REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Hier könnt ihr euch über bekannte Bands, ihre neuen Alben, ihre Fehltritte ... auslassen
Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 13 Feb, 2019 05:42

Bild

Band: Wolf Counsel (CH)
Genre: Doom Metal
Label: Endless Winter
Album Titel: Destination Void
Spielzeit: 47:46
VÖ: 22.02.2019

Die Schweiz bietet weit mehr als nur Schokolade und Käse. Musikalisch stammen Wolf Counsel, welche bereits seit 2014 drei Alben veröffentlicht haben, nämlich aus Zürich. Ende Februar 2019 kommt das vierte Werk "Destination Void" in die Läden, welches über Endless Winter veröffentlicht wird.

Unheilvolle Gitarrenklänge eröffnen die Scheibe nach einem kurzen Einsprecher zu "Nazarene". Schön gemächliches Riffing, mit einem wabernden Bass und akzentuierter Begleitung durch das Schlagzeug, groovt eine kurze Zeit durch den Raum. Eine klare und trotzdem leicht "jammernd-klagende" Stimme erschallt durch die Boxen, als Ralf mit dem Gesang einsetzt. Die Stimme ist etwas mehr im Vordergrund gehalten als auf den Vorgänger-Alben. Überhaupt wirkt der Gesamtsound sehr klar und differnziert abgemischt. Die Klampfen und der Bass sind tiefer gestimmt und leicht schrabbelig insziniert, wie es in diesem Genre üblich ist.

Besonders gut gelungen sind die Mischungen aus Soli mit Rhythmus und die immer wiederkehrenden Akustikmomente in den einzelnen Songs. Und auch wenn hier der Doom ganz klar in meinen Lauschern dominiert, kommen doch auch vereinzelt Elemente aus dem Stoner- und Sludge-Bereich hinzu. Langsame und durch die Gitarrenklänge verzaubernde Passagen wechseln sich immer mit schön stampfigen und durch druckvolle Riffs gekennzeichnete Teile ab. Beim Titelstück kündigen vorab sogar düstere Orgelklänge den Song an.

Beim Gegenhören der vorherigen Alben ist mir aufgefallen, dass die alten Sachen ein wenig "zackiger" und noch etwas rockig-rauer in meinen Ohren klingen. Auf ihrem 2019er Silberling haben haben die Schweizer viel Wert auf Feinheiten und Abwechslung gelegt. Dennoch topt das neue Scheibchen für mich persönlich nicht ganz die 2016er "Ironclad" oder den 2017er Nachfolger "Age Of Madness/Reign Of Chaos". Beim nächsten Album darf auch gerne wieder etwas mehr "gerockt" werden. Meine "Destination Void"-Favoriten hab ich bei den Anspieltipps erfasst.

Fazit:
Atmosphärischer und teilweise schon episch anmutender Doom Metal verbirgt sich auf "Destination Void". Die Platte entführt den Hörer knapp 48 Minuten durch abwechslungsreiche Klangwelten. Wolf Counsel zelebrieren unheimlich viel Gefühl und Authenzität in ihren neuen Titeln. Für Neuentdecker empfehle ich auch das Album "Ironclad" von 2016. Wer auf Mucke von Count Raven oder Saint Vitus steht, wird auch an den Schweizern seine wahre Freude haben.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Mother Of All Plagues, Destination Void, Tomorrow Never Knows

Tracklist:

01. Nazarene
02. Nova
03. Mother Of All Plagues
04. Men Of Iron Men Of Smoke
05. Destination Void
06. Tomorrow Never Knows
07. Staring Into Oblivion

Lineup:

Ralf W. Garcia - Vocals, Bass
Andreas Reinhart - Guitars
Ralph Huber - Guitars
Reto Crola - Drums

https://facebook.com/thewolfcounsel
http://www.wolfcounsel.net

Autor: Blacky

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... d-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Fr 22 Feb, 2019 05:42

Bild

Band: Forged In Black (GB)
Genre: Heavy Metal
Label: Fighter Records
Album Titel: Descent of the Serpent
Spielzeit: 48:06
VÖ: 05.03.2019

Der Longplayer, der nun zum x-ten Male in meinem Player rotiert, stammt von den Engländern Forged In Black. Das neue Album der Band hört auf den Namen "Descent Of The Serpent" und kommt im März auf den Markt.

Schon nach dem ersten Durchgang fällt es mir schwer, erneut die Play-Taste zu drücken. Die Musiker haben durchaus ein paar gute musikalische Ansätze, aber den Kompositionen fehlt es am letzten Feinschliff. Es gibt Longplayer, die gefallen bereits nach dem ersten Durchgang, andere benötigen etwas länger, bis der Funke überspringt und dann gibt es die Veröffentlichungen, die zu der Kategorie 'überflüssig' bzw. 'nervig' zählen. Leider trifft genau das auf "Desent Of The Serpent" zu.

Mag der erste Song "Seek No Evil" ja noch ganz nett sein, weil er geradlinig und schön nach vorne treibt, kommt dann spätestens beim nächsten Track "On The Chamber" der bereits angesprochene Nervfaktor voll zur Geltung. Dieser Anfangslick der Gitarristen ist nicht songdienlich und auch nicht besonders klug komponiert.

Bei der Band ist es wirklich schwer herauszuhören, wo die Stärken und wo die Schwächen liegen. Sie machen nicht alles falsch, doch irgendwie wirkt es nicht wie aus einem Guss. An der Musikalität, sprich dem Können an den Instrumenten liegt es definitiv nicht, da gibt es Bands, die ihre Instrumente weitaus schlechter beherrschen. Der Drummer spielt sehr druckvoll und hat vom Standard Heavy Beat bis zum schnellen Bassdrumgewitter alles im Repertoire, was von ihm verlangt wird. Der Tieftöner unterstützt je nach Song die Gitarristen oder legt zusammen mit dem Schlagzeuger den sogenannten Klangteppich und drängt sich nie richtig auf, sondern ist immer "nur" schön hörbar.

Die beiden Herren an den Sechssaitern sind gut aufeinander eingespielt, aber hin und wieder etwas zu sehr im Vordergrund und spielen auch nicht immer passende Passagen zum Song. Und warum beim Refrain zum Opener nur ein halbes Solo gespielt wird, wissen wohl nur die beiden oder der Komponist des Songs. Für meinen Geschmack wird dadurch der Song eher zerstört und nicht aufgewertet. Die Krönung ist aber wie so oft der Sänger. Der Mann am Mikro überzeugt zu keiner Zeit und hat auch nicht die Stimme, um die Stücke noch etwas aufzuwerten. Im Gegenteil, auch er trägt seinen Teil dazu bei, dass der Hörgenuss verloren geht. In den tieferen Lagen noch ganz ok, aber in den hohen Passagen schlecht, da nicht für seine Stimme geeignet. So quält man sich durch insgesamt neun Kompositionen und auch bei jedem weiteren Durchgang wird es nicht besser.

