihrem ersten Studioalbum "Destiny Calls". Ihr Albumeinstand erscheint Mitte April 2019 über Gates Of Hell Records. Bereits zwei EP's und eine Split wurden seit 2016 veröffentlicht. Ich verfolge die Truppe schon länger und war nun doch sehr gespannt auf das Debüt.

Bevor es richtig losgeht, wird der Silberling mit dem Instrumental "Introduction" eingeleitet. In den dann folgenden Songs ist die Stimme von Emma überwiegend klar eingesungen und mit einer hörbaren und druckvollen Akzentuierung versehen. Hier und da erschallen aus ihrem Mund aber auch mal vereinzelte Screams.

Der Gitarrensound wirkt klassisch verzerrt mit kratzigem Charakter, welcher an die Produktionen der 80er erinnert. Die Schießbude hämmert meist schön durch, kann aber auch gut das Tempo gedrosselt und groovend vorgeben. Die gesamte Produktion kommt sehr analog daher und verzichtet auf moderne, basslastig aufgeblasene Klangwände.

Alle Songs sind, bis auf "The Curse Of The Dead Star", welcher schon auf der 2018er EP "Chapitire II" enthalten war, neue Veröffentlichungen. Hier wird diese Stück allerdings um über eine Minute länger gezockt. Manche Anfänge und Passagen einzelner Stücke werden von einer tiefer gepitchten Stimme untermalt. Darüber legen die Finnen einen instrumentalen Klangteppich, sodass hier eine leicht sinistere Atmosphäre entsteht.

Auch wird die Scheibe immer wieder durch kurze Zwischenspiele ohne Gesang aufgelockert. Bei "As The Clouds Gather" fühle ich mich von der Melodiefolge her stellenweise an den Anfang von Manowars "Battle Hymn" erinnert. "Prelude To The End" wirkt schon fast schamanisch mit seinen akustischen Gitarrenarrangements. Traditionell schliesst die Platte mit einem halbminütigen Outro.

Fazit:
Chevalier haben sich mit ihrem Debüt eindeutig den "Ritterschlag" verdient. Ihr traditioneller Heavy/Speed Metal, mit einer markant femininen Stimme, kann durch seine abwechslungsreichen Arrangements überzeugen. Wer die Kombo um Frontfrau Emma noch nicht kennt, sollte unbedingt reinhören und sich die Platte zulegen.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: The Curse Of The Dead Star, Stormbringer, A Warrior's Lament

Tracklist:

01. Introduction
02. The Immurement
03. The Curse Of The Dead Star
04. Road of Light
05. ...As The Clouds Gather
06. Stormbringer
07. In The Grip Of The Night
08. Prelude To The End
09. A Warrior's Lament
10. Outro

Lineup:

Emma Grönqvist - Vocals
Tommi - Guitars
Mikko - Guitars
Sebastian Bergman - Bass
Joel - Drums

https://www.facebook.com/Chevaliermetal

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mo 15 Apr, 2019 05:29

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Band: Attika (USA)
Genre: US / Power Metal
Label: Pure Steel Records
Album Titel: When Heroes Fall
Spielzeit: 51:00
VÖ: 26.04.2019

Ein fast vergessenes Juwel der US-Metal Szene wird zu meiner Freude von Pure Steel Records neu aufgelegt. Die Rede ist von Attika aus Florida. Ihr Zweitlingswerk "When Heroes Fall" erblickt Ende April 2019 erneut das Licht der metallischen Welt über das Schwarzenberger Plattenlabel. Remastered und mit einem Bonustitel aufgewertet, ist dieses Kleinod bald endlich wieder für alle erhältlich.