Fazit:
Die Engländer Forget In Black liefern mit "Descent oft he Serpent" einen Longplayer, der nicht ins Schwarze trifft, sondern eher schnell wieder vergessen werden kann. Der Silberling kann zu keiner Zeit überzeugen und man will eher den Stoppknopf anstatt die Repeat-Taste drücken.

Punkte: 1/10

Anspieltipp: keinen

Tracklist:

01. Seek No Evil
02. One In The Chamber
03. Shadowcasters
04. Descent Of The Serpent
05. One Last Sign
06. Palm Of Silver
07. Aphelion Tormentor
08. Vendetta
09. When Hell Is Done

LineUp

Chris Stoz Storozynski - Vocals
Andy Songhurst - Guitars
Chris Bone - Guitars
Kieron Rochester - Bass, Vocals
Kev Rochester - Drums

https://www.facebook.com/forgedinblacks
http://www.forgedinblack.com

Autor: Basser1971

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... t-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Fr 22 Feb, 2019 05:43

Bild

Band: Bergraven (S)
Genre: Progressive / Post-Black Metal
Label: Nordvis Produktion
Album Titel: Det Framlidna Minnet
Spielzeit: 54:21
VÖ: 08.03.2019

Da hat man sich aber jede Menge Zeit gelassen. Ein Jahrzehnt ist seit der letzten Platte "Till Makabert Väsen" verstrichen. Doch Untätigkeit kann man den drei Herren von Bergraven nun wahrlich nicht vorwerfen.

Zwischen 2009 und 2019, also der Zeit zwischen den letzten beiden Bergraven-Alben, hat man in der gleichen Grundbesetzung unter dem Bandnamen Stilla den einen oder anderen Fan dazugewonnen. Lediglich am Mikro hat man Andreas Petterson den Vortritt gelassen. Dass dieser als Eigentümer von Nordvis Produktion beide Bands unter Vertrag hat, überrascht an dieser Stelle sicher niemanden. Satte 4 Alben sind in dieser Zeit entstanden, sodass da wirklich keiner auf der faulen Haut gelegen hat.

Anders als bei Stilla, wo man einen "etwas" direkteren Weg zum Black Metal ersucht, entfernt man sich unter dem Banner Bergraven total von den ausgetretenen Pfaden. Ob sich die drei Herren wirklich über die Frage Gedanken machen, wie weit man in der Metallandschaft gehen kann, ohne dabei seine Fans auf halber Strecke zu verlieren, würde ich gerne mal wissen. Aber das muss offen bleiben. Fakt ist aber, dass die einzelnen Stücke teilweise sehr experimentell und progressiv, abstrakt und auch hin und wieder sperrig sind. Zu undefiniert scheint das zu Hörende teils in seiner Struktur zu sein, schwirrt und wabert durch den Raum, wie beispielsweise das Intro "Minnesgåva". Auch der folgende Track "Allt" mutet an, den gleichen Weg zu gehen, biegt dann aber doch in hörbaren Metal ab. Endlich gibt es Gesang (Growls), punktiertes Schlagzeug, schöne Gitarren und selbstverständlich auch ein bisschen Bass. Trotzdem bleibt der Song unnahbar. Besser und spaßiger geht es mit Titel Nummer 3 zu Werke, "Den Följsamma Plågan", der neben den allgegenwärtigen Umstrukturierungen und Variationen in Tempo und Gestaltung auch Rhythmus mitbringt, was ihn deutlich zugänglicher macht.

"Det Framlidna Minnet" steigert sich im weiteren Verlauf immer mehr, sodass die späteren Songs meiner Meinung nach die wirklich besseren sind. Das liegt maßgeblich an der Rückkehr aus den ganz abgefahrenen Experimentenebenen hin zu einer progressiven Black Metal Ebene, mit der viele Hörer etwas anfangen können. An dieser Stelle möchte ich aber eines unmissverständlich klarstellen. Nur weil die Lieder teils abstruse Wege einschlagen, heißt das nicht, dass Langweile aufkommt. Das mitnichten, denn die Arrangements sind - auch wenn öfter recht simpel intoniert - sehr vielschichtig und tiefgründig. Ein Nebenbeihören dieses Albums ist nicht möglich, wenn man Feinheiten ausmachen will. Möchte der geneigte Leser doch noch irgendwie andere Bands zum akustischen Vergleich, weil eine Hörprobe gerade nicht zur Auswahl steht, so seien hier Interpreten wie die schwedischen Shining, Ihsahn, Stilla (ja, die eingangs erwähnten Stilla) sowie auch Agrypnie genannt.

Betrachtet man das Werk von Seiten der Produktion, fällt einem eigentlich nichts Negatives auf. Der Sound ist erstklassig abgemischt und auch wenn es sehr oft zu ruhigen und stillen Phasen in den Liedern kommt, schwankt die Lautstärke nicht. Es wurde also mit der Stimmung nicht maßlos übertrieben, sondern das Geschaffene wunderschön eingefasst.

Fazit:
Mit Sicherheit ein schwieriges Album, was sich nicht für den allgmeinen Metalhörer von der Stange eignet, um in vollen Zügen genossen zu werden. Für diese speziellen und experimentellen Klangwelten braucht man auch einen speziellen Geschmack. Hat man den, wird man mit einem im wahrsten Sinne des Wortes außergewöhnlichen Album belohnt.

Punkte: 8/10

Anspieltipps: Leendet Av Hans Verk, Den Dödes Stigar

Tracklist:

01. Minnesgåva
02. Allt
03. Den Följsamma Plågan
04. Minnets Melankoli
05. Leendet Av Hans Verk
06. Den Dödes Stigar
07. Till Priset Av Vårt
08. Eftermäle

Lineup:

Pär Stille - Vocals, Guitars
Andreas Johansson - Bass
Johan Marklund - Drums

https://www.facebook.com/Bergraven

Autor: Godshand

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... t-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Fr 22 Feb, 2019 22:40

Bild

Band: Wendigo (D)
Genre: Stoner Rock
Label: Self-release
Album Titel: Wasteland Stories
Spielzeit: 51:17
VÖ: 03.03.2019

Ich bin ja so ein Typ, der sich die Platten immer erst ein paar Mal anhört, bevor er sich den Beipackzettel zur Hand nimmt. Ich lass mich halt ungern beeinflussen, bevor ich mir nicht selbst ein Bild gemacht habe. So war ich schon ziemlich überrascht, als ich las, dass Wendigo aus deutschen Landen kommen. Bei dem Sludge Einschlag in bester NOLA Manier, den die Band auf diesem Album an den Tag legt, hatte ich echt den Verdacht, dass die Jungs aus den Staaten kommen.

Aber das ist halt das Gute, wenn man Scheiben von Bands, die man noch nicht kennt, auf den Tisch bekommt. Es gibt (fast) immer Überraschungen.
Gegründet 2012, gab Wendigo 2016 in Form der "Initiation" EP das erste Lebenszeichen von sich und wurde zum Geheimtipp unter Stoner Fans. Nun kommt mit "Wasteland Stories" das Langrillen-Debüt der Niedersachen in die Regale und wird zeigen, ob mehr als ein Geheimtipp daraus wird.

Zum Auftakt gibt es mit "The Man With No Home" noch einen fett groovenden Stoner Rocker, welcher mit ordentlich pumpendem Bass aufwartet.
Die Riffabteilung kommt mit kernigem Rhythmus und feinen Leads um die Ecke und die Drums treiben die Nummer schön an. Im weiteren Verlauf des Albums kommen neben den klassischen Stoner Elementen wie Doom und Rock die Blueseinflüsse immer deutlicher zum Tragen. Vor allem die Southern Rock-mäßigen Riffs und die kernig schrammelnden Soli, wie sie ZZ Top nicht hätten besser zelebrieren können, geben den Stücken immer wieder diesen NOLA Vibe.

Ein Stück wie "Back In The Woods" kombiniert die Elemente so geschickt, dass man das Gefühl bekommt, das eine funktioniert gar nicht ohne das andere. Stark! Dieses Stück nimmt dich direkt mit und lässt niemanden still sitzen, hier muss man einfach mitgehen. Ähnlich auch "The Lonesome Gold Digger Pt. II", welches aber etwas mehr mit dem Tempo spielt und nach hinten raus schwerer und doomiger wird und dann auch noch eine Überraschung von Vocal-technischer Seite parat hält. Lasst euch überraschen und entscheidet dann, ob ihr es passend findet oder nicht. Mir hat's gefallen.

Apropos Gesang. Die variablen Vocals von Jörg sind in mittlerer Tonlage gehalten, welche sich aber immer wieder an der Grenzlinie zur höheren Stimmlage bewegen und diese auch mal überschreiten. Hin und wieder kommt aber auch ein leicht rauer Touch zum Vorschein, besonders wenn er die Vocals "schmutzig" raushaut.

Das Highlight kommt dann am Ende des Albums in Form der Ballade "Mother Road". Das über 8 Minuten lange Stück ist allerdings nicht das Highlight, weil die anderen Stücke weniger stark sind. Nein, es ist einfach eine Nummer, die direkt im Hirn bleibt, sehr viel Emotionalität besitzt und einfach eine Gänsehaut erzeugt. Ein paar Nummern mehr auf dem Album, die so hängenbleiben wie diese, hätten mir sicher einen oder sogar eineinhalb Punkte mehr entlockt.

Vom Sound her gibt es nichts auszusetzen, die Scheibe wurde genau so produziert, wie man es von einem Stoneralbum erwartet. Der raue Charme des Ganzen kommt sehr gut zum Tragen und vor allem unterm Kopfhörer kann man gut die Feinheiten ausmachen.

Fazit:
Ganz starkes Debüt der Niedersachsen. Handwerklich spielt die Band ganz oben mit, hat Eigenständigkeit ohne ihre Einflüsse zu verleugnen und ohne Frage Wiedererkennungswert. Beim Nächsten Werk ein paar mehr "Ohrwürmer" und das Meisterwerk wäre perfekt. Auf jeden Fall sollte bei "Wasteland Stories" jedem Stoner- und Sludge-Freund das Herz aufgehen. Die oben aufkommende Frage, ob denn mehr als ein Geheimtipp daraus wird, würde ich definitiv mit "muss eigentlich" beantworten.

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Back In The Woods, The Lonesome Gold Digger Pt. II, Mother Road

Tracklist:

01. The Man With No Home
02. Desert Rider
03. Back In The Woods
04. Dagon
05. The Lonesome Gold Digger Pt. I
06. The Lonesome Gold Digger Pt. II
07. Iron Brew
08. Staff Of Agony
09. Mother Road

Lineup:

Jörg Theilen - Vocals
Eric Post - Guitars
Jan Ole Möller - Guitars, Vocals
Lennard Viertel - Bass, Vocals
Steffen Freesemann - Drums

https://www.facebook.com/wendigoband

Autor: Thomas

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... s-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 07 Mär, 2019 05:21

Bild

Band: Noisem (USA)
Genre: Death / Thrash Metal
Label: 20 Buck Spin
Album Titel: Cease To Exist
Spielzeit: 21:36
VÖ: 15.03.2019

Auf nicht mal 22 Minuten bringt es das 3. Album der aus Baltimore stammenden Noisem. "Cease To Exist" würde ich daher eher als EP denn als Album bezeichnen. Aber sei es drum, mit ihrem thrashigen Death Metal machen sie im Prinzip zwar nichts falsch, vermögen es aber auch nicht gerade, vor Innovationen zu strotzen.

Von technischer Seite kann man nichts groß aussetzen. Von den ersten Sekunden an feuern dir thrashig gespielte deathmetalige Riffsalven um die Ohren und die Schießbude feuert aus allen Rohren. Auch der Bass ist sehr schön integriert und pumpt sich ordentlich durch die Nummern. Man variiert auch im Tempo und kommt mit feinen Soli um die Ecke. Richtig Fahrt nimmt man aber selten raus. Nur zum Ende von "So Below" und zu Beginn vom Rausschmeißer "Ode To Absolution" wird man richtig träge. Beide Nummern gehen allerdings ineinander über und somit ist das Ende der einen der Anfang der anderen Nummer. Bei Letzterer, die sich dann ab der Mitte nochmal aufbäumt, hat man auch bis auf ein bisschen "yeah…." kaum Vocals. Diese sind ansonsten Death typisch als Growls gehalten und werden auch sehr passend eingebunden.

Am interessantesten sind die Songs immer dann, wenn Dissonanzen auftauchen, die das Ganze etwas "aufmischen". Ansonsten klingen die Nummern alle sehr ähnlich, da sie auch alle (von "Ode To Absolution" mal abgesehen) gleich aufgebaut sind.

Fazit:
"Cease To Exist" bietet gut gespielten thrashigen Death Metal, welcher allerdings zu wenig Innovation besitzt, um ein Achtungszeichen zu setzen. Altbewährtes ist zwar gut, wird auf Dauer aber langweilig. Einen ganzen Punkt hat natürlich die sehr kurze Spielzeit gekostet, die für ein Album absolut mangelhaft ist. Etwas mehr tüfteln und mehr Zeit nehmen, dafür aber ein wirkliches Full-length Album erschaffen sollte hier das Ziel sein. Denn dass das Trio das Zeug dafür hat, deuten sie hier definitiv an. Für Zwischendurch geht das "Scheibchen" aber allemal.