Herrlich rockende Gitarrenriffs im traditionellem Soundgewand der 80er Jahre fallen besonders druckvoll aus, zumal diese abwechslungsreich mit Soli und gelungener Abwechslung dargeboten werden. Die Stimme von Sänger Robert ist leicht angerauht und kratzig. Von der Klang- und Stimmfarbe her erinnert diese häufig ein wenig an Bobby Blitz (Overkill). Auch der Mann an der Schießbude Namens Jeff leistet hier ganze Arbeit und setzt die verschiedenen Takte, Fill-Ins und Akzente gekonnt in Szene. Die Mischung von Melodie und Härte geht hier perfekt auf und wirkt zu keinem Zeitpunkt seicht oder langweilig!

Jeder der Titel besitzt seinen eigenen Charme und kann von Beginn an fesseln. Sehr positiv fällt auf, dass trotz der Neuauflage der erdige und bodenständige Sound der ursprünglichen Produktion erhalten werden konnte. Der längste und etwas ruhigere Track "Black Rose" ist stellenweise balladesk und mit sehr viel Gefühl umgesetzt. Als kleines Schmankerl gibt es "Silent Rage" in der kommenden 2019er Version noch als Bonus Liveaufnahme.

Auf "When Heroes Fall" sind ausnahmslos pure Heavy Metal Hits vertreten. Ursprünglich im Jahre 1991 veröffentlicht, als der Todesblei gerade seinen Boom erlebte, brachten Attika diesen gelungenen Streich hervor.

Fazit:
Ein wuchtiger Silberling, der in den 51 Minuten keine Schwachstelle offenbart. Sehr schade, dass nach "When Heroes Fall" kein weiteres Studioalbum mehr folgte. Attika präsentieren sich hier in Höchstform, mit einer gelungene Mischung, bestehend aus traditionellem Schwermetall sowie leichten Einflüssen aus dem Thrash und Progressive Bereich. Wer diese Platte noch nicht sein Eigen nennt, ebenso wie das Debüt "Attika", sollte das schleunigst ändern. Absoluter Heavy Metal Kult!

Punkte: 9/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Filming The Tragedy
02. Silent Rage
03. When Heroes Fall
04. Prisoners Of Habit
05. Hollow Grave
06. Deliverer
07. Seventh Sign
08. The Shame
09. Black Rose
10. Silent Rage (Live - Bonustrack)


Lineup:

Robert Van War - Vocals
Joe Longobardi - Guitars
Dan Rubel - Bass
Jeff Patelski - Drums


https://www.facebook.com/AttikaRising
http://www.attikametal.com

Autor: Blacky

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 16 Apr, 2019 06:29

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Band: The Nightmare Stage (USA)
Genre: US /Proggressive / Power Metal
Label: Pure Steel Records
Album Titel: When The Curtain Closes
Spielzeit: 56:37
VÖ: 26.04.2019

Das zweite Werk der US / Prog / Power Metaller The Nightmare Stage erklingt aus meiner heimischen Anlage, bereit für eine Review. Auf dem Infoblatt steht etwas von; "die bombastische Produktion lässt den Fan der mittleren Queensrÿche-Phase, Fates Warning (Ray Alder Ära) und frühen Dream Theater aufhorchen". Als absoluter Fan von genau diesen Bands bin und war ich umso gespannter auf diesen Output. Die Amis haben mit solch einer Aussage die Messlatte nämlich ziemlich nach oben geschraubt. Leider muss ich mich echt anstrengen, um selbst nachdem X-ten Durchlauf die oben genannten Bands auf dem Release von The Nightmare Stage zu erkennen.

Das Positive zuerst, denn das ist relativ schnell erklärt. Die Musiker beherrschen alle ihre Instrumente, denn die virtuosen Passagen sind sehr gut gespielt und arrangiert. Leider, und da fängt das Negative bereits an, ist die Produktion eher auf Demo-Niveau und hin und wieder geht das eine oder andere Instrument im Soundbrei etwas unter. Schade, denn ich denke, mit einer druckvolleren und moderneren Produktion hätten die Amerikaner den einen oder anderen Punkt mehr verdient.