Punkte: 6/10

Anspieltipp: keinen

Tracklist:

01. Constricted Congnition
02. Deplorable
03. Penance For The Solipsist
04. Putrid Decadence
05. Filth And Stye
06. Eyes Pride Open
07. Sensory Overload
08. Downer Hound
09. So Below
10. Ode To Absolution

LineUp:

Ben Anft - Vocals, Bass
Sebastian Philipps - Guitars
Harley Philipps - Drums

https://www.facebook.com/NoisemBaltimore

Autor: Thomas

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... t-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 07 Mär, 2019 05:22

Bild

Band: Enisum (I)
Genre: Ambient Black Metal
Label: Avantgarde Music
Album Titel: Moth's Illusion
Spielzeit: 61:59
VÖ: 15.03.2019

Die 2006 als Ein-Mann-Projekt ins Leben gerufenen Enisum hauen Mitte März ihr sechstes Album "Moth's Illuion" auf den metallischen Markt, welches gleichzeitig das vierte Album ist, seit sich Gründer Lys dazu entschieden hat, 2014 eine komplette Band daraus zu machen.

Genau mit diesem "ersten" Bandalbum "Samoth Nara" hatte ich meine Bekanntschaft mit dem Schaffen der Italiener gemacht und war bisher immer sehr angetan, was da so aus der Turiner Ecke zu uns geschwappt ist. Deshalb habe ich mich auch schon sehr auf diese Review gefreut.

Nach einem hastigen ersten Lauschen der Platte war ich etwas ernüchtert, konnte ich doch nichts Beeindruckendes finden, was das Album von anderen abhebt, unikat macht oder wenigstens in der bandinternen Diskografie hervorstechen lässt. Das kann man sowohl positiv, als auch negativ sehen. Je nach dem, ob für einen das Glas halb voll oder halb leer ist. Nachdem die Platte nun aber ein paar weitere Runden gedreht hat, ergibt sich ein schöneres Bild von "Moth's Illuion". Zwar bleibt das Werk insgesamt trotzdem hinter anderen Veröffentlichungen in diesem Jahr zurück, ist aber ein gutes Album geworden.

Auffällig für den Black Metal Sektor sind auf diesem Album die sehr variablen Vocals. Von typischem BM-Gekeife (nicht übertrieben; "Anesthetized Emotions") über stark an den Death Metal angelehnte Growls ("Where Souls dissolve", "Afframont") bis hin zu Klargesang ("Moth's Illuion", "Burning Valley") ist eine Menge vertreten, was die Platte sehr abwechslungsreich macht.

Man merkt, dass hier sehr viel Gefühl in jeden Song gesteckt wurde, die allesamt kräftige Kompositionen geworden sind. Das gilt sowohl für die forschen Songs, als vor allem auch für die "Black Balladen" (nennen wir sie mal so in Anlehnung an die Powerballaden im Power Metal). Generell brechen die Lieder aus ihren gegebenen Rahmen nicht bis fast nicht aus, was besonders für das Tempo gilt. Es gibt keine erkennbaren Wutausbrüche oder Ähnliches. Das wäre aber auch bei den gegebenen lyrischen Themen unangebracht (Landschaften, Natur, Leben und Tod).

Die Produktion ist zeitgemäß, für das Genre angemessen und hochqualitativ ohne Ausfälle oder andere Kinderkrankheiten wie Übersteuerungen, ungleich gewichtete Lautstärke etc. Das Album erscheint in verschiedenen Versionen, für die Wooden Box wurden noch zwei Bonustracks auf einer zweiten CD beigefügt, diese lagen mir zur Review nicht vor.

Fazit:
Ich gebe zu, dass ich ein klein wenig enttäuscht vom neuen Album bin. Ja, da hatte ich mir einfach mehr erhofft. Es ist, wie bereits gesagt, ein gutes Album, aber für ein Meisterwerk fehlt leider doch noch eine ganze Ecke mehr.

Punkte: 7,5/10

Anspieltipps: A Forest's Refuge, Moth's Illusion, Afframont

Tracklist:

01. Cotard
02. Anesthetized Emotions
03. Where Souls dissolve
04. Afframont
05. Moth's Illuion
06. Last Wolf
07. Ballad of Musinè
08. Coldness
09. Petrichor
10. A Forest's Refuge
11. Lost again without your Pain
12. Burned Valley

Lineup:

Lys - Vocals, Guitars
Epheliin - Vocals
Leynir - Bass
Dead Soul - Drums

https://www.facebook.com/enisum
http://www.enisum.eu

Autor: Godshand

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... n-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 07 Mär, 2019 05:22

Bild

Band: Wretch (USA)
Genre: US Metal
Label: Pure Steel Records
Album Titel: Man Or Machine
Spielzeit: 44:41
VÖ: 15.03.2019

"Man Or Machine" nennt sich das neue Werk des US Metal Urgesteins Wretch. Gegründet bereits 1985, schaffte man es allerdings erst 2006, das erste Album zu veröffentlichen. Seit man bei Pure Steel unterschrieben hat, klotzt man aber tüchtig ran und veröffentlicht nun schon das dritte Langeisen seit 2014.

Dass die Truppe schon lange aktiv ist, hört man dem Album an, genau wie auch die 80er Wurzeln unverkennbar sind. Letztere allerdings modern ins Jetzt und Hier übertragen.

Kernige Riffs der Rhythmusabteilung reichen sich mit feinen melodischen Leads die Hand, und Letztere steuern immer wieder feine Soli bei. Der Bass ist sehr präsent, ohne zu dominieren und das Schlagwerk treibt die Nummern schön vorwärts. Die kraftvolle, aussagekräftige Stimme von Juan versorgt die Songs mit Vocals, welche meist genauso schnell rennen wie die Drums. Dabei bewegt er sich in einer relativ hohen Stimmlage, welche aber nur ab und an in die ganz hohen Lagen abdriftet. Manchmal erinnert er gar an Bruce Dickinson von der Stimmlage her.

Songs wie "Destroyer Of Worlds", "Schwarzenberg" oder das Priest Cover "Steeler" nehmen dich sofort mit auf die Reise und bleiben auch direkt kleben. Alles in allem also genau das, was man von US Metal erwartet.

Leider flacht das Ganze nach hinten heraus etwas ab und immer wieder ruckelt die Fahrt etwas. Es schleichen sich immer mal wieder kleine Haken und Ösen in Form von Dissonanzen ein, die nicht so ganz passend erscheinen. Die Songs sind vom Ding her nicht weniger gut wie meine Anspieltipps, vermögen es aber nicht mehr so mitzureißen.