Auch der Mann hinter dem Mikro macht es einem nicht gerade einfacher, sich auf diesen Output einzulassen. Dass er gefühlvoll singen kann und seine Stimmbänder im Griff hat, beweist er beim dritten Song "The Infamous". Dieser Titel ist für mich der einzige, bei der die Band ihr ganzes Können unter Beweis stellt. Und ja, so ein klein wenig hört man bei dem Song Queensrÿche heraus, aber wirklich nur ganz minimal. Die instrumentale Fraktion leistet hier ganze Arbeit und überragt den Rest nur dann, wenn es nötig ist, ansonsten hält sie sich schön im Hintergrund und lässt dem Sänger genügend Raum, um seine Stimme zu entfalten. Der Titel wird getragen von einem sehr schönen Gitarrenlick, das vom Bassisten unterstütz wird. Auch der Schlagzeuger spielt absolut songdienlich.

Leider können die restlichen Songs nicht mithalten und die eine oder andere gute Idee wird nicht weiterverfolgt. Die Musiker bzw. der Komponist hätten da eventuell die eine oder andere Passage etwas genauer unter die Lupe nehmen müssen. Insgesamt befinden sich zehn Stücke auf diesem Silberling, die aber alle nicht punkten können.

Fazit:
The Nightmare Stage haben mit dem Infoblatt zu "When The Curtain Closes" die Messlatte hier selber zu hoch gesteckt und können mit ihren Vorbildern leider nicht mithalten. Die Produktion auf Demo-Niveau gibt einem dann den Rest. Was bleibt, ist ein Album welches, in der Masse untergehen wird.

Punkte: 2/10

Anspieltipp: The Infamous

Tracklist:

01. A Demented Impresario
02. Returns Again
03. The Infamous
04. Dark Skies
05. Finding Home
06. This Is The End
07. Future I See
08. Hellbound
09. From Below
10. Curtain Closes

LineUp

Scott Oliva - Vocals
Craig Besemer - Guitars, Bass
Anthony Dazzo - Bass
Mark Muchnik - Keyboards
Rob Garcia - Drums

https://www.facebook.com/TheNightmareStage

Autor: Basser1971

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 16 Apr, 2019 06:29

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Band: Steel Night (MEX)
Genre: Heavy Metal
Label: Iron Shield Records
Album Titel: Fight Till The End
Spielzeit: 44:28
VÖ: 26.04.2019

Heavy Metal klassischer 80er Prägung aus Mexiko – kriegt man auch nicht alle Tage vorgelegt. Dem ersten vollwertigen Werk der 2017 gegründeten Truppe aus Durango gehen eine Demo und eine EP voraus. Dennoch klingt das Ganze mit dem stampfenden Mid-Tempo-Opener "We Are Metal" erstmal schon recht ordentlich. Über sieben Minuten lang zelebriert man, was der Titel bereits suggeriert: Traditionellen, hymnischen Heavy Metal mit Hang zu alten Helden wie Iron Maiden, Helloween und Accept, aber auch kultigere Truppen wie Grim Reaper, Tokyo Blade oder die unterbewerteten Ruffians.

Der Sound wummert herrlich retro, die Gitarren braten ordentlich, ohne dass man das Ganze als überproduziert bezeichnen könnte und die Lead Vocals kommen stets klar und knackig rüber, wobei Sänger Jahaziel Rangel auch hohe Kopfstimmenschreie bravourös meistert. Auch Gitarrensoli sind in ordentlichem Maße vorhanden und fügen sich immer sauber ins Gesamtbild ein.

Woran es mir aber fehlt, ist die gewisse eigene Note und vor allem die Eingängigkeit bei den Refrains, die nur bei wenigen Titeln - wie dem erwähnten Opener - oder dem schnelleren "Wings of Steel" gen Albumende sitzt. Dadurch reiht sich die Truppe erfolgreich neben ähnlichen "jungen Wilden" wie Enforcer, Steelwing oder Skull Fist ein. Wer also besagte Bands feiert, findet hier definitiv ein schickes Highlight.