Einen kleinen Aha-Effekt gibt es dann allerdings am Ende der Platte. Da gibt es einen Hidden-Track, über den ich aber nichts verraten möchte. Der soll denjenigen vorbehalten bleiben, die sich das Scheibchen zulegen. Dies ist wieder so ein Stück, an dem sich die Geister scheiden werden. Mir persönlich hat's gefallen.

Produktionstechnisch gibt es nichts zu Mosern, schön fett und sauber kommt alles aus den Boxen und auch wenn die Drums manchmal etwas zu dominant erscheinen, passt es doch recht gut zum Gesamtbild der Scheibe.

Fazit:
"Man Or Machine" ist ein starkes, wenn auch nicht überragendes US Metal Album, welches viel Licht und nur wenig Schatten hat. Abwechslungsreicher und technisch auf ziemlich hohem Niveau ausgearbeiteter und dargebotener Metal, der druckvoll aus den Boxen kommt und dich immer wieder mit auf die Reise nehmen kann. Am Ende ein solides Album, bei dem sich das Reinhören für jeden Liebhaber dieser Spielart lohnt.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Destroyer Of Worlds, Schwarzenberg, Steeler

Tracklist:

01. Man Or Machine
02. Destroyer Of Worlds
03. Schwarzenberg
04. Steeler (Judas Priest Cover)
05. Strike Force One
06. Requiem Aeternam
07. The Inquisitor Trilogy Part I: Castle Black
08. The Inquisitor Trilogy Part II: The Inquisitor
09. The Inquisitor Trilogy Part III: Fire, Water, Salt And Earth
+ Hidden Track

LineUp:

Juan Ricardo - Vocals
Michael Mjölnir Stephenson - Guitars, Keys
Nick Giannakos - Guitars
Tim Frederick - Bass, Backing Vocals
Jeff Curenton - Drums

https://www.facebook.com/wretchmetal
http://www.wretchmetal.com

Autor: Thomas

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... e-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 07 Mär, 2019 05:23

Bild

Band: Twisted Tower Dire (USA)
Genre: Power Metal
Label: No Remorse Records
Album Titel: Wars In The Unknown
Spielzeit: 41:09
VÖ: 15.03.2019

Seit Mitte der Neunziger zelebrieren Twisted Tower Dire eine gelungene Essenz an epischem Schwermetall. Neben etlichen Split- und Demoveröffentlichungen sowie fünf Langrillen verspricht auch der aktuelle Output "Wars In The Unknown" wieder großartige Mucke laut Beipackzettel. Der Silberling erscheint Mitte März 2019 über No Remorse Records.

Eingeleitet wird das Werk von sich steigernden, undefinierbar-sphärischen Geräuschen, welche ca. 30 Sekunden lang erklingen, bevor der Opener beginnt. Zackige Gitarrenriffs mit feinsten Soli und Melodieeinlagen stechen ebenso hervor, wie die kraftvolle, aber klare Stimme von Frontmann Jonny. Desweiteren überzeugt das abwechslungsreich intonierte Schlagzeug. Die Arrangements gehen sofort ins Ohr und laden zum Abgehen ein. Die Klampfen sind traditionell gestimmt. Vereinzelt wird auch mit mehrstimmigen Passagen sowohl instrumental, als auch gesanglich gearbeitet.

Die häufigen Tempowechsel und variierenden Strukturen erzeugen echte Spannung beim Lauschen der Stücke. Hier bekommt der Begriff Power Metal für mich einen wirklich positiven Beigeschmack. Es herrscht eine energiegeladene und atmosphärische Klangwand vor, welche von der ersten bis zur letzten Sekunde begeistert und Feierlaune macht und das ganz ohne Keyboardbombast oder überflüssiges orchestrales Gedönst.

Die Refrains brennen sich sofort ins Gedächtnis ein, wie beispielsweise meine Anspieltipps demonstrieren. Allerdings sind auch die übrigen Titel allesamt grandios geworden. Die fünf Herren aus Virgina haben ein optimales Gespür für bärenstarkes, spannend-fesselndes Songwriting.

Fazit:
Ein absolut kraftvolles Epic Metal Album ohne erkennbare Schwächen. Traditioneller Schwermetall, welcher mit ganz viel Herzblut und Gefühl dargeboten wird. Auf "Wars In The Unknown" beweist der Fünfer erneut sehr eindrucksvoll, warum Twisted Tower Dire zur Speerspitze dieses Genres gehören. Für Liebhaber von epischen Kapellen wie Visigoth, Eternal Champion und Konsorten ein absolutes "Must-Have"!

Punkte: 9,5/10

Anspieltipp: True North, Light The Swords On Fire, Riding The Fortress

Tracklist:

01. The Thundering
02. True North
03. Tear You Apart
04. Light The Swords On Fire
05. And The Sharks Came Then
06. Riding The Fortress
07. Eons Beyond
08. A Howl In The Wind
09. The Beast I Fear
10. These Ghosts Can Never Leave

Lineup:

Jonny Aune - Vocals
Scott Waldrop - Guitars
David Boyd - Guitars
Jim Hunter - Bass
Marc Stauffer - Drums


https://www.facebook.com/TwistedTowerDire

Autor: Blacky

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... n-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 13 Mär, 2019 06:38

Bild

Band: Usurper (USA)
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Soulseller Records
Album Titel: Lords Of The Permafrost
Spielzeit: 36:26
VÖ: 22.03.2019

14 Jahre nach ihrem letzten Longplayer "Cryptobeast" versuchen sich die Chicago-Metaller mit ihrem sechsten Album wieder zum Dienst zurück zu melden. Ganz ehrlich, wenn sie nicht wieder aufgetaucht wären, ich persönlich hätte nicht gemerkt, dass sie 14 Jahre weg waren.

Ihre Melange aus Black und Thrash klingt leider etwas bieder und fast schon langweilig. Klar wird hier musikalisch in dunkelster Dunkelheit dem Bösen gehuldigt und streckenweise klingt das Alles nicht schlecht, aber irgendwie springt der gern erwähnte Funke nicht über.

Tempowechsel, die zerfahren wirken, Metal-Riffing der Gewöhnlichkeitsklasse 08/15, langweilige Arrangements und einfach alles so dahinplätschernd und nach etwas über 36 Minuten ist der Spuk wieder vorbei, ohne einen Eindruck hinterlassen zu haben.

Mir fehlt etwas die Inspirationen, um Euch das Musikalische zu beschreiben, wenn es hier nichts Inspirierendes gibt. Nehmt die dunkelsten und langweiligsten, weil tausend mal bemühten Metal-Riffs, packt diese in Watte, damit kein Druck entsteht und würfelt Euch ein paar wilde Tempowechsel dazu.

Fazit:
Ne, wirklich kein Album zum nochmal Hören. Für Fans der Band, sollte es denn welche geben, sicherlich neues Futter.