Mit Nackenbrechern wie "Heavy Metal Storm", dem flott rockenden Titeltrack und der gelungenen Mid-Tempo-Hymne "You Lost My Heart" sind genug ordentliche Metalnummern dabei. Bei Letzterem kommen dann auch passende Chöre im Refrain zum Einsatz, bei denen ich mich dann frage, warum man dieses Stilmittel nicht öfter einsetzt, denn es steht der Band und ihrem Sound gut zu Gesicht.

Kurios ist der letzte Titel namens "Made of Steel" in einer Live Version, denn diese Nummer liegt nirgends in einer Studiofassung vor, wie es scheint.

Fazit:
Steel Night halten das Erbe des traditionellen 80's Metal zusammen mit ähnlichen Genrevertretern des NWOTHM (New Wave of traditional Heavy Metal) mit einem ordentlichen Output am Leben, allerdings ohne mich wirklich aus den Socken zu pusten. Da ist noch ein wenig Luft nach oben, aber für ein sauberes Debüt, das auch Spaß machen kann, reicht es allemal. Zwei oder drei mehr Killer Songs und es wäre schon viel mehr drin.

Punkte: 7/10

Anspieltipp: We Are Metal, You Lost My Heart, Wings of Steel

Tracklist:

01. We Are Metal
02. Run For Your Life
03. Spell Witch
04. Red Alert
05. Heavy Metal Storm
06. Fight Till The End
07. You Lost My Heart
08. Wings Of Steel
09. Made Of Steel (Live)

LineUp:

Jahaziel Rangel - Vocals
Raúl Domínguez - Guitars
Alberto DeMartini - Guitars
Jebuz Mota - Bass
Richard DeVoll - Drums

https://www.facebook.com/SteelNightOfficialMx

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 16 Apr, 2019 06:30

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Band: BitchHammer (D)
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
Album Titel: Offenders Of The Faith
Spielzeit: 36:35
VÖ: 26.04.2019

Tja, die guten alten 80er. Was wären wir heute ohne die guten alten 80er. Und vor allem, was wäre die Metalszene heute ohne die guten alten 80er? Was da an Bands heutzutage alles aus dem Bodensatz der Historie versucht, Dagewesenes wieder zu Gold zu machen. 70 % davon wären auch schon damals Scheiße gewesen. Aber das ist nur meine Meinung.

Dann wiederum gibt es Bands wie die Leipziger Horde von BitchHammer, die den Virus der 80er Black- und Thrash-Strömung mit Blut besudelt rausrotzen und daraus einen räudigen und dreckigen Bastard der kompromisslosesten "auf-die-Fresse"-Art kreieren. Und dieser Bastard macht auch Sinn, denn hier wird der alte Spirit ausge- und belebt.

Ok, sie gewinnen mit ihrer durchaus gelungenen Mischung aus Razor und Bathory (erstes Album) zwar keinen Innovationspreis, aber fuck off, das müssen sie auch nicht. Denn wenn eine Combo das so erfrischend und authentisch ins Plastik zimmert, dann - und ich bin Fan beider o.g. Beispiele - ist das schon mal ein großer Pluspunkt.

Den Sound groß zu erklären, wäre wie Rob Halford zu erklären, was Heavy Metal ist. Die Zielgruppe der Razor-, Bathory- oder der alten Venom-Fraktion weiß, dass hier die Klampfen shreddern, es schnell, blast-beat-mäßig, aber auch mal gemäßigt zugehen kann. Aber immer schön düster, fies und völlig auf'e Schnauze.

Fazit:
Ein brutales Brett, das räudig, kompromisslos und vor allem authentisch daherkommt. Eine Scheibe, die sich der Gehörnte zum Joggen in den Player schmeißt. Warum? Fragt ihn selbst. Und jetzt huschhusch zum Platten-Dealer Eures Vertrauens.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Funeral Sorcery
02. Satanic Violence
03. Satanica
04. Fear No Evil
05. Into The Filth
06. To Hell With The Cross
07. Pentagram Vibes
08. Bitchcraft
09. Blasphemaniac

Lineup:

Basstard Priest - Vocals, Bass
Jack Frost - Guitars
Majesty Of Hell - Drums

https://www.facebook.com/raging.hell.rivers

Autor: Steiff

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Di 16 Apr, 2019 06:30

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Band: Paragon (D)
Genre: Heavy / Speed Metal
Label: Massacre Records
Album Titel: Controlled Demolition
Spielzeit: 50:02
VÖ: 26.04.2019

Soso, laut Albumtitel läutet die seit 29 Jahren feste Hamburger Heavy Metal Konstante Paragon nun also die kontrollierte Zerstörung ein. Na hoffentlich ist es keine Selbstzerstörung...

Der Opener und Titeltrack gestaltet sich zunächst als knackiges und melodisches Instrumental-Intro. Dann ballert dem erwartungsvollen Hörer der erste Song "Reborn" um die Ohren. Ein messerscharfes Riff, ballernde Drums, die charismatische Stimme von Frontmann Andreas Babuschkin, die irgendwo zwischen cleaneren UDO und Grave Digger dümpelt, ein mächtiger, mehrstimmiger Refrain zum Faust recken und Mitbölken machen die Marschrichtung klar: just pure fucking Heavy Metal to the Core! Dazu ein gottgleiches melodisches Solo und die Nummer ist rund.

Diese Qualität zieht sich durch das gesamte Album. Ob nun Abgeh-Nummern wie das peitschende "Abattoir", Mid-Tempo-Hymnen wie "Mean Machine", die selbst Legenden wie Accept in nichts nachstehen, schwere Stampfer wie das lange "Deathlines", welches mit voranschreitender Laufzeit immer mehr zu einer Agonie aus melodischer Geschwindigkeit mutiert, oder der abschließende Brecher "...of Blood and Gore", der zum großen Finale nochmals alles zum Explodieren bringt und dennoch als formidable Hymne voll punkten kann (leider nur CD Bonus – nicht gerade schön für LP-Fetischisten).

War der Vorgänger "Hell Beyond Hell" noch insgesamt etwas schwerfälliger und düsterer, so ist das neue Material wesentlich erfrischender, eingängiger und vor allem traditioneller geraten. Die Fusion aus klassischem, traditionellem, teutonischem Heavy Metal und einer Prise Speed / Thrash passt einfach perfekt.

Fazit:
Paragon zelebrieren hier wahrhaftig eine Zerstörung, und zwar die von Bands der Szene, die lieb– und seelenlose Metalscheiben aus Kommerzgründen für die Massen rausknallen. Das neue Werk trifft den Kern der melodischen Metalszene wie eine stählerne Faust voll auf den Punkt und zeigt den "jungen Wilden", wie eine echte Granate von Album zu klingen hat. Alle Metalheads der Welt sollten sich in Verehrung vor den Meistern aus Hamburg verneigen, die uns hier ein Album schenken, das aufzeigt, wie richtiger Heavy Metal funktioniert.

Punkte: 10/10

Anspieltipp: Abattoir, Mean Machine, ...Of Blood And Gore

Tracklist:

01. Contolled Demolition
02. Reborn
03. Abattoir
04. Mean Machine
05. Deathlines
06. Musangwe (B.K.F.)
07. Timeless Souls
08. Blackbell
09. The Enemy Within
10. Black Widow
11. ...Of Blood And Gore

LineUp:

Andreas Babuschkin - Vocals
Jan Bertram - Guitars, Backing Vocals
Günny Kruse - Guitars, Backing Vocals
Jan Bünning - Bass, Backing Vocals
Sören Teckenburg - Drums, Backing Vocals

https://www.facebook.com/paragonmetal
http://www.paragon-metal.com

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 17 Apr, 2019 05:55

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Band: Metall (D)
Genre: Heavy Metal
Label: Iron Shield Records
Album Titel: Metal Fire
Spielzeit: 41:36
VÖ: 26.04.2019