Punkte: 2/10

Anspieltipp: keinen

Tracklist:

01. Skull Splitter
02. Beyond The Walls Of Ice
03. Lords Of The Permafrost
04. Cemetery Wolf
05. Warlock Moon
06. Gargoyle
07. Black Tide Rising
08. Mutants Of The Iron Age

Lineup:

Dan Tyrantor - Vocals
Rick Scythe - Guitars, Backing Vocals
Joe Warlord - Drums, Percussion
Scott Maelstrom - Bass

https://www.facebook.com/usurper.chicago

Autor: Steiff

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... t-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 13 Mär, 2019 06:38

Bild

Band: Aephanemer (F)
Genre: Melodic Death Metal
Label: Primeval Records
Album Titel: Prokopton
Spielzeit: 43:43
VÖ: 22.03.2019

Drei Jahre sind vergangen, seit die 2013 gegründeten französischen Melodeather Aephanemer ihr letztes Album veröffentlicht haben. Nun stehen sie nach der 2017er Single "Path of the Wolf" mit "Prokopton" und 8 neuen Songs in den Startlöchern.

Schon bei den ersten Klängen, einer unglaublich eingängigen Dual-Guitar-Melodie, wird klar, dass man auf dieser Scheibe große Melodien erwarten darf. Eben dieser Opener glänzt zudem durch ein episches Arrangement mit Orchestersounds und fetten Riffs.

Wer hiernach gemeint hat, dass das schon alles war, was die vier Franzosen zu bieten haben, soll sich mal auf den zweiten Song, "The Sovereign", gefasst machen, der nun wirklich zeigt, in welche Richtung die Scheibe gehen soll. Direkt von Anfang an wird man fast überrollt von einem massiven Riffgewitter, das einem kaum eine Verschnaufspause gönnt und nun auch die letzten Nacken zum Headbangen einlädt. Stets begleitet wird das Ganze von Orchesterklängen, die allerdings meist sehr in den Vordergrund rücken. Virtuose Gitarrenlicks werden durch diese Orchesterklänge unterdrückt (die oftmals sehr offensichtlich programmiert klingen), wodurch die eigentliche Gitarrenarbeit zeitweise nicht mehr wirklich verständlich ist. Also was das Orchester angeht, wäre hier vielleicht weniger doch ein bisschen mehr gewesen.

Allerdings glänzen Aephanemer durch grandiose Instrumentalarbeit und Marion Bascouls abwechslungsreiche Grunts, die mal keifend, mal tief growlend über dem Gewitter aus Blastbeats und Klampfengeschredder thronen. Wie eingangs erwähnt, dürfen auch in den schnelleren, härteren Titeln, wie beispielsweise "Back Again" oder dem blackmetallischen "Snowblind", die eingängigen, großen Melodien nicht zu kurz kommen.

Vor allem positiv bleibt der Abschluss der Scheibe "If I Should Die" im Gehör; ein Song, der an Abwechslungsreichtum kaum zu überbieten ist. Hier wechseln sich schnelle, treibende Passagen mit gefühlvollen Gitarrenmelodien ab, es wird einmal mit anderen Keyboardsounds als dem über das Album doch schon fast nervtötende Orchester experimentiert und der Track strahlt förmlich vor Takt- und Tonartwechseln.

Fazit:
"Prokopton" ist alles in allem eine starke Scheibe mit grandiosen Ansätzen, die von virtuosen Musikern eindrucksvoll dargeboten wird, allerdings wäre, was die Orchestersounds angeht, deutlich weniger hier deutlich mehr gewesen, da dieses Gedudel, welches oftmals nur als Dopplung der Gitarrensounds eingesetzt wird und diese dann zeitweise zu sehr in den Hintergrund drängt, auf Dauer einfach nur nervtötend ist.

Punkte: 6,5/10

Anspieltipp: The Sovereign, Back Again, If I Should Die

Tracklist:

01. Prokopton
02. The Sovereign
03. Dissonance Within
04. Snowblind
05. At Eternity's Gate
06. Back Again
07. Bloodline
08. If I Should Die

LineUp:

Marion Bascoul - Vocals, Guitars
Martin Hamiche - Guitars
Lucie Woaye Hune - Bass
Mickaël Bonnevialle - Drums

https://www.facebook.com/Aephanemer
http://www.aephanemer.com

Autor: Sepp

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... n-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Mi 13 Mär, 2019 06:39

Bild

Band: Bleeding Utopia (S)
Genre: Melodic Death Metal
Label: Black Lion Records
Album Titel: Where The Light Comes To Die
Spielzeit: 42:43
VÖ: 22.03.2019

Sehr forsch und agressiv vorwärts startet und bleibt das neue Album der Schweden Bleeding Utopia, "Where The Light Comes To Die", welches das dritte Album in der Diskografie der Jungs aus Västerås ist.

Knüppelige Songs mit tiefen, angriffslustigen Growls wie z.B. "Crown Of Horns" oder auch der Starter "Ascendants Of Hate" (mit eingebautem Intro) sind die starken Seiten dieser Platte und definitives Aushängeschild. Dass man aber auch melodisch sein kann, wird in Tracks wie dem bereits 2018 ausgekoppelten "Already Dead" oder auch "Ruthless Torment" deutlich. Sollte ich den Sound mit bekannten Bands vergleichen, würde ich hier als erstes Amon Amarth nennen, was vor allem bei "Already Dead" ganz offensichtlich hörbar ist, in Verbindung mit den geilen Stakkato-Riffs von Be'Lakor ("Enhance My Wrath") und nochmal ganz viel Amon Amarth. Dass so viel von den Landsmännern und Genrekollegen in diesem neuen Album steckt, ist mir erst nach mehrmaligem Hören so richtig klar geworden. Wie ein Wort, das man nach längerem Suchen im Kopf endlich gefunden hat. Nicht, dass es das objektive Hörvergnügen belasten würde, doch subjektiv gesehen geht da viel vom eigenen Stil verloren. Wer mir nicht glaubt, sollte sich den letzten Song "Heralds Of Hate And Defiance" anhören und das mit "Where Death Seems To Dwell" von der "Fate Of Norns" vergleichen.

Wenn ich gehässig wäre, würde ich behaupten, wenn ich Amon Amarth hören will, leg ich eine Platte der Jungs auf, dafür brauche ich "Where The Light Comes To Die" nicht. Aber ich bin nicht gehässig und es geht ja auch nicht um Wikinger und die Kunst des Kriegstreibens. Daher bestehen zwei meiner Anspieltipps auch aus eher knüppeligen Liedern, die den eigenen Stil mehr zur Geltung bringen. Hier regiert auch mehr der Death Metal als der Melodic Death Metal, was mir persönlich auch besser gefällt. Es passt besser zur Band.

Was das Mixing und Mastering betrifft, hat man keine halben Sachen gemacht. Der Sound ist klar und lässt die einzelnen Klangkomponenten wunderbar zur Geltung kommen. Handwerklich ist es ebenfalls einwandfreie Kunst, die ohne Schnitzer, falsche Töne und ähnliche Eskapaden auskommt.

Fazit:
Zu viel Amon Amarth. Der Wiedererkennungswert leidet schon unter diesem megagroßen Banner der schwedischen Kollegen. Natürlich ist nicht alles, was Melodic Death Metal ist, gleich das geistige Schaffen der großen A.A. Dennoch, und vor allem in den knüppeligeren Titeln, hört man den eigenen Stil Bleeding Utopias heraus und der ist fantastisch. Unbedingt mal checken.

Punkte: 8/10

Anspieltipps: Already dead, Crown of Horns, Seek Solace in Throes

Tracklist:

01. Ascendants of Hate
02. Seek Solace in Throes
03. Enhance my Wrath
04. Already dead
05. Welcome to my Pantheon
06. Crown of Horns
07. Ruthless Torment
08. Ill and daunting Perversions
09. Heralds of Hate and Defiance

Lineup:

David Ahlén - Vocals
Andreas "Fluff" Morén - Guitars
Chris Gustavsson - Guitars
Fredrik Ridderström - Bass
Adam Björk - Drums

Guest Musicians:

Ryan Knight (ex-The Black Dahlia Murder) - Guitar Solo in "Enhance My Wrath"

https://www.facebook.com/BleedingUtopia
http://www.bleedingutopia.com

Autor: Godshand

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... e-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 14 Mär, 2019 05:38

Bild

Band: Magic Circle (USA)
Genre: Doom Metal
Label: 20 Buck Spin
Album: Departed Souls
Spielzeit: 45:10
VÖ: 29.03.2019

Die 2011 gegründeten Magic Circle aus Amerika bringen ihr drittes Album an den Start, welches über 20 Buck Spin veröffentlich wird. "Departed Souls" nennt sich das gute Stück und wird ab 29.03.2019 erhältlich sein.

Los geht's mit dem Titeltrack "Departed Souls" und schon befindet man sich mittendrin im doomigen Strudel des Fünfers. Was sich hier langsam aufbaut, wird zum Ende hin eine rockige Nummer.

Groovig-schleppende Gitarrenparts, tiefgestimmte Bassläufe und die klare Stimme von Sänger Brendan Radigan mischen sich im Albumverlauf mit starken Heavy Metal-Komponenten der Saitenfraktion, die mit fetzigen Soli und treibenden Riffs aufwarten und so das Tempo immer wieder vorantreiben. Die sich daraus ergebenden Rhythmuswechsel bringen Abwechslung ins Geschehen und werden harmonisch mit dem Drumming abgestimmt. Starke Melodien und der facettenreiche Gesang vermischen sich zu einem druckvollen Sound, der durch eine saubere Produktion noch abgerundet wird.

"A Day Will Dawn Without Nightmares" entpuppt sich als einziger Ausrutscher auf der Platte und will so gar nicht gefallen. Aber das ist wohl Geschmackssache. Eine kurze Blueseinlage ertönt zum Ende hin, bevor es mit dem letzten Song "Hypnotized" nochmal richtig schön doomig wird.

Fazit:
Auf dem Silberling wird feiner Doom-Metal mit erstklassiger Gitarrenarbeit und schwermetallischen Parts geboten. Hier und da fehlt es zwar an Spannung, dennoch können die Songs überzeugen. Liebhaber des Genres sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

Punkte: 7,5/10

Anspieltipp: Departed Souls, Nightland

Tracklist:

01. Departed Souls
02. I've Found My Way To Die
03. Valley Of The Lepers
04. A Day Will Dawn Without Nightmares
05. Nightland
06. Gone Again
07. Bird City Blues
08. Hypnotized

Lineup:

Brendan Radigan - Vocals
Chris Corry - Guitars
Dan Ducas - Guitars
Justin DeTore - Bass
Q - Drums

Autor: Eva

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... s-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 14 Mär, 2019 05:39

Bild

Band: The Black Moriah (USA)
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Folter Records
Album Titel: Road Agents Of The Blast Furnace
Spielzeit: 40:45
VÖ: 29.03.2019

Zugegeben, als ich bei der Vorabrecherche (Metal Archives) im Netz die Angaben zum Lineup gefunden habe, dachte ich zunächst an das nächste schlechte Black/Thrash Projekt... und was soll ich sagen, ich habe mich zum Glück geirrt.

Was die Zwei (Facebook gibt bildtechnisch mehr Mitglieder her) hier abliefern, ist mit das Geilste, was ich an Black/Thrash dieses Jahr bisher gehört habe. Hier wird ohne langes Larifari kompromisslos drauf losgerockt, dass man sich in manchen Momenten an das Debüt von Bathory erinnert fühlt. Das Ganze dann noch mit einer sehr guten Priese Thrash gemischt, ergibt das Ding einen räudigen Batzen schwärzester Mucke.

Bei all dem Gebolze kommt aber auch die Virtuosität nicht zu kurz. So schreddern sich die Klampfen in einen wahren Rausch, ehe gewitzt attackierende Riffs den Schädel komplett abmontieren. On Top gibt's auch noch das eine oder andere gute Solo, bevor die musikalische Wildsau wieder im Blutrausch durch die Botanik Amok läuft.

Teufel sei Dank, machen sie nicht den Fehler, ständig nur das Gaspedal aufs Bodenblech durchzudrücken, sondern verfeinern die Granaten immer wieder mit geilen, abwechslungsreichen Parts, die schön tiefschwarz, aber nicht weniger räudig den Spannungsbogen hoch halten.

Klar, gesanglich gibts das gewohnte Kreisch-Brüll-Programm, was den Songs zusätzlich Druck verleiht. Produktionstechnisch hätte man zwar noch beim Sound ein Pfund mehr drauflegen können, aber das tut dem Werk keinen Abbruch, wenn man die Regler voll aufdreht.

Fazit:
Sehr geiles Black/Thrash-Brett, das man gehört haben muss. Jetzt schon ein kleines Highlight. Ich bin Fan.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Road Agents Of The Blast Furnace
02. The Devils Whores
03. Say It With Bullets
04. To Hell On A Fast Horse
05. Death Valley Days
06. Palaver
07. Elixir Of Wrath
08. Scholar Of Tongues
09. Twisted Axe
10. Just A Taste
11. Ratwater
12. The Devil is Calling (Gorgoroth Cover)

Lineup:

The Mad Arab - Vocals, Drums
Zawicizuz - Guitars, Keyboards, Vocals

https://www.facebook.com/TheBlackMoriah
http://www.theblackmoriah.com

Autor: Steiff

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... e-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 21 Mär, 2019 06:03

Bild

Band: Nordjevel (N)
Genre: Black Metal
Label: Osmose Productions
Album Titel: Necrogenesis
Spielzeit: 47:19
VÖ: 29.03.2019

Drei Jahre nach dem 2016er selbstbetitelten Debüt erscheint nun der zweite Streich der Norweger Nordjevel. "Necrogenesis" nennt sich der aktuelle Silberling, welcher über das Label-Urgestein Osmose Productions Ende März 2019 veröffentlicht wird.