Zwei Jahre ist es her, seit mir das erste Album der bereits in den Achtzigern in der Ex-DDR gegründeten Metaltruppe vorlag. Damals hatte das erste Werk bei mir mit einigen Schwächen zu kämpfen. Umso gespannter war ich nun, was auf dem Nachfolger mit dem klangvoll klischeebehafteten Titel "Metal Fire" gleich zu Hören sein wird.

Direkt der Opener "Metal Maniacs" macht dann auch alles überraschend richtig! Nach einem typischen, symphonisch angehauchten Intro steigt die Nummer mit knackiger Gitarre und wummernden Drums voll ein. Sänger Joel Stieve Dawe hat hörbar an seinen Qualitäten gefeilt und setzt seine eher auf kraftvolle Klänge, statt auf Falsett-Screams ausgelegte Stimme passend zu bratenden Riffs und ordentlich dampfendem Tempo ein. In späteren Nummern wagt er sich hier und da auch an höheres Gekreische, verfehlt aber bei weitem nicht so sehr die Töne, wie auf dem Debütwerk. Hier gibt es einen mehrstimmig geshouteten und daher eingängigen Refrain, eine Chorus-Bridge und auch ein passables Solo. Alles, was man sich von einem kernigen Opener wünschen kann. Ich bin entzückt.

Es war auch eine hörbar gute Entscheidung, einen zweiten Gitarristen der Band hinzuzufügen, während man auch den auf dem Vorgänger zu hörenden Daniel Dokic ersetzen musste.

Wer nun aber fürchtet, es hier mit einer kitschigen True Metal Scheibe zu tun zu haben, die nur eine traditionelle Nummer nach der anderen bietet, der liegt falsch. Schon Titel Zwei "What Is Real" geht als reinrassige Thrash Metal Nummer durch und sägt sich mit entsprechend harten Riffs gut durchs Trommelfell. Dies war dann auch nicht der letzte Ausflug ins thrashigere Gefilde. Das schwere "Master Key" wäre, würde am Mikro jemand durchgängig Growls zum Besten geben, eine doomige Melodeath Nummer sein. Dankenswerterweise beschränkt man sich mit dem extremen Gesang aber auf wenige ausgestossene Rülpser – anders kann ich es nicht nennen – die aber nicht weiter störend auf die Nummer wirken.

Im weiteren Verlauf kann man als kleine Höhepunkte das angenehm melodische "Stay For A Night To Pray" und die knackigen Remakes der beiden alten Bandklassiker "Metal For You" und "Easy Rider" nennen. Letzterer liegt als Bonus nochmal in einer Version mit deutschem Text vor, die dann umso mehr dem Original entspricht. Hier fällt dann auf, dass der damalige Originalsänger mit seiner viel klareren Stimme doch besser zum Gesamtbild der Band passte.

Fazit:
Mit "Metal Fire" gelang Metall ein klarer Sprung nach vorn. Die ordentliche, aber nie zu glattgebügelte Produktion kann sich absolut hören lassen. Die Fehler des Debüts wurden hörbar ausgemerzt und dank deutlicher Einflüsse aus dem Thrash Metal ist die Chose auch nicht zu klischeebelastet. Auch wenn es mich ein wenig zwickt, dass man die Scheibe mit zwei alten Neuinterpretationen, von der eine zudem doppelt enthalten ist, auf 9 Titel streckt und somit im Grunde eher eine 6 Track EP vorgelegt hat. Darüber sehe ich aber mal hinweg und freue mich lieber über die vollzogene Entwicklung.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Metal Maniacs, Stay For A Night To Pray, Metal For You

Tracklist:

01. Metal Maniacs
02. What Is Real
03. Master Key
04. Stay For A Night To Pray
05. Hold The Line
06. Beneath My Mind
07. Easy Rider
08. Metal For You
09. Easy Rider (German Version)

LineUp:

Joel Stieve Dawe - Vocals
Christian Beyer - Guitars
Ben - Guitars
Sven Rappoldt - Bass
Marco Thäle - Drums

https://www.facebook.com/metallofficial
https://www.metall-heavyband.de

Autor: Slaine

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 17 Apr, 2019 05:55

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Band: Protector (D)
Genre: Thrash / Death Metal
Label: High Roller Records
Album: Summon The Hordes
Spielzeit: 38:19
VÖ: 26.04.2019

Die 1986 in Wolfsburg gegründeten Protector, die nach längerer Pause seit 2011 in neuer Formation wieder aktiv sind, bringen ihr siebentes Langeisen an den Start. Drei Jahre sind seit dem genialen "Cursed And Coronated"-Album vergangen und erwartungsvoll lausche ich nun den neuen Klängen. "Summon The Hordes" heißt das gute Stück und wird am 26.04. via High Roller Records veröffentlicht.

Mit dem Opener "Stillwell Avenue" wird das musikalische Spektakel eingeleitet und bolzt nach einem kleinen Intro ohne Umschweife drauf los. Frontmann Martin Missy zeigt sich mit seinem unverkennbaren keifig-kehligen Gesang gewohnt bissig und die Schießbude wird mit ordentlich Wumms durchgeknüppelt. Michael Carlsson, der Mann an der Klampfe, zockt nach Protector-Weise sägende, messerscharfe Riffsalven runter und prägt so den charakteristischen Gitarrensound. Thrashige Melodieläufe werden durch die Gehörgänge geschreddert und laden zum Bangen ein. Ein treibender Rhythmus gibt die Richtung vor, während sich groovende Basslinien und starke Soli durch die Songs wüten.

Der Titeltrack "Summon The Hordes" ballert heftig aus den heimischen Boxen und hat definitiv Ohwurmcharakter. Er glänzt mit seinem simplen, aber doch eingängigen Refrain und fordert direkt zum Konzertbesuch auf.

Insgesamt zeigt sich die zweite Albumhälfte mit Thrash-Granaten wie "Meaningless Eradication", die in klassischer Protector-Manier Gas geben, deutlich stärker, während die Tracks im ersten Teil noch hier und da etwas mehr Biss vertragen hätten. Dies schwächt den Hörgenuss aber nicht im geringsten und es bleibt von Anfang bis Ende spannungsgeladen.

Fazit:
Protector hauen uns ein starkes Album um die Ohren, das nur so vor aggressiver Power strotzt und können damit ganz klar in der oberen Liga mitspielen! Rotzig-thrashiges Gerumpel und giftige Vocals wirbeln auch das letzte bisschen Staub aus den Lautsprechern. Willkommen im Thrash Metal Paradise!

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Stillwell Avenue, Three Legions, Meaningless Eradication

Tracklist:

01. Stillwell Avenue
02. Steel Caravan
03. Realm Of Crime
04. The Celtic Hammer
05. Two Ton Behemoth
06. Summon The Hordes
07. Three Legions
08. Meaningless Eradication
09. Unity, Anthems And Pandemonium
10. Glove Of Love

Lineup:

Martin Missy - Vocals
Michael Carlsson - Guitars
Mathias Johansson - Bass
Carl-Gustav Karlsson - Drums

https://www.facebook.com/Protector.666not777

Autor: Eva

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Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 17 Apr, 2019 05:56

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Band: Istapp (S)
Genre: Black Metal
Label: Trollzorn Records
Album Titel: The Insidious Star
Spielzeit: 35:30
VÖ: 26.04.2019

Nach vier Jahren des eisigen Wartens sind die Jungs von Istapp mit neuem Material zurückgekehrt. Ob sich das Warten gelohnt hat, wollen wir nun herausfinden.