Ohne Verzögerung und jegliche Einleitung ballert der Opener auch gleich mit voller Wucht los. Ein Kreischen und wütende, schneidende Gitarrenriffs, gepaart mit einem rasenden Schlagzeug-Geknüppel, brechen wie ein Orkan über dich herein. Gesanglich wird hier klassisch-schwarzmetallisch geschrien. Die Stimme von Doedsadmiral erinnert klanglich stark an alte Dark Funeral Veröffentlichungen. Beim lauschen der Scheibe fällt mir diese Parallele aber nicht nur gesanglich auf. Nein, auch das Songwriting im Gesamten lässt mich immer wieder an die Schweden denken. Sei es der intonierte Gesang, das Schlagzeugspiel, das Riffing oder die Geschwindigkeit mit ihren Strukturen...

Die ganze Geschichte ist wirklich nicht schlecht gemacht und besitzt auch auf jedenfall ordentlich Wumms. Jedoch passiert leider in den 47 Minuten zu wenig an überraschender Abwechslung. Leider sind die Tracks in ihrem Aufbau auch alle sehr ähnlich, was nach einiger Zeit etwas zu vorhersehbar wird. Sicherlich hämmert das Teil hier gut durch, aber das tun etliche Vertreter in dieser Rubrik auch. Ich kann nicht behaupten, es würde mir so gar nicht gefallen, aber meine alten Scheibchen von diversen skandinavischen Schwarzheimer Kapellen besitzen genug solcher Songs. Die Eigenständigkeit und der Wiedererkennungswert fehlen mir hier definitv.

Fazit:
Eine durchschnittliche Langrille aus einem Gemisch von Dark Funeral, Marduk und Immortal. Geschrei, Geballer und Geknüppel wird durch Tempowechsel und frostig wirkende Arrangements angereichert und kann dadurch noch durchaus an Positivem gewinnen. Stellenweise klingen Nordjevel hier und da zwar ein wenig frischer in der Produktion als die alte Garde ihrer Sparte, jedoch unterm Strich muss ich sagen, höre ich hier zuviele altbekannte Arrangements und Muster der genannten Vorbilder heraus. Daher wird sich "Necrogenesis" nicht wirklich dauerhaft in meinem Gedächtnis einbrennen.

Punkte: 6/10

Anspieltipp: Nazarene Necrophilia, Panzerengel

Tracklist:

01. Sunset Glow
02. Devilry
03. The Idea Of One-Ness
04. Black Lights From The Void
05. Amen Whores
06. The Fevered Lands
07. Nazarene Necrophilia
08. Apokalupsis Eschation
09. Panzerengel

Lineup:

Doedsadmiral - Vocals, Guitars
DzeptiCunt - Vocals, Bass
Valla - Guitars
Destructhor - Guitars
Dominator - Drums

https://www.facebook.com/nordjevelofficial

Autor: Blacky
Übersetzung: Sereisa

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... s-2019.pdf
https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... 019-EN.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Benutzeravatar
Wolle
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 5607
Registriert: Sa 18 Mär, 2006 21:05
Wohnort: Deizisau
Kontaktdaten:

Re: REVIEWS 2019 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Beitrag von Wolle » Do 21 Mär, 2019 06:04

Bild

Band: Ellende (A)
Genre: Atmospheric Black Metal
Label: AOP Records
Album: Lebensnehmer
Spielzeit: 50:44
VÖ: 29.03.2019

Das 2011 gegründete Ein-Mann-Projekt Ellende aus Österreich, hinter dessen Namen sich der Multi-Instrumentalist Lukas Gosch verbirgt, bringt mit "Lebensnehmer" das nunmehr dritte Album auf den Markt, welches am 29.03. über AOP Records veröffentlicht wird.

Mit einem atmosphärischen Intro geht es nahtlos über in den "Augenblick", der mit seinen melancholischen Riffs, die immer wieder in einen brachialen Sturm aus Verzweiflung und musikalischer Wut münden, den dunklen Reigen eröffnet. Wundervolle klangliche Zwischenspiele erschaffen eine düstere, nachdenkliche Stimmung, was in diesem Fall absolut positiv zu werten ist.

Dass Herr Gosch ein Gespür für Tiefgang und intensive Songs besitzt, beweisen die eindringlichen, packenden Melodieläufe, die sich nahtlos mit klassischen Komponenten des Black Metals verknüpfen und das Klanggewand der Scheibe entscheident prägen. Epische Passagen schaffen gekonnt die Verbindung zwischen feinen Nuancen Schwermut und gnadenloser Raserei und kreieren eine spannende, vielschichtige Mischung, die für Gänsehaut sorgt. Treibende Rhythmen und der keifende Gesang ergänzen sich mit dem fein abgestimmten Drumming.

Mit "Ein Stück Verzweiflung" und "Liebkosung Des Eiswinds" sind gleich zwei rein instrumentale Stücke vertreten, die sich mit ihren verträumt-wehmütigen Klängen, wie ein roter Faden in das Albumgeschehen einfügen und die einzelnen Songs miteinander verknüpfen.

Der Silberling endet mit dem letzten "Atemzug", der mit wohltönenden Klängen eines Klaviers beginnt, bevor nach einer Minute ein packendes Riff einsetzt. Facettenreiche, eingängige Gitarrenparts sorgen für eine abwechslungsreiche, emotionsgeladene Klangdichte, die einen perfekt vertonten Abschluss für dieses Werk darstellt.

Fazit:
Auf der neuesten Ellende-Schöpfung gibt es erneut melancholischen Schwarzmetall auf die Ohren, der mit seinen gefühlvoll-versunkenen Melodien und dem fesselnden Gitarrenspiel eine tiefgehende, vielschichtige Atmosphäre erzeugt. Es gibt kaum genug Worte, um diese musikalische Schönheit gerecht zu beschreiben.
Ein Pflichtkauf für jeden Fan und Genre-Liebhaber!

Punkte: 9,5/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Intro
02. Augenblick
03. Die Wege
04. Ein Stück Verzweiflung
05. Der Blick Wird Leer
06. Liebkosung Des Eiswinds
07. Du Wärst Eine Schöne Leiche
08. Atemzug

Lineup:

L.G. - all Instruments, Vocals
P.F. - Drums

https://www.facebook.com/ellende.official
http://www.ellende.at

Autor: Eva

https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... r-2019.pdf
Du bist ADMIN!
Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum löschen.

Gesperrt