Mit dem neuen Album "The Insidious Star" gehen entscheidende Neuheiten einher. Erstmals gibt es nicht nur schwedische Texte und Gesang, es wird auch auf Englisch musiziert. Wer sich die LP zulegt, kommt sogar noch in den Genuss deutscher Vocals, da es dort noch den Bonustrack "Maifrost" geben wird, den textlich und gesanglich Alboin von Eїs beigesteuert hat.

Aber das war noch nicht die einzige Neuheit bei Istapp. Isar, der 2015 noch die Lead Vocals inne hatte, wurde von Tizheruk abgelöst. Ob und inwieweit das jetzt einen Einfluss auf das Ergebnis hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich kann nur für mich sagen, dass mir diese Änderung vorher nicht aufgefallen war, also für mich auch keine negativen Auswirkungen hatte. Die generelle Ausrichtung der Band ist sowieso gleich geblieben und auch der kalte, schwarze Musikstil ist ein unverkennbares Markenzeichen der Band.

Wer mit der Band schon vertraut ist, weiß sehr genau, was ihn/sie erwartet und ist wohl auch etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite bin ich natürlich höchsterfreut, neue Songs von den Jungs vorliegen zu haben, die auch alles echte Knüller geworden sind und einfach reinhauen, auf der anderen Seite aber gibt es außer den englischen Texten kaum bis gar keine Aha-Effekte, sodass es quasi "ein weiteres Album der Band" ist. Vor dem Hintergrund, dass die letzte Scheibe ebenfalls von mir reviewed wurde und volle 10 Punkte bekam, ist mit dem jetzigen Tonträger ein Nachfolger am Start, der zwar alles richtig macht, aber die Innovationen vermissen lässt.

Bekannt und geschätzt sind daher die wesentlichen Merkmale wie Klargesang (auch mehrstimmig) neben den sonst immer giftigkeifenden Lead Vocals, z.B. im Opener "Eternal Winter" und im vorab veröffentlichten "Natten Då Gud Blundade (1888)", Blastbeats und schöne Soli in jedem Track, ausreichend viele Tempowechsel und Melodien, die alt und doch frisch klingen. Vielleicht liegt es ja am kalten Thema der Band. Nur Black Metal Kombos, die knüppeln können, gibt es eben auch zu Hauf und sich hier an die Spitze zu kämpfen, kann hart sein.

Als Anspieltipps habe ich Titel gewählt, die mir besonders gut im Gedächtnis geblieben sind, sie haben einen schönen Aufbau, mit Hall versehenen Gesang und einen eingängigen Refrain. Über die Produktion müssen wir eigentlich nicht sprechen, die ist so sauber wie frisch gefallener Schnee.

Fazit:
Die Erweiterung der Lyrics auf andere Sprachen als nur Schwedisch hat in meinen Augen sehr gut getan und sicher die Ohren so manches Fans geöffnet, die bisher einen Bogen um nicht-englischsprachige Bands gemacht haben. Qualitativ haben wir es hier mit erstklassigem Melodic Black Metal zu tun, doch die etwas einseitge Darbietung (im Zusammenhang mit dem Album von 2015) lässt eine volle Punktzahl dieses Mal leider nicht zu. Trotzdem alle Achtung für dieses geile Album.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: Snowball Earth, Natten Då Gud Blundade (1888) , The Insidious Star

Tracklist:

01. Eternal Winter
02. Dit Solen Aldrig Når
03. Natten Då Gud Blundade (1888)
04. Snowball Earth
05. Muspelheim
06. The Alliance Of Cold
07. The Insidious Star
08. Vita Döden
09. Orrekulle
10. Maifrost (feat. Alboin von Eїs)(LP Bonus)

Lineup:

Tizheruk - Vocals, Guitars
Morg - Guitars
Gangleri - Bass, Clean Vocals
Fjalar - Drums

https://www.facebook.com/IstappOfficial

Autor: Godshand

